small-talk-themen.de
Täglich ein aktuelles Thema
für Ihren Small Talk
Smalltalk-TippsSmalltalk-Themagratis anmeldenSmalltalk-ShopBlogStartseite
Das Small Talk-Thema des Tages 

Jetzt kostenlos anmelden:  

„Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang, wir leben nicht, wir leben nicht mehr lang“: So heißt es in einem unserer deutschen Trinklieder. Bis es so weit ist, sollten Sie vorher einmal auf der Internet-Seite <a href=”http://www.stupidedia.org” target=”_blank”>www.stupidedia.org</a> vorbeischauen und in der Suchleiste den Begriff ‘Weltuntergang’ eingeben. Es erscheint folgender Text: „Ein Weltuntergang ist das Gegenteil des Weltaufgangs. Immer 5,34 Minuten nach dem Sonnenuntergang wird der Weltuntergang erwartet. Weltuntergangs-Prophezeiungen gibt es bereits seit der Antike; sie werden sowohl von Philosophen vorhergesagt als auch von der Mathematik berechnet.“

So weit, so wissenschaftlich. Allerdings räumen die Betreiber des Portals auch ein: „Was während und nach dem Untergang mit der Welt passiert, konnte bisher noch nicht eindeutig nachgewiesen werden.“ Hier deckt sich das Enzyklopädie-Wissen wieder mit dem überlieferten Volksgut, denn in unserem eingangs zitierten Lied heißt es am Ende: „Doch keiner weiß in welchem Jahr, und das ist wunderbar. Wir sind vielleicht noch lange hier, und darauf trinken wir.“

Der Berechtigung, die Sorge um den jüngsten Tag in Mehr- oder sogar Hochprozentigem zu ertränken, geben die Stupedisten mit dem Abschlusssatz ihres apokalyptischen Eintrags weitere Nahrung: „In aller Regel fallen Weltuntergänge dann aber leider doch aus oder werden einfach verschoben.“ Auf den nächsten Small Talk beispielsweise …

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern





Jedes Kind in Spanien kennt Juan Ramón Jiménez, und auch bei uns mag der Schriftsteller manch aktuellem und ehemaligem Schüler ein Begriff sein. Das liegt daran, dass Jiménez’ Geschichten um einen langohrigen Vierbeiner in kaum einer Schulfibel fehlten: „Platero, mein silbergrauer Esel, ist klein, haarig, weich; so sanft fühlt er sich an, dass man sagen möchte, er sei ganz aus Watte und habe keine Knochen.“

Mit seinem Besitzer und Ich-Erzähler unternimmt Platero Streifzüge durch sein andalusisches Heimatdorf, auf dem Hexenweg, zu den Feigenhainen und zurück zum Stall, wo er seinen Mittagsschlaf hält. Sie nehmen an der Weinlese teil und an der Fronleichnamsprozession, beobachten im Frühling die ersten Schwalben und bescheren einem schwindsüchtigen Mädchen mit einem kurzen Ausritt eine glückliche Stunde.

Einmal tritt sich das Eselchen einen Dorn in den Huf, doch auch das ist kein Problem: „Ich fühlte Plateros Schmerzen mit und habe den Dorn ausgerissen“, schreibt Jiménez. „Darauf sind wir weitergezogen zu dem weiß schimmernden Meer. Ich voran, und er hinter mir. Immer noch etwas hinkend, gab er mir sanfte Stöße in den Rücken.“

All diese Erlebnisse hat der Autor – 1956 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur belohnt – in unzähligen kleinen Geschichten verewigt. Tieftraurig ist die von Plateros Tod, doch die erspare ich Ihnen. Heute vor fünfzig Jahren folgte Jiménez seinem vierbeinigen Helden auf den letzten Weg. Ob er ihn wiedergetroffen hat?

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern





Das klappt doch nie!

28. Mai 2008

Heute vor 185 Jahren begann in der Schweiz das Zeitalter der großen Dampfschiffe. Das allererste, der Passagierdampfer mit dem frankonisierten Namen Guillaume Tell, wurde auf dem Genfer See zu Wasser gelassen.

Zuvor hatte man bereits in den Vereinigten Staaten Raddampfer entwickelt und gebaut. Am 11. Februar 1809 ließ sich der Ingenieur Robert Fulton sein Modell patentieren. Beim Probelauf auf dem New Yorker Hudson River kam eine staunende Menschenmenge zusammen. Fulton erklärte den Schaulustigen den Dampfantrieb, erntete mit seiner Mannschaft aber nur skeptisches Kopfschütteln. „Das Ding kriegt ihr nie zum Fahren“, war der meistgehörte Kommentar.

Fulton und seine Leute blieben unbeeindruckt. Bald sprühten die Funken, und der Dampf qualmte lustig vom Schornstein heraus. Das Schiff begann sich tatsächlich flussaufwärts zu bewegen, erst langsam, dann immer schneller.

Für kurze Zeit verstummten die Rufe aus dem Publikum, das sich nach wenigen Minuten aber umso vehementer zurückmeldete. Diesmal hieß es aus dem Mund der Skeptiker: „Das Ding kriegt ihr nie mehr zum Stehen.“ Später bewiesen die Dampfer sogar ihre Hochseetauglichkeit und ersetzten Ende des 19. Jahrhunderts die bis dahin üblichen Segelschiffe.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern





Morgen bekommt das Bundesland Sachsen einen neuen Ministerpräsidenten. Es wird das erste Mal sein, dass ein Sachse das höchste Amt im Freistaat bekleidet. Bislang taten dies nur Westimporte: Auf den früheren Rektor der Bochumer Ruhr-Universität Kurt Biedenkopf folgte 2002 der Sauerländer Georg Milbradt. Der tritt zurück; sein Nachfolger steht bereit: Es ist Stanislaw Tillich, der am letzten Wochenende zum neuen Landesvorsitzenden der CDU gekürt wurde. Nun ist Tillich nicht nur Sachse, sondern gehört einer Volksgruppe an, die früher im Land an Spree, Neiße und Elbe die Mehrheit bildeten:

Die Sorben sind der einzig überlebende von zwanzig ursprünglich in Sachsen angesiedelten slawischen Stämmen. Ihnen hatte Karl der Große anno 805 in einem Aufwasch mit der Bekämpfung des Heidentums den Garaus bereitet.

Heute sind die Sorben mit 60.000 Angehörigen das kleinste slawische Volk überhaupt. Ihre Heimat liegt zwischen Spreewald und Lausitzer Bergland; sie sprechen eine eigene Sprache, pflegen ihre Identität und achten darauf, dass sie diese nicht verlieren. Dabei müssen sie den Spagat schaffen zwischen Kultur und Folklore: Nur letztere droht übrig zu bleiben, wenn sich die sorbische Tradition in Vorzeigebrauchtum wie Osterreiten und Eierbemalen erschöpft. Dann würden die stolzen Slawen zur begafften Touristenattraktion verkommen und eine zweitausendjährige Geschichte im volkstümlichen Museum zwischen Kitsch und Kommerz enden. Dabei ist die sorbische Kultur in der oberen Lausitz durchaus präsent: Alle Straßenschilder sind zweisprachig. Die mittelalterlich-pittoreske Stadt Bautzen beherbergt sorbische Schulen und Hochschulen, einen sorbischen Verlag, ein sorbisches Theater und sorbische Museen und Kulturhäuser. Das kostet Geld.

Zum Glück ist da noch die Domowina: Der Verband vertritt die Interessen der Slawen von nebenan in einem Deutschland, das – Paradox der Geschichte – die Sorben seit der Wende längst nicht mehr so intensiv fördert, wie dies zu sozialistischen Zeiten der Fall war. Die DDR, stolz auf ihr slawisches Erbe, subventionierte ihre einzige Minderheit, wo sie nur konnte. Die Bundesregierungen seit 1990 haben sich da sehr zurückgehalten. Neue Hoffnung für die Sorben gibt’s ab morgen, wenn einer der ihren sächsischer Ministerpräsident wird.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern





Heute vor 180 Jahren tauchte in Nürnberg ein junger Mann auf, den zuvor kein Bewohner der alten Reichsstadt je zu Gesicht bekommen hatte. „Es war ein Jüngling von ungefähr siebzehn Jahren“, schreibt Jakob Wassermann in seinem auf historischen Tatsachen beruhenden Roman Caspar Hauser oder die Trägheit des Herzens.

„Niemand wusste, woher er kam. Er selbst vermochte keine Auskunft darüber zu erteilen, denn er war der Sprache nicht mächtiger als ein zweijähriges Kind; nur wenige Worte konnte er deutlich aussprechen, und diese wiederholte er immer wieder mit lallender Zunge, bald klagend, bald freudig, als wenn kein Sinn dahinter steckte und sie nur unverstandene Zeichen seiner Angst oder seiner Lust wären. Auch sein Gang glich dem eines Kindes, das gerade die ersten Schritte erlernt hat: nicht mit der Ferse berührte er zuerst den Boden, sondern trat schwerfällig und vorsichtig mit dem ganzen Fuße auf.“

Um es vorwegzunehmen: Die Herkunft des Findlings konnte nie geklärt werden. Obwohl er einigermaßen lernte, sich auszudrücken, fand er nie Zugang zu einer Bevölkerung, die ihn bestenfalls als Exoten betrachtete, meist aber als eine Art Höhlenmenschenwunder unverhohlen anglotzte. Fünf Jahre lebte Kaspar Hauser – so wurde er genannt – in Nürnberg und Ansbach, bis er auf genauso rätselhafte Weise wieder aus dem Leben verschwand: heimtückisch erstochen von einem Unbekannten, am 17. Dezember 1833.

Um die Existenz Kaspar Hausers knüpfen sich zahlreiche Theorien: Er sei der badische Erbprinz gewesen, der von einer rivalisierenden Thronfolgerlinie aus dem Weg geschafft wurde. So sah sich das Opfer wohl auch selbst. Andere wiederum bescheinigten ihm, ein Lügner und Hochstapler zu sein. In jüngster Zeit versuchten das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, die Stadt Ansbach und das rechtsmedizinische Institut der Universität Münster, die Herkunft Kaspar Hausers per DNA-Probe zu klären. Die Ergebnisse fielen unterschiedlich aus, eine eindeutige Antwort wird es so bald wohl nicht geben. Ich kann Ihnen unterdessen die spannende Lektüre von Jakob Wassermanns Buch empfehlen – oder den Film Jeder für sich und Gott gegen alle von Werner Herzog, auch der ist sehr gut und erhielt bei den Filmfestspielen von Cannes 1975 den Großen Preis der Jury.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern





Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen, sagt ein chinesisches Sprichwort. Es scheint zu stimmen. Der Verfasser des Newsletters, den Sie gerade lesen, besitzt nämlich ein Exemplar der Rasse mit den langen Ohren – und das sagt den ganzen Tag lang nichts.

„Schildkröten führen nichts im Schilde außer sich selber“, heißt es im Ratgeber „Stell dir vor, du wärst ein Tier: Tiere als Symbole der Seele“. Darin steht weiter: „Die Schildkröten werden extrem alt, und je älter sie werden, desto weiser werden sie auch. Da sie in allen ihren Handlungen eher langsam und sehr überlegt vorgehen, können sie sämtliche gemachte Erfahrungen intensiv verarbeiten.“

Ob sie die auch weitergeben? Heute ist Weltschildkrötentag, und da wäre eine gute Gelegenheit dazu. Falls Sie den ersten Schritt machen möchten, hat der Tiersymbolratgeber einen Tipp: „Wenn Sie mehr mit dem inneren Wesen einer Schildkröte in Kontakt kommen möchten, so müssen Sie vor allem ihr Vertrauen gewinnen.“ Zeit dazu wäre reichlich:

Die betagteste Schildkröte der Welt starb erst im Alter von einem guten Vierteljahrtausend im Zoo von Kalkutta; und auch die Panzerträgerin Harriet, über die wir vor genau einem Jahr berichteten (siehe die Newsletter-Ausgabe „Das älteste Tier der Welt“ vom 23. Mai 2007), brachte es auf stolze 176 Lenze. Hasen werden dagegen nur etwa zehn Jahre alt. Ich sollte allmählich versuchen, sein Vertrauen zu gewinnen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern





„Das Theater ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen“: Max Reinhardt, von dem der Spruch stammt, war seinerzeit der wohl berühmteste Regisseur der Welt. Er machte ganz großes Theater.

Ganz klein ist das Theater, um das es in unserer heutigen Ausgabe geht, von dem sich aber nicht weniger Menschen gerne entführen lassen. Das Marionettentheater geht auf eine lange Tradition zurück. 1922 organisierten sich die Puppenspieler in einer eigens gegründeten weltweiten Vereinigung. Sie sitzt seitdem in Prag und hat den 21. Mai – mit dem Segen der UNESCO – zum Welttag des Puppenspiels ausgerufen. Nirgendwo sonst auf der Welt werden Sie so viele Marionettenspieler, Puppentheater und Holz- beziehungsweise Gipsfigurenläden antreffen wie in der tschechischen Hauptstadt.

Einer der berühmtesten Vertreter seiner Zunft ist Pavel Truhlár. Im Zuge der samtenen Revolution 1989 gab er seine Arbeitsstelle in einer südböhmischen Fabrik auf und ging nach Prag. Dort versuchte er sich als Straßenkünstler auf der Karlsbrücke. Sein Marionettenspiel kam bei Einheimischen und Touristen so gut an, dass er bald ein Geschäft eröffnen konnte, in dem er seine Puppen verkaufte. Inzwischen besitzt er drei Läden.

Wenn Sie wollen, können Sie bei ihm einen Kurs buchen: Für rund 125 Dollar stellen die Teilnehmer in seinem Workshop eine Holz- oder Gipsfigur ihrer Wahl her. Nähere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.marionety.com. Leider gibt es diese Seite nur in tschechischer und englischer Sprache – dafür aber mit vielen schönen Abbildungen von Marionetten.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern





Ein Unfall mit Folgen

20. Mai 2008

Ein Auto mit zwei jungen Männern jagt mit hoher Geschwindigkeit über eine nordirische Landstraße. Verfolgt werden sie von einer Polizeistreife, der die Beiden zuvor aufgefallen sind. Tatsächlich haben die Insassen Grund zur Panik, denn sie sind Mitglieder der verbotenen Irischen Republikanischen Armee. Die Flucht endet tragisch: Ein Polizist feuert auf das Auto vor ihm, der Fahrer stirbt, der Beifahrer wird schwer verletzt. Der außer Kontrolle geratene Wagen dreht sich und reißt eine zufällig am Straßenrand gehende Familie mit sich. Die drei Kinder sterben, die Mutter überlebt schwer verletzt.

Das alles beobachtet eine junge Frau, und an jenem 14. August 1976 ändert sich auch ihr Leben: Betty Williams will nicht, dass nach diesem Unfall, wie die protestantische, pro-britische Presse schreibt – die Katholiken nennen es Mord – alles zur Tagesordnung übergeht. Und die heißt in Nordirland: Hass.

Betty Williams nimmt Kontakt zur Schwester der Überlebenden auf. Gemeinsam mit Mairead Corrigan organisiert sie eine Trauerkundgebung. Diese verbinden die beiden Frauen mit einem Demonstrationszug gegen die tägliche Gewalt im britisch besetzten Teil Irlands. Daraus entwickelt sich die Initiative Peace People. Sie ist der Anfang des nur allmählich einsetzenden, quälend langen Friedensprozesses in Nordirland, der aber immer mehr Anhänger findet.

Inzwischen ist es auch im Norden der grünen Insel ruhig geworden, die IRA hat die Waffen niedergelegt, und seit 2002 wird den Nordiren eine weitgehende Selbstverwaltung zugestanden. Für Ihr Engagement wurden Mairead Corrigan und Betty Williams – sie feiert übermorgen (da ist Fronleichnam, und unser Newsletter erscheint nicht) ihren 65. Geburtstag – mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Selten gab es in dieser Sparte unumstrittenere Preisträger.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern





„Do you think that the Russians want war?“, fragte Dick Gaughan in seinem wohl bekanntesten Folksong – und gab auch gleich die Antwort: Nein, die Russen wollen keinen Krieg. Schon im letzten – nach dem Überfall der Deutschen – hatten sie über 20 Millionen Opfer zu beklagen. Das prägt.

Eigentlich einleuchtend, diese Argumentation, zumal verbunden mit dem Hinweis, dass ein erneuter Waffengang ein atomarer, die halbe Erde vernichtender werden würde. Deshalb sollte man, statt übereilt zu handeln, lieber einmal nachdenken. Und noch ein zweites und drittes und viertes Mal. Auf seiner Heimatinsel stießen die Worte des Barden auf taube Ohren. Dort herrschte in den Achtziger Jahren, als Think again erschien, die Eiserne Lady Margaret Thatcher, deren engster Verbündeter jenseits des Atlantiks regierte. Mit Ronald Reagan verband sie eine schlichte Weltsicht:

Briten und Amerikaner waren die Guten, die Russen die Bösen. So einfach war das. Heute sind die Russen nicht mehr ganz so böse, weil sie den Kommunismus abgeschafft haben – aber trauen kann man ihnen in den Augen nordatlantischer Hardliner immer noch nicht. Dick Gaughan sang unbeirrt weiter. Er wurde sogar nach Ostberlin eingeladen und trat dort so überzeugend auf, dass anschließend das volkseigene Amiga-Label eine Platte von ihm veröffentlichte.

Printed in GDR, und das mitten im kalten Krieg! Dabei war Gaughan durchaus kritisch eingestellt gegenüber dem ostdeutschen Staatssozialismus sowjetischen Modells. Sozialist ist er geblieben, aber ein unabhängiger, und mittlerweile auch Schottlands wohl bekanntester Folksänger. Immer noch tourt er durch die Konzertsäle. Am Wochenende feierte der 1948 in der Hafenstadt Leith bei Edinburgh aufgewachsene Gaughan seinen 60. Geburtstag.

Seines Russenthemas haben sich auch andere Interpreten angenommen: Billy Bragg veröffentlichte eine Version von Think again, und Sting landete mit Russians einen Welthit: Die Russen – schwer zu glauben für nordatlantische Hardliner – mögen auch Kinder.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern





Durch das in der Vulkaneifel gelegene Dörfchen Auel fließt der gleichnamige Bach. Über ihn führt eine Brücke, die wiederum von einer Heiligenstatue bewacht wird – was die Einheimischen in folgenden Reim gefasst haben: „Dr hillije Sankt Nepomuk hätt in Auel in de Baach jespuck.“

Etwas mehr Zurückhaltung und Pietät hätte dem frommen Mann gewiss gut getan, doch wurde er auch so zum Schutzpatron nicht nur des Eifelstegs, sonder aller Brücken in Mitteleuropa schlechthin. Die bekannteste Statue steht mitten auf der Karlsbrücke in Prag. Dabei stammt Jan Nepomucký nicht aus der böhmischen Hauptstadt, sondern aus dem 80 Kilometer entfernten Pilsen. Dort wurde er um das Jahr 1350 geboren. Doch spielt auch Prag eine Rolle in seinem Leben – oder besser gesagt bei seinem Tod:

Im Streit um ein Kloster gerieten Johannes von Nepomuk und der böhmische König Wenzel IV. sich so in die Haare, dass der weltliche Herrscher den Geistlichen für vogelfrei erklärte. Kurze Zeit darauf wurde Nepomuk von den Schergen des Königs verhaftet, gefoltert und anschließend in der Moldau ertränkt. Der Prager Bischof ließ ihn im Veitsdom bestatten, die Bevölkerung verehrte ihn als Heiligen, und der Vatikan gab – Jahrhunderte später zwar – seinen Segen dazu und erkannte ihn als christlichen Märtyrer an. Heute ist der Feiertag des heiligen Nepomuk.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

Post to Twitter Beitrag twittern






Small Talk-Themen - Blog

Täglich ein aktuelles Thema für Ihren Small Talk

Die häufigsten Suchbegriffe



Proudly powered by WordPress. Theme developed with WordPress Theme Generator.



Startseite | Tipps zum Small talk | Small talk-Themen | Newsletter-Anmeldung | Shop

Links aus unseren Newslettern | Über Ralf Höller | Blog | Buch-Rezensionen | Kontakt & Impressum | Presse
Diese Seite wurde vom McAfee SiteAdvisor auf Sicherheit überprüft Gelassenheits-Schaf
© 2005-2010, web suxxess factory   
Impressum