Archiv für Juni, 2008

Was würden Sie antworten?

Montag, 16. Juni 2008

Der Einbürgerungstest war schon einmal Gegenstand dieses Newsletters (siehe unsere Ausgabe „Nennen Sie drei Elemente der sozialen Sicherung!“ vom 21. März 2006). Damals hatte ich Ihnen Fragen des Landes Hessen vorgestellt, die jeder dort lebende Ausländer absolvieren muss, will er Deutscher werden.

Manche Fragen hatten es in sich. Natürlich rief dies zahlreiche Kritiker auf den Plan: Wie sollen Ausländer Aufgaben bewältigen, an denen selbst die Mehrheit der Deutschen scheitert?
Jetzt hat der Bundesinnenminister einen neuen Einbürgerungstest mit leichteren Fragen vorgelegt. Eine Kostprobe gefällig?

„In Deutschland sind Jugendliche ab 14 Jahre strafmündig. Was heißt das? Wenn Jugendliche gegen das Gesetz verstoßen …

  • a) bekommen die Eltern dieselbe Strafe,

  • b) werden sie bestraft,
  • c) bekommen sie keine Strafe,
  • d) werden sie wie Erwachsene bestraft.“

Klar, die Möglichkeiten a) und c) fallen schon aus Gründen der Logik aus. Das ist die gute Nachricht für Testkandidaten. Die schlechte: Für die beiden restlichen, realistischeren Optionen gibt es leider keinen 50:50-Joker.

Eine andere Aufgabe: „Was wollte Willy Brandt mit seinem Kniefall 1970 im ehemaligen jüdischen Ghetto in Warschau ausdrücken?

  • a) Er hat sich den ehemaligen Alliierten unterworfen,

  • b) Er bat Polen und die polnischen Juden um Vergebung,
  • c) Er zeigte seine Demut vor dem Warschauer Pakt,
  • d) Er sprach ein Gebet am Grab des unbekannten Soldaten.“

Hier würde selbst der Publikumsjoker kaum helfen: Ich kenne nicht wenige Deutsche, die eine Antwort c) für richtig halten.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Eine Feier, die gut ohne ihren Helden auskommt

Freitag, 13. Juni 2008

Vielleicht hätten sie Fidel Castro für einen Tag aus seinem Pflegeheim entlassen, der Subcomandante Marcos wäre zur Feier incognito aus Mexiko angereist, und Boliviens linker Präsident Evo Morales hätte sicher ebenso persönlich gratuliert wie sein Freund und Amtskollege Hugo Chavez aus Venezuela. Doch auch so wird es ein großer Tag für Lateinamerika – nur kann ihn der, dem die Feiern gelten, nicht mehr erleben.

Morgen wäre Ernesto Guevara de la Serna, besser bekannt unter seinem Spitznamen Che (siehe auch unseren Newsletter „Der Revolutionär, der im Kitsch endete“ vom 10. Oktober 2007), 80 Jahre alt geworden. Sein früher Tod – am 9. Oktober 1967 fiel der Revolutionär und Guerillakämpfer bei einem Gefecht in Bolivien – kam nicht wenigen zupass:

Die auf Bewahrung ihres Einflusses in Lateinamerika bedachten Vereinigten Staaten besaßen plötzlich ein Feindbild weniger, rechtsgerichtete Regierungen des amerikanischen Doppelkontinents mussten nicht länger einen Export der kubanische Revolution in ihr Land fürchten, und auch Kubas sozialistischer Staatschef Fidel Castro war einen unbequemen Kritiker aus den eigenen Reihen losgeworden.

Nicht zu leugnen ist, dass sich Guevaras pittoresker Lockenkopf gut auf allen möglichen linken Fahnen, T-Shirts und Emblemen macht. Morgen werden sie in großer Zahl wieder geschwenkt, getragen und werblich angeboten werden – letzteres auch von nichtsozialistischen Verkäufern. Fahnen, T-Shirts und Embleme haben den Vorteil, dass sie stumm sind.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Wer wohl mit dem Wolf tanzt?

Donnerstag, 12. Juni 2008

Der Wolf, um den es in der heutigen Ausgabe geht, ist weder ein überfahrenes noch ziellos umherstreunendes Exemplar. Er ist sehr lebendig, weiß genau, was er will, und hat auch einen Vornamen:

Andreas Wolf kickt beim unlängst abgestiegenen Bundesligisten 1. FC Nürnberg und möchte Nationalspieler werden. Bundestrainer Joachim Löw ist auf die Leistungen des blonden Abwehrrecken noch nicht aufmerksam geworden, wohl aber Guus Hiddink. Der Holländer trainiert die russische Auswahl, die nur wegen gravierender Mängel in der Verteidigung ihr erstes EM-Spiel gegen das keineswegs bessere Spanien versägt hat. Da Andreas Wolf in Leninabad geboren wurde, könnte er theoretisch für die sbornaja auflaufen. Doch gehörte Wolfs Geburtsort nur bis zum Jahr 1991 zur Sowjetunion: Dann wurde Tadschikistan, auf dessen Gebiet die Stadt liegt, ein unabhängiger Staat.

Heute heißt Leninabad längst wieder, wie es in vorsowjetischer Zeit einmal hieß: Chudschand. Allerdings ist Wolf, der heute übrigens Geburtstag hat, Jahrgang 1982. Mit ein bisschen Trickserei könnte man das mit der russischen Staatsbürgerschaft hinkriegen. In Tadschikistan, wo längst nicht so gut Fußball gespielt wird wie in Russland, ist ein anderer Zeitvertreib Nationalsport Nummer eins: Buzkashi. Bei diesem Reiterspiel muss eine tote Ziege über die Auslinie der gegnerischen Mannschaft geschleift werden.

Klingt brutal, ist es aber nicht. Fußball wird auch mit totem Tier gespielt. Andreas Wolf könnte nach etwas zusätzlichem Training mit beider Gerät Russland im Fußball und Tadschikistan im Buzkashi vertreten. Kleiner Tipp: Auf der Internet-Seite http://www.geo.de/GEO/… wird der wilde Pferde- und Ziegensport anschaulich erklärt.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Das Tier des Jahres 2003, für alle zugänglich

Mittwoch, 11. Juni 2008

An das Tier des Jahres 2007 können Sie sich bestimmt noch gut erinnern: Es ist der Elch, der in unserem Newsletter eine beinahe schon mystische Rolle einnimmt. Nicht ganz so populär wie der unbeholfene Großhufer ist in unserer Leserschaft das Tier des Jahres 2003.

Doch auch der Wolf hat Anhänger. Einer von ihnen ist Jörg Lorenzen aus Kiel – mehr über ihn erfahren Sie in unserer Ausgabe „Weihnachtsmänner gibt es auch außerhalb Berlins“ vom 14. Dezember 2006 – der mir bereits mehrfach über ein Exemplar in seiner Heimat berichtete.

187 Jahre, nachdem das letzte frei lebende Exemplar unweit von Neumünster erschossen wurde, war nämlich erstmals wieder ein Wolf in Schleswig-Holstein aufgetaucht. Auf der B 76, in der Nähe von Süsel im Kreis Ostholstein, lief das offenbar ziellos umherstreunende Tier unter ein Auto und wurde dabei getötet. Jetzt hat der Wolf eine neue Heimat gefunden – als präparierter Kadaver hinter Glas.

Das hindert die Holsteiner aber nicht daran, ihn zu besichtigen. Ausgestellt ist er in voller Lebensgröße – 130 Zentimeter lang bei einer Schulterhöhe von 70 Zentimetern – im Eingang zum Bauamt des Kreishauses in Eutin. Wenn Sie sich den Wolf auch mal anschauen wollen, gehen Sie auf folgenden Weblink der Kieler Nachrichten: www.kn-online.de/artikel…

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Nicht nur Salami und Paprika

Dienstag, 10. Juni 2008

Ungarn war einmal berühmt für seine Fußballer. Doch die sind bei der EM nicht dabei. Immer noch berühmt ist Ungarn für Salami und Paprika, seine Thermalbäder und die Puszta. Ungarn hat aber auch bedeutende Erfinder hervorgebracht: Oszkár Asbóth baute den ersten Hubschrauber, Donat Banki erfand den Vergaser und László Bíró das Automatikgetriebe – letzteres bereits anno 1932.

Pech nur für Bíró, dass General Motors das gute Stück in den Giftschrank sperrte und weiterhin herkömmliche Gangschaltungen verkaufte. Den Tüftler feuerte solch schnödes Gebaren nur zusätzlich an. Er ersann ein Gerät, dessen Schrift nicht verblich und auch nicht wie Tinte herumschmierte. Für seinen Kugelschreiber besorgte er sich 1938 in Ungarn ein Patent, das er in seiner Heimat nicht nutzen wollte:

Zu groß schien dem mit einer Jüdin Verheirateten die Gefahr, dass sein ohnehin schon von einem Faschisten regiertes Land bald den deutschen Nationalsozialisten anheim fallen würde – nachdem diese bereits Österreich annektiert hatten. Über Frankreich wanderte Bíró ins sichere Argentinien aus. Er verbesserte seine Erfindung und meldete sie heute vor 65 Jahren erneut als Patent an.

Von Buenos Aires aus trat der Kugelschreiber seinen Siegeszug um die Welt an. Argentinien feiert Bírós Geburtstag, den 29. September, als Tag der Erfinder, und Bíró zu Ehren heißt das von ihm entwickelte Gerät im Englischen und Italienischen biro, auf Französisch biron und in Argentinien birome.

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Ein zweites Wunder von Córdoba?

Montag, 9. Juni 2008

Tja, jetzt ist es mit meiner Wette (Newsletter „Warum Österreich zweimal hintereinander siegen sollte“ vom letzten Freitag) also schon vorbei. Ich werde keine tausend Euro gewinnen, ebenso wenig wie das österreichische Team nach der Vorrunde das Turnier noch fortsetzen wird. Es sei denn, der Außenseiter wiederholt den Triumph von Córdoba bei der WM 1978 in Argentinien und schlägt die Deutschen.

Damals hatte den Österreichern der unerwartete 3:2-Erfolg nichts mehr genutzt; allerdings verpasste die DFB-Elf durch die Schlappe das Spiel um den dritten Platz. Helmut Schön war zwar anschließend seinen Trainerjob los, in der Heimat hielt sich der neuerliche Frust nach ohnehin enttäuschendem Turnierverlauf in Grenzen.

Ganz anders in unserem Nachbarland: Dort feierte man enthusiastisch den ersten Sieg über den übermächtigen Rivalen seit 47 Jahren. Am 21. Juni jährt sich der Triumph zum 30. Mal, am 16. Juni treffen beide Mannschaften im letzten Spiel ihrer Vorrundengruppe in Wien aufeinander. Österreich wird dann nur ein Sieg helfen, und alle rot-weiß-roten Fans werden den Fußballgott um eine Wiederholung des Wunders von Córdoba anbeten. Ob das hilft? Seit jenem legendären 3:2 vor drei Jahrzehnten ist dem ÖFB-Team nur noch ein Sieg über Deutschland gelungen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Warum Österreich zweimal hintereinander siegen sollte

Freitag, 6. Juni 2008

Morgen beginnt die Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz und in Österreich. Die deutsche Elf gehört zu den Favoriten, ebenso Spanien, Italien und Frankreich. Normalerweise traut man auch den Gastgebern zu, in einem solchen Turnier weit zu kommen. Doch dieses Mal ist alles anders.

Die Schweizer liegen auf Position 44 der FIFA-Weltrangliste. Noch schlechter werden die Österreicher eingeschätzt, obwohl sie sich gerade von Platz 102 auf 92 hochgearbeitet haben. Selbstverständlich sind sie damit der größte Außenseiter aller 16 Teams, die in den nächsten drei Wochen um den Titel kämpfen. Die Lage ist also, wie ein altes Wiener Sprichwort sagt, hoffnungslos – aber nicht ernst.

Gerade hierin liegt die Chance für unser kleines Nachbarland: Da das Team vom nächsten Gegner Kroatien nicht wirklich ernst genommen wird, kann es für eine Überraschung sorgen. Sollte tatsächlich, mit der Unterstützung eines begeisterungsfähigen Wiener Publikums, der Auftaktsieg gelingen, wäre ein Erfolg gegen Polen im zweiten Sieg kein Ding der Unmöglichkeit – und Österreich bereits im Viertelfinale.

Ganz unter uns: Ich traue der von Josef Hickersberger trainierten Elf dieses Husarenstück zu und habe entsprechend gewettet: Gewinnen Österreich und Deutschland ihre ersten beiden Spiele – jeweils gegen Kroatien und Polen – erhalte ich für meine eingesetzten 30 Euro ungefähr 1000. Keine schlechte Quote, oder? Am Donnerstag, nachdem alle Teams dieser Gruppe zweimal gespielt haben, wissen wir mehr.

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Markt oder Staat?

Donnerstag, 5. Juni 2008

Heute feiern zwei große Ökonomen besondere Jubiläen: Dieser 5. Juni ist Adam Smiths 285. und John Maynard Keynes’ 125. Geburtstag. Dabei waren die beiden Volkswirtschaftler grundverschieden.

Adam Smiths Theorie beruht auf der Selbstheilungskraft der Wirtschaft: Ihr sollte der Staat möglichst freie Hand lassen, damit sie sich zum Vorteil entwickelt. Dafür sorgt der Mensch, dessen Hauptinteresse die Verbesserung der eigenen Lebenssituation ist.

John Maynard Keynes stellte Smiths wirtschaftsliberale Theorie grundsätzlich infrage. Gerade weil der Markt – zumal in Zeiten der Rezession – nicht genug für alle abwirft, muss der Staat aushelfen, etwa durch Investitionsprogramme. Dafür darf er sich sogar verschulden. Wenn er beim nächsten Aufschwung wieder Überschüsse erwirtschaftet, muss er damit allerdings das Defizit abtragen.

Während Smith dem Staat grundsätzlich misstraute – „Nichts lernen die Regierungen schneller voneinander, als wie man den Leuten das Geld aus der Tasche zieht“, lautet einer seiner berühmt gewordenen Aussprüche – schrieb Keynes der Wirtschaft als größten Fehler „ihr Versagen, Vorkehrungen für Vollbeschäftigung zu treffen“ zu.

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Das zweitgrößte Spektakel in Basel

Mittwoch, 4. Juni 2008

Dieses Jahr tritt ein großes Spektakel, das die Stadt Basel und die gesamte Schweiz zuverlässig in die Feuilleton-Schlagzeilen rückt – etwas in den Hintergrund. Schuld daran ist die am Samstag beginnende Fußball-Europameisterschaft, die am Samstag beginnt ausgerechnet in Basel. So müssen die über 50 000 Kunstsammler, Kunsthändler und Kunstinteressierten, die auch dieses Jahr in die eidgenössische Rheinmetropole pilgern, ihre Geschäfte etwas früher abschließen.

Zeit haben sie bis Sonntag, dann endet die heute beginnende Art Basel. Vielleicht verirrt sich der ein oder andere Fußballfan dorthin, um die Wartezeit bis zum Anpfiff des Eröffnungsspiels zu überbrücken. Und vielleicht kriegt er ja was zu lachen, ähnlich wie die Besucher einer Vernissage in Münster. In der Stadt des Westfälischen Friedens wurde einmal die Ausstellung eines abstrakten Malers eröffnet. Gäste und Honoratioren waren versammelt, nur der Künstler fehlte noch. Nach längerer Wartezeit bat der Hausherr den eingeladenen Referenten, seine Eröffnungsrede zu halten, da der Künstler im Stau steckte. Der Experte begann.

Alles spitzte die Ohren, denn er war zweifellos vom Fach. Gerade erklärte er detailliert eines der Bilder, begeisterte sich vor allem für das Blau, das bewusst an den oberen Rand gesetzt sei – ein klarer Bezug zu „himmlischen Sphären“ – als Bewegung ins Publikum kam.

Ein junger Mann eilte nach vorn, sich für die Verspätung entschuldigend. Es war der Künstler. Als nächstes ging er wortlos zu seinem Bild, nahm es vom Nagel, drehte es um 180 Grad und hängte es wieder auf. Hört sich unser Fußballfan nach dem Spiel die Kommentare und Diskussionen der Experten an, hat er vermutlich bald ein Déjà vu-Erlebnis.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Ein Jahrzehnt attac

Dienstag, 3. Juni 2008

„Die Globalisierung“, schreibt der Wirtschaftswissenschaftler Joachim Rau in seinem hervorragenden Buch Märkte, Mächte, Monopole (Verlag Conzett bei Oesch), „gab es schon, als der Begriff noch nicht erfunden war. Sie begann im 15. und 16. Jahrhundert mit der Entdeckung Amerikas und dem Vordringen der Portugiesen und Spanier in entlegene Erdteile.“

So weit, so unbestritten. Was Rau vermutlich nicht goutieren würde, ist die heutige Zuspitzung des markt- und gewinnorientierten Treibens. Ein Beispiel gefällig? Für die Herstellung einer Jeans werden rund 64 000 Kilometer zurückgelegt. Die Baumwolle wird in Indien oder Kasachstan geerntet und anschließend in die Türkei versandt. Dort wird sie zu Garn gesponnen. Nächste Station ist Taiwan, wo sie mit Indigo – aus Deutschland! – gefärbt wird. Danach werden daraus in Polen Stoffe gewebt. Innenfutter und Schildchen mit Waschhinweisen kommen aus Frankreich, Knöpfe und Nieten aus Italien. Alle Zutaten werden auf die Philippinen geflogen und dort zusammengenäht. In Griechenland wird die Jeans mit Bimsstein bearbeitet, um dann in Deutschland, Österreich oder der Schweiz verkauft zu werden.

Gegen solche Auswüchse der Globalisierung – verbunden mit immer größerem Lohndumping auch in den Industriestaaten der Alten Welt – protestieren die Kritiker von attac. Heute vor zehn Jahren (siehe auch unseren Newsletter Der Erfinder der Tobin-Steuer vom 5. März) wurde die Organisation in Paris gegründet.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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