Archiv für 2009

Es gibt keinen Weg zum Frieden

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Der 1948 gestorbene Mahatma Gandhi gehört aus deutscher Sicht zu den zehn Persönlichkeiten der Weltgeschichte, welche die Welt am stärksten positiv verändert haben. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid (siehe unseren Newsletter vom 2. März 2006 „Wer hat in der Weltgeschichte am positivsten gewirkt?“). Heute vor 90 Jahren rief Gandhi seine indischen Landsleute zum Widerstand gegen die britischen Kolonialherren auf. Einzig gangbarer Weg für den erklärten Pazifisten war statt einer gewaltsamen Revolution der zivile Ungehorsam.

„Ich glaube, dass Gewaltlosigkeit der Gewalt himmelhoch überlegen ist“, lautete Gandhis Überzeugung, und „dass vergeben männlicher ist als vergelten.“ So suchte Indiens wohl größter Politiker des 20. Jahrhunderts den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen, was ihm für die Dauer des Widerstands gegen die Briten im Großen und Ganzen auch gelang. Nachdem jedoch die Besatzer abgezogen waren, konnte er den Ausbruch des Bürgerkriegs in seiner Heimat und die Teilung in zwei Staaten – das überwiegend hinduistische Indien und das moslemische Pakistan – nicht verhindern.

Besonders bittere Ironie der Geschichte: Nur ein Jahr nach der Unabhängigkeit wurde Gandhi von einem fanatischen Hindu erschossen. Bis heute ist Gandhis Geburtstag, der 2. Oktober, indischer Nationalfeiertag. „Es gibt keinen Weg zum Frieden“, hatte Gandhi einmal gesagt, „der Frieden ist der Weg.“ In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein friedliches und harmonisches Weihnachtsfest. Der Newsletter macht ein paar Tage Pause; wir melden uns wieder am ersten Montag im neuen Jahr.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Der Preiskampf in der Pharmaindustrie

Dienstag, 22. Dezember 2009

Der Vorschlag zum heutigen Beitrag stammt von einem Leser aus Österreich. Ich selber wäre nicht auf die Idee gekommen, weil mir das Thema für einen Small Talk zu heikel erscheint – und dennoch: Krankheiten und Medikamente betreffen, wie jener Leser treffend bemerkte, fast jede(n) von uns. Und deshalb nähern wir uns heute den Generika an.

Das sind gegenüber dem Original wirkstoffgleiche Medikamente, deren Patent geknackt wurde und die auf dem Markt für einen Bruchteil des Preises angeboten werden. Solche Rabatte sind möglich, da der Generika-Hersteller kein Geld in die teure Forschung stecken muss und in lohngünstigen Billigländern produzieren lässt. Dies ist aber nur die eine Seite der Medaille. Zur anderen ein Beispiel: Vor acht Jahren kostete ein wirksames Medikament zur Linderung der Auswirkungen von AIDS (siehe auch unseren Newsletter vom 1. Dezember 2008 „Ein trauriges Jubiläum“) einen Patienten im westlichen Afrika rund 1500 Dollar – eine Summe, die er unmöglich aufbringen konnte. Der indische Generika-Hersteller Cipla brachte dann einen Medikamentenmix auf den Markt, der zunächst für 365, später für 300 Dollar im Jahr zu haben war.

Der Aufschrei der etablierten Hersteller blieb nicht aus: Es handele sich um Preis-Dumping, und das Risiko der Nebenwirkungen des Heilmittels sei nicht abzusehen. Letzteres war für die Patienten ohnehin zweitrangig; und im Nachhinein erwies sich das Cipla-Remedium als nicht risikoreicher als vergleichbare Therapien zum fünffachen Preis. Interessant war aber die weitere Reaktion der Pharmariesen: Jeder große Produzent von AIDS-Mitteln brachte bald ein Medikament heraus, das in Entwicklungsländern für ein Dollar am Tag zu haben war.

Dies zeigt den Spielraum, der in der Pharmaindustrie nach unten möglich ist. Natürlich gibt es auch hier eine Grenze: Inzwischen erweist sich die Preispolitik für manchen Generika-Hersteller als kontraproduktiv, da die Gewinnmargen zu schmal sind. Das wiederum freut die Etablierten: Gehen die Billigheimer ein, kann man peu à peu zu den alten Preisen zurückkehren.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Die längste Nacht des Jahres

Montag, 21. Dezember 2009

Der heutige 21. Dezember ist der Tag der Wintersonnenwende und somit der kürzeste des Jahres. Jedenfalls in Deutschland. Was die Länge der Nacht betrifft, gilt es regionale Unterschiede zu beachten: Die mit 16 Stunden und 51 Minuten längste Nacht hat Flensburg zu ertragen. Die Stadt nahe der dänischen Grenze ist Deutschlands nördlichste. Erheblich kürzer ist die Nacht auf den 22. Dezember in Bayern, vor allem in Garmisch-Partenkirchen: Ganz im Süden des Freistaats müssen die Bewohner nur 15 Stunden und 34 Minuten lang auf das Tageslicht warten.

Ab morgen werden die Tage dann wieder länger und die Nächte kürzer – bis am 21. März, dem Beginn des Frühjahres, Tag und Nacht exakt gleich lang sind. Mit der Wintersonnenwende bricht kalendarisch der Winter an, obwohl unsere Wetterfrösche den Anbruch der kältesten Jahreszeit auf den Beginn des Monats Dezember gelegt haben. Anders ausgedrückt: Der 1. Dezember ist meteorologischer Winteranfang. Kälte und Dunkelheit gemeinsam lassen sich nur schwer ertragen. Trösten Sie sich mit dem Gedanken, dass es von heute an – zumindest was die Länge der Tage betrifft – wieder aufwärts geht.

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Alles andere als eine Idylle

Freitag, 18. Dezember 2009

„Was wir an Weihnachten feiern“, sagt der frühere Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart und heutige Kurienkardinal im Vatikan, Walter Kasper, „ist alles andere als eine Idylle. Die Krippe, die wir längst in unsere warmen Stuben geholt haben, stand bekanntlich im Stall. Niemand war da, der der schwangeren Frau und dem jungen Mann aus Nazareth in Galiläa menschenwürdige Bleibe zu geben bereit war. Kaum war das Kind zur Welt gekommen, musste die junge Familie fliehen, weil Herodes, der machtbesessene Herrscher, dem Kind Jesus nach dem Leben trachtete. Flüchtlinge waren sie, politisch Verfolgte, Asylsuchende.“ Nicht nur katholische Würdenträger, auch weltliche Organisationen denken so.

Heute ist der Internationale Tag der Migranten, den die UNO erstmals im Jahr 2000 aufgerufen hat. Sie weist auf diesem Weg nachdrücklich auf die von der Vollversammlung bereits 1990 verabschiedete Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migranten und ihrer Familienangehörigen hin, die in den meisten Ländern der Erde leider nur auf dem Papier besteht. Was bisweilen weniger schlimm ist als die Hybris der EU-Staaten: Die versuchen mit allen Mitteln zu verhindern, dass Flüchtlinge in die Mitgliedsländer kommen, um dort ihre verbrieften Minderheitenrechte wahrzunehmen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Die Zauberformel

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Es gibt tatsächlich Wahlen, die alle Beteiligten so zufrieden hinterlassen, dass man ihre Ergebnisse zementiert. So geschehen vor 50 Jahren in der Schweiz. Nach dem Urnengang setzte sich die siebenköpfige Regierung, Bundesrat genannt, wie folgt zusammen: je zwei Stimmen für Freisinnige, Christliche Volkspartei und Sozialdemokraten sowie eine für die SVP, die ultrakonservative Schweizer Volkspartei. Diese so genannte Zauberformel erfuhr in einem halben Jahrhundert nur eine Änderung: 2003 mussten die Christlichen einen Sitz an die SVP abgeben, da diese bei den Wahlen, die nach wie vor stattfanden, sehr viel besser abgeschnitten hatte.

Inzwischen hat die SVP wieder nur noch einen Sitz, da die Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ausgetreten und zur Bürgerlich-Demokratischen Partei Graubünden gewechselt ist. Die Bundesräte haben in der Schweiz eine ähnliche Funktion wie bei uns die Minister. Sie sind angehalten, alle Entscheidungen möglichst im Konsens zu treffen. Die wirklich wichtigen Fragen werden in Volksabstimmungen geregelt; so auch kürzlich jene, ob weitere Minarette gebaut werden dürfen. Das Ergebnis wurde im nördlichen Nachbarland von Politikern aller Couleur als peinlich empfunden. Dankbar wies man darauf hin, dass in der deutschen Verfassung Volksabstimmungen auf Bundesebene nicht vorgesehen sind.

Fragen der Religion bleiben im Smalltalk besser außen vor, über die Optik wird man sich aber noch streiten dürfen: Eine Kulisse, in der sich Minarett- mit Bergspitzen mischen, assoziiert der Betrachter eher mit Albanien als mit der Schweiz. Deren Bundesrat wäre, wenn ihm die letztinstanzliche Entscheidung oblegen hätte, vermutlich auf folgenden Konsens verfallen: Minarette ausschließlich im Flachland.

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Kein Märchen von Grimm

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Heute vor 150 Jahren starb Wilhelm Grimm in Berlin. Berühmt wurde er zusammen mit seinem älteren Bruder Jakob durch die Sammlung von „Kinder- und Hausmärchen“. Das Märchen, das ich Ihnen heute erzähle, ist nicht aus diesem Werk. Für Grimms Geschichten würde der Platz nicht reichen, für die folgende wohl:

Ein Verantwortlicher für Kunden, ein Verantwortlicher für Marketing und der Chef einer Firma sind auf dem Weg zu einer Besprechung. In einem Park finden sie eine Wunderlampe. Sie reiben sie, und plötzlich erscheint ein Geist. Der Geist sagt: „Normalerweise hat man drei Wünsche frei. Also kann jeder von euch einen Wunsch haben.“ Der Verantwortliche für Kunden: „Ich zuerst! Ich zuerst!“ – und er äußert seinen Wunsch: „Ich möchte auf den Bahamas sein, auf einem sehr schnellen Schiff, ohne Sorgen.“ Es macht „pffffffft“, und er ist weg. „Jetzt ich!!!“, schreit der Verantwortliche für Marketing: „Ich möchte in der Karibik sein, mit den hübschesten Mädchen der Welt, und einer unerschöpflichen Quelle von exotischen Cocktails.“ „Pffffffft“, weg ist er. „Und Sie?“ sagt der Geist zu dem Chef. Die trockene Antwort: „Ich möchte, dass die beiden Idioten nach dem Mittagessen zurück im Büro sind.“

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Geschichten, wie wir sie hier gern erzählt hätten

Dienstag, 15. Dezember 2009

Ulrich Hesse-Lichtenberger ist der Redaktion dieses Newsletters trotz seines sperrigen Namens bislang nicht aufgefallen. Doch jetzt hat er ein Buch herausgebracht, um das ihn alle Sportjournalisten beneiden. Wie Österreich Weltmeister wurde heißt es und beinhaltet, wie der Untertitel verrät, 111 unglaubliche Fußballgeschichten, die jedoch alle wahr sind.

Dabei ist die Titelstory noch die schwächste von allen: Würde beim Fußball wie etwa beim Boxen der Herausforderer- statt der Turniermodus angewandt, wäre, wie der Autor aufrechnet, nicht nur Österreich Weltmeister geworden. Sondern auch die Schweiz. Und Venezuela. Das sind Spielereien, wenn auch amüsant erzählte. Nein, was das Buch wirklich zu einer kleinen Schatzkiste macht, das sind Geschichten über Pechvögel wie den Argentinier Martin Palermo, der in einem Länderspiel (ohne Elfmeterschießen!) drei Strafstöße vergeigte. Oder über Spieler, die plötzlich versuchen, absichtlich Eigentore zu schießen, sodass beide Tore auf einmal verteidigt werden – und das in Qualifikationsspielen zu offiziellen Turnieren! Oder über das Supertalent Ron Kalderon, der 17-jährig zu Ajax Amsterdam wechselt, eine Riesenkarriere vor sich hat, irgendwann kriminell wird und in Südamerika verschwindet.

Nicht weniger spannend berichtet der Autor über große Aufholjagden (Kaiserslautern mache aus einem 1:4 gegen Bayern München mal ein 7:4), ermittelt Europas erfolglosestes Erstligateam (nein, es ist nicht Tasmania Berlin) oder erzählt von einem Verein, der Stadion und Umfeld streng nach Feng-Shui-Vorgaben umgestaltet hat. Informationswert und Amüsierfaktor spielen in Hesse-Lichtenbergers Buch um die Meisterschaft, und seinen Namen werden wir uns wohl oder übel merken müssen.

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Norwegen auf Umwegen

Montag, 14. Dezember 2009

„Das war der 33. Transport und der 168. Mann, den ich in den letzten Monaten hierher gebracht habe.“ ‚Hierher’, das ist Schweden, ein im Zweiten Weltkrieg neutrales Land, und ‚ich’ bezeichnet den Fluchthelfer, der zwei Österreichern half, aus dem von Deutschen besetzten Norwegen zu entkommen. Johann Laab und Raimund Huber waren in ihrer Heimat politisch verfolgt. Im Land der Fjorde fanden sie Unterschlupf und gingen einer komplett legalen Tätigkeit nach – bis ihr Exilland am 9. April 1940 der nationalsozialistischen Aggression zum Opfer fiel.

Besatzungsalltag in Norwegen: Die geheime Staatspolizei, die Gestapo, schnüffelt überall herum, um politische Gegner aufzuspüren, in ihre Folterkeller zu sperren und die Überlebenden ab dem Frühjahr 1941 ins neu errichtete Konzentrationslager Grini zu verfrachten. Die einheimische Bevölkerung spielt nicht mit: In keinem anderen von den Deutschen besetzten Land war der Widerstand gegen die nationalsozialistische Politik so groß wie in Norwegen. Und das, obwohl Hitler das Land wegen seiner durch und durch arischen Bewohner zunächst mit allerlei Vergünstigungen zu vereinnahmen suchte.

Laab schrieb über seine Flucht vor der Gestapo ein Tagebuch, das jetzt der Journalist und Historiker Georg Tidl herausgegeben hat (Von der Gestapo gehetzt. Auf der Flucht durch Norwegens Fjorde). Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen. Wer sich über den Alltag im Nationalsozialismus informieren und sich dem Thema von einer ungewöhnlichen, bislang wenig beleuchteten Seite nähern will, macht einen guten Griff – und wird mit einer hoch spannenden Lektüre belohnt.

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Ein gespanntes Verhältnis

Freitag, 11. Dezember 2009

Heute ist der Internationale Tag der Berge, der alljährlich von der UNO begangen wird. Von Bergen und Bergsteigern war in diesem Newsletter schon öfter die Rede, etwa in den Beiträgen „Der Berg ruft“, „Bravourös am Berg, erfolglos in der Ebene“ oder „Der höchste Berg Europas“. Auch lüfteten wir in der Ausgabe vom 12. September 2006 das Geheimnis, warum Reinhold Messner Bergseen meidet.

Heute möchte ich einen weiteren Aspekt der Bergwelt beleuchten: Das Geld, das mit der romantischen Kulisse, mit denjenigen, die sie bezwingen und mit dem Publikum, welches die Taten der Klettermaxe gebannt bestaunt, gemacht wird. Stehen aktuell die Achttausender des Himalaya im Fokus, so waren dies zwei Jahrhunderte zuvor die halb so hohen Riesen Europas. Geld verdiente man damals bereits mit Museen für Naturgeschichte.

Dem 1816 im französischen Chamonix eröffneten Haus stattete der englische Dichter Percy Bysshe Shelley einen Besuch ab, um nach einem Gespräch mit dem Direktor festzustellen, dieser sei „der nichtswürdigste Vertreter jener nichtswürdigen Art von Betrügern, die zusammen mit dem ganzen Heer von Hotelbetreibern und Bergführern von der Schwäche und Leichtgläubigkeit der Reisenden leben wie Blutegel von den Kranken.“ Der Tourismus und die Berge: ein Verhältnis, das sich bis heute so richtig nicht entspannt hat.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Die Hölle, empfunden von Thomas Mann

Donnerstag, 10. Dezember 2009

„Der Ruhm zu Lebzeiten ist eine fragwürdige Sache“, meinte Thomas Mann, „man tut gut, sich nicht davon blenden, sich kaum davon erregen zu lassen.“ Heute vor 80 Jahren allerdings musste der Schriftsteller seine Zurückhaltung aufgeben, als er den Literatur-Nobelpreis bekam. Wie gut, dass sich seine Begeisterung auch angesichts der Tatsache in Grenzen hielt, dass ihm die Auszeichnung für ein Werk verliehen wurde, welches er 1901 geschrieben hatte: Die Buddenbrooks.

Noch bescheidener als Thomas Mann 1929 trat ein Jahr später Sinclair Lewis vor dem Weltöffentlichkeit auf: Der erste amerikanische Literatur-Nobelpreisträger versicherte in seiner Dankesrede, nicht er habe die Ehrung verdient, sondern sein Landsmann Thomas Wolfe. Anschließend las Sinclair dem Stockholmer Komitee und den versammelten Ehrengästen aus dem Roman Schau heimwärts, Engel des Kollegen vor (siehe auch unseren Newsletter vom 21. Dezember 2006 „Der Winter ist eine Aufgabe“).

Doch zurück zu Thomas Mann. Der entschloss sich, mit dem Schreiben weiterzumachen – wohl weil er nicht anders konnte. „Arbeit ist schwer“, bekannte er freimütig, „ist oft genug ein freudloses und mühseliges Stochern; aber nicht arbeiten – das ist die Hölle.“

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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