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Flug ohne Wiederkehr

31. Juli 2009

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Diese Zeilen stammen aus Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz. Es ist Kinder- und Erwachsenenbuch in einem und verwebt eine wahre Geschichte mit einer erfundenen.

Im Jahr 1935 stürzte Saint-Exupéry, in seinem Hauptberuf Pilot, mit seiner Maschine über der Sahara ab. Fünf Tage verbrachte er zwischen bangen und Hoffen, dann kam die Rettung. Im Buch erscheint dem einsamen Piloten Abend für Abend ein kleiner Prinz. Die Traumgestalt erzählt ihm von seiner Heimat, einem winzigen Asteroiden, und von seiner Reise von Planet zu Planet. Die Geschichte geht wie die meisten modernen Märchen gut aus; dem Piloten gelingt es schließlich, sein Flugzeug wieder flottzumachen.

Das wirkliche Leben des Autors verlief weniger romantisch. Heute vor 65 Jahren verschwand die Maschine Saint-Exupérys, der im Zweiten Weltkrieg Militärdienst für sein Heimatland Frankreich leistete, während eines Aufklärungsflugs über dem Mittelmeer. Weder Saint-Exupérys Leiche noch das Wrack seines Flugzeugs wurden je gefunden. Der kleine Prinz entwickelte sich zu einem Langzeitbestseller: Bislang wurden seit Erscheinen des Titels im Jahr 1943 mehr als 80 Millionen Exemplare verkauft.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Treue Leser dieses Newsletters wissen, dass es in der Geschichte der tschechischen Hauptstadt drei Fensterstürze gab (siehe dazu unsere Ausgabe vom 24. Oktober 2006 „Was wissen Sie über unsere Nachbarn?“). Das erste dieser seltsamen Ereignisse fand heute vor 590 Jahren statt.

Damals begehrten die Anhänger des Reformators Jan Hus – er war 1415 auf dem Konzil zu Konstanz verbrannt worden – gegen die katholische Kirche und deren Schutzherrn, den böhmischen König Wenzel, auf. „Ein wahrer Christ ist arm“, kritisierte der hussitische Prediger Jan Zelivsky und stachelte seine Anhänger zum Sturm auf das neustädtische Prager Rathaus an, um von den Stadträten die Freilassung inhaftierter Glaubensgenossen zu erpressen. Die Aktion artete aus, sieben Ratsherren wurde aus den oberen Stockwerken gestoßen und landeten auf dem Pflaster oder in den Spießen der unten wartenden Menge. Daraus entwickelte sich eine Revolte, denn an Ort und Stelle wurden sogleich neue Ratsherren gewählt und auch sofort eingesetzt.

Der erste Prager Fenstersturz verzeichnete noch ein weiteres Opfer: Als König Wenzel vor versammelter Beratermannschaft von dem Aufruhr erfuhr und jemand aus der Runde einwarf, aufgrund seiner rücksichtslosen Politik gegenüber den Hussiten hätte er mit einer solchen Reaktion rechnen müssen, stürzte sich der Monarch mit gezücktem Dolch auf den vorlauten Beamten. Zwar konnten die Umstehenden das Schlimmste gerade noch verhindern, doch erlitt der Rasende, während er von kräftigen Händen gehalten wurde, einen Schlaganfall, der ihn halbseitig gelähmt zurückließ. Zwei Wochen später erlitt Wenzel eine weitere Attacke. Sie raffte Böhmens obersten Tobsüchtigen endgültig dahin.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Von den Färöern war, anders als von anderen Kleinstaaten, in diesem Newsletter noch nie die Rede. Dabei kennt die Inselgruppe im Nordatlantik jedes Kind – sofern es in unserem südöstlichen Nachbarland lebt und sich für Fußball interessiert. Der Grund ist das erste Qualifikationsspiel zu einem großen Turnier, das die Kicker der Färöer im September 1990 bestritten.

Dieses gewannen sie gleich mit 1:0 gegen den haushohen Favoriten Österreich, der davon ein Trauma zurückbehielt. Es ist bis heute der größte Erfolg färingischer Mannschaftssportler geblieben. Die begehen an diesem 29. Juli gemeinsam mit allen Landsleuten den Nationalfeiertag. Er ist ihrem Volkshelden Olav gewidmet, der tatsächlich gelebt hat, als norwegischer König im 11. Jahrhundert, und nach seinem Tod 1030 heiliggesprochen wurde.

Fußball wird am Olavstag nicht gespielt, zumindest nicht im Ligabetrieb oder auf Länderebene, doch ist der 29. Juli auf den Färöern christlicher Feiertag, Karneval und Volksfest in einem. Auch das Parlament wird an diesem Tag feierlich eröffnet und das Volk in einer Rede des Präsidenten darauf vorbereitet, was es im kommenden Jahr erwartet.

Ein Thema wird die Wirtschaftskrise sein, welche die Insulaner erfasst hat, wenn auch nicht in gleichem Maße wie den großen Bruder Island. Immerhin winkt den sportbegeisterten Färöern ein Trost: Am 5. September trifft ihre Fußballelf im Rahmen der WM-Qualifikation wieder auf Österreich.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Wenn eine Frau in einem Modemagazin blättert, entdeckt sie meist sündhaft teure Kleider, die sie sich nicht leisten kann. Ganz anders in den Zeitschriften, die Aenne Burda herausgab: Sie warteten mit Schnittmustern und Arbeitsanleitungen auf, die es den Leserinnen ermöglichten, die begehrten Stücke eigenhändig zu nähen.

Mode zum Selbermachen avancierte zum Verkaufsschlager der frühen 1950er Jahre, und der Zeitschriftentitel Burda Moden erreichte bald sechsstellige Auflagenzahlen. 1965 wurde sogar die Millionengrenze überschritten. Mochten die Schnitte in den wilden Siebzigern und punkigen Achtzigern etwas altbacken wirken, erlebte Burda Moden durch den Wegfall des Eisernen Vorhangs ein ungeahntes Comeback: Eine neue, nicht sehr zahlungskräftige, dafür aber modebewusste Klientel aus der Mitte und dem Osten Europas war begierig, qualitativ hochwertige Kleidung preiswert zu erwerben - und brachte das notwendige handwerkliche Geschick zur Eigenfabrikation mit.

Auch in Deutschland erlebten die Stoffabteilungen der Kaufhäuser eine Renaissance: Statt billige, oft minderwertige und unter ausbeuterischen Bedingungen in Asien hergestellte Massenware zu kaufen, setzten Kundinnen auf ihre Do-it-yourself-Künste und die bewährte Qualität eines Burda-Schnittmusters. Als ihr größtes Erlebnis bezeichnete die heute vor 100 Jahren geborene Aenne Burda einen Empfang bei KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow und dessen Frau Raissa. Zuvor war Burda Moden in russischer Übersetzung als erstes ausländisches Magazin überhaupt in der Sowjetunion erschienen.

Aenne Burda starb 2005. Zu diesem Zeitpunkt erschien ihre Modezeitschrift bereits in 89 Ländern.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Vor zwei Jahrzehnten, als es die DDR noch gab, kursierte dort folgender Witz: Eine Brücke ist neu eingeweiht worden. Zur Feier des Tages soll der erste Autofahrer, der über sie fährt, mit einem Geldgeschenk von 1000 Mark belohnt werden. Nach kurzer Zeit halten die dafür abgestellten Volkspolizisten einen Trabant an. Sie eröffnen dem Fahrer die freudige Nachricht. Anschließend fragen sie ihn, was er mit dem unerwarteten Gewinn machen wolle. „Meinen Führerschein!“, kommt die spontane Antwort. „Glauben Sie dem Mann kein Wort, Genosse Volkspolizist“, mischt sich die Beifahrerin ein, „der ist total betrunken!“ Auf der Hinterbank meldet sich die Großmutter zu Wort: „Und den Wagen hat er vor einer halben Stunde geklaut!“ Plötzlich öffnet sich der Kofferraumdeckel, der Opa klettert hinaus und fragt: „Leute, sind wir schon im Westen?“

Da sind also gleich vier Menschen kräftig ins Fettnäpfchen getreten. Der Ausdruck aus der Umgangssprache bedeutet – so ist es im Band 11 des Duden Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten zu lesen – jemandes Unwillen zu erregen, es sich mit jemandem zu verderben. Die Wendung nimmt darauf Bezug, dass früher in Bauernhäusern für die Eintretenden ein Topf mit Lederfett stand, damit sie gleich ihre nassen Stiefel einreiben konnten. Wer nun versehentlich in den Topf mit dem Fett trat und den Schmutz im Raum verteilte, verärgerte die Hausfrau.

Heute lauern Fettnäpfchen in ganz anderer Form. Geblieben aber ist der Grundsatz: Würdigt eine Person die für sie bereit gestellten Dinge – bewusst oder unbewusst – nicht entsprechend, hat sie bald ein Problem. Wenn Ihnen also 500 Euro geschenkt werden, beantworten Sie keine zusätzlichen Fragen. Stecken Sie das Geld ein, sagen artig „Danke“ – und gehen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Stellen Sie sich einmal vor, die Bundesliga hat begonnen, und es spielt der 1. FC Köln gegen den FC Köln. In der ersten tschechischen Liga ist so etwas möglich. Dort spielen ab dieser Saison – sie wird morgen eröffnet – zwei Vereine unter dem Namen Bohemians Prag. Das kam so: Der Traditionsverein Bohemians, Meister des Jahres 1983, verlor vor einigen Jahren seine Lizenz und damit auch seinen Platz in der Liga. Als Bohemians 1905 Prag spielte die Mannschaft zunächst im Amateurbereich weiter. Die Lizenz, der Platz in der Zweiten Liga (Bohemians war inzwischen abgestiegen) und der Vereinsname wurden vom damaligen Drittligisten FC Střížkov Praha 9 erworben.

Střížkov spielte recht ordentlich im Unterhaus des tschechischen Profifußballs. 2007 glückte sogar der Aufstieg in die Erste Liga. Auch die traditionellen Bohemians 1905 kickten munter weiter - so erfolgreich, dass Sie nicht nur den Aufstieg in die Zweite Liga, sondern letzte Saison sogar die Beförderung in die höchste Spielklasse schafften. Nun kommt es am 3. Oktober zum ersten Duell der beiden Bohemians – sofern Verband und Justiz mitspielen: Ersterer verbot die Namensdoppelung und hielt dem Traditionsclub zu, dessen Wappen seit einer Australientournee ein Känguruh ziert.

Eine weiteres Aushängeschild der Bohemians 1905 ist ihr Präsident: Antonín Panenka verwandelte bei der Europameisterschaft 1976, als die Tschechoslowakei das Finale gegen Deutschland gewann, den entscheidenden Elfmeter – mit einem ultralässigen Schlenzer exakt in die Mitte des Tores. Davon träumt Sepp Maier, damals Schlussmann, heute noch.

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Harry Potter entwachsen

23. Juli 2009

„Man hat einfach nicht genug Zeit, um nichts zu tun“: Aus diesen Worten des Schauspielers Daniel Radcliffe dürfen seine Fans schließen, dass ihm eine große Karriere bevorsteht und sie ihn in weiteren Rollen als nur der des Hauptdarstellers in Harry-Potter-Filmen bewundern dürfen. Den Anfang machte Radcliffe in New York: Dort trat er in einer Broadway-Inszenierung von Peter Schaffers Drama Equus auf – gleich in der Hauptrolle, noch dazu in einer Weise, die ihm die Kritik mit Wertschätzung und das Publikum mit Applaus honorierte.

Einen Dämpfer erhielt der Nicht-mehr-nur-Jungstar erst nach der Premiere: Als er die gemeinsam mit dem Schauspielerensemble feiern wollte, wurde ihm das Bier verweigert: Alkohol gibt es in den Vereinigten Staaten erst für Leute ab 21. Darauf muss Radcliffe heute, an seinem zwanzigsten Geburtstag, ein weiteres Jahr warten. Bereits geschafft hat er den Sprung ins Erwachsenenfach und auch in die künstlerische Seriosität. So kann er es sich leisten, ohne Imageverlust noch einmal als Harry Potter aufzutreten.

Die vorletzte Verfilmung der sieben Erfolgsromane von Joanne K. Rowling ist gerade angelaufen, die abschließende für nächstes Jahr geplant. Danach wird Daniel Radcliffe endgültig mit Harry Potter abgeschlossen haben – und nur noch Daniel Radcliffe sein.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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„Wenn du im Wald läufst, musst du ständig das Tempo und den Laufrhythmus ändern, um zum Beispiel Wurzeln auszuweichen, und das verlangt eine ständige Wachsamkeit, wie im Wettkampf“: So lautete das Erfolgsgeheimnis des Langstreckenläufers Lasse Virén, der bei den Olympischen Spielen 1972 und 1976 jeweils Gold über 5.000 und 10.000 Meter gewann.

Virén, der heute 60 Jahre alt wird, ist Finne, sein Land blickt in seiner Disziplin auf eine lange Tradition zurück, und die Wälder der Heimat sind als Quell für Ruhe und Kraft bekannt. Doch reicht das aus, um zweimal hintereinander Doppelolympiasieger zu werden? Im Rückblick fällt auf, dass Virén zwischen den Coups in München und Montreal nur wenige Wettkämpfe bestritt. Auch seine Erfolgsbilanz in diesen vier Jahren ist mager: Lediglich eine Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Rom 1974 steht zu Buche.

Schon früh keimte bei Experten der Verdacht auf, Virén habe mit einer wenig appetitlichen Methode nachgeholfen: der Blutauffrischung. Dabei trainiert der Athlet wochen- oder sogar monatelang an einem Ort, der mindestens 2.000 Meter über dem Meeresspiegel liegt, und zapft sich regelmäßig Blut ab. Das ist durch die Anstrengung in großer Höhe vermehrt mit roten Blutkörperchen angereicht. Wenn man die Flüssigkeit aufbewahrt und sie sich vor Wettkämpfen injiziert - das muss nicht einmal unmittelbar davor geschehen - stärkt man Kraft und Ausdauer gehörig. Das tat Virén vermutlich, doch wies er solcherlei Vorwürfe hartnäckig zurück.

Er hätte es auch zugeben können, denn die Methode war damals, im Gegensatz zu heute, nicht illegal und somit rechtlich gesehen kein Doping. Eine andere Frage ist die der Moral und der ungerechten Vorteilsbeschaffung gegenüber den Konkurrenten. Das Blutauffrischen wurde später durch das Doping mit Epo ersetzt, welches beispielsweise dem Radprofi und siebenmaligen Tour de France-Gewinner Lance Armstrong nachgewiesen wurde – allerdings nur für das Jahr 1999, als diese Praxis offiziell noch nicht verboten war. Heute gibt es modernere, noch schlechter nachweisbare Methoden des Dopings. Es darf getrost angenommen werden, dass Armstrong und Konsorten vor diesen nicht zurückschrecken.

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… gibt es noch nicht. Doch haben Wissenschaftler der amerikanischen Real Age-Bewegung vor einiger Zeit die Lebensgewohnheiten sehr alt gewordener Menschen ausgewertet. Einem Bericht des Magazins Simplify your life zufolge kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass wir unser Leben statistisch um bis zu 35 Jahre verlängern können: Wer einmal pro Woche Fisch isst, bekommt die notwendige Portion Kalzium, um 2,7 Jahre älter zu werden. Ballaststoffreiche Kost bringt 3,5 Jahre; ehrenamtliches soziales Engagement noch einmal so viel.

Jahrelang mehr als drei Tassen Kaffee am Tag verursachen Inkontinenz - statistisch stehen 12 Lebensjahre auf dem Spiel! Wer seine Atemorgane von Erkältungen verschont, kann weitere vier Jahre verbuchen. Autofahrer, die leise und entspannende Musik im Wagen hören, gewinnen 3,5 Jahre. Ein wahres Lebenselixier sind langfristige positive Beziehungen und Freundschaften: 6,5 Extrajahre sind drin! Wenn das alles zutreffen würde, denken Sie jetzt vielleicht, würde ich ja 120 Jahre alt werden!

Tatsächlich hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland seit 1871/1880 mehr als verdoppelt: bei den Männern von 35,6 auf 75,9 Jahre in 2002/2004, bei den Frauen im gleichen Zeitraum von 38,5 auf 81,6 Jahre. Dies entspricht einem Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung von fast vier Monaten pro Jahr.

Die Anzahl der über Hundertjährigen ist seit 1960 ebenfalls rapide gestiegen. Gab es damals in Westdeutschland noch weniger als zwei Personen dieser Altersgruppe pro einer Million Einwohner, waren es 1980 bereits mehr als zwölf und 2000 sogar über 82 Personen - Tendenz weiter stark steigend.

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„Das Schicksal hat es so gefügt, dass die Männer, die zum Mond flogen, um ihn in Frieden zu erkunden, dort in Frieden ruhen werden. Diese tapferen Männer, Neil Armstrong und Edwin Aldrin, wissen, dass für sie keine Hoffnung auf Rückkehr besteht. Doch sie wissen auch, dass ihr Opfer der Menschheit Hoffnung gibt“. Mit diesen Worten hätte die Traueransprache des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon begonnen, wenn den Astronauten der Apollo 11-Mission auf dem Mond etwas zugestoßen wäre.

Für alle Eventualitäten war der Redenschreiber des Weißen Hauses, William Safire, von Nixon beauftragt worden, eine Trauerrede zu entwerfen. Sie enthält einige bemerkenswerte Passagen und endet in dem Satz: „Jeder Mensch, der in den folgenden Nächten zum Mond hinaufschaut, weiß, dass in einer anderen Welt ein menschlicher Ort existiert.„ Das Beste an dieser Rede ist jedoch, dass sie nie gehalten werden musste.

Nachdem heute vor 40 Jahren Armstrong und Aldrin mit ihrer Fähre Eagle wohlbehalten auf dem Erdtrabanten aufsetzten – der dritte Astronaut Michael Collins wartete im Raumschiff Columbia – gingen daher andere Worte um die Welt. Sie stammten von Armstrong, der sechseinhalb Stunden nach der Landung, am 21. Juli 1969 um 3 Uhr 56 mitteleuropäischer Zeit, als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.“

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