Archiv für Januar, 2010

Nichts für Schönwettersportler

Freitag, 15. Januar 2010

Heute beginnt die Rückrunde der Fußball-Bundesliga, viel früher als in den Jahren zuvor, als die Winterpause bis Ende Januar dauerte. Und ausgerechnet jetzt wird Westeuropa von einer der längsten Kälteperioden seit Jahrzehnten heimgesucht. Doch darf’s nicht einmal bei ausgewiesenen Schönwettersportlern an den Temperaturen scheitern, zumal jedes deutsche Erstligastadion über eine Rasenheizung verfügt.

„It’s a winter sport“, sagt man im Mutterland des Fußballs; in England ist der Sommer einer anderen Mannschaftssportart vorbehalten, die ebenfalls auf dem grünen Rasen ausgetragen wird: dem Cricket. Das Wort ‚Winterpause’ scheint unter britischen Kickern und ihren hartgesottenen Fans ein Fremdwort; in allen Profiligen auf der Insel rollt sowohl am zweiten Weihnachtstag als auch an Neujahr der Ball – und die Stadien sind an diesen Tagen noch besser besucht als ohnehin.

Ganz so rigoros will die Deutsche Fußball-Liga ihren Spielplan nicht gestalten; ein wenig Regeneration in der Weihnachtszeit und in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres gönnt man den Spielern schon. Außerdem durften die Münchner Bayern, die heute abend Hoffenheim empfangen, ihr Trainingslager im warmen Süden verbringen. Ganz anders die Gäste: Sie sind die ganze Zeit daheim geblieben und haben bei Minustemperaturen trainiert. Die werden auch in der Fröttmaninger Arena herrschen, was Hoffenheim zum Vorteil gereichen könnte.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Herzlichen Glückwunsch, Nick Romeo!

Donnerstag, 14. Januar 2010

Wenn in diesem Newsletter ein unter 50-Jähriger wegen seiner Lebensleistung gewürdigt wird, kann das nichts Gutes bedeuten. Das musste am 25. August 2009 Philipp Mißfelder („Herzlichen Glückwunsch, Philipp Mißfelder!“)schmerzlich erfahren.

Heute ist jemand dran, der noch jünger ist – und eigentlich nichts für die bösen Zeilen kann, die über ihn geschrieben werden. Seine Eltern sind schuld. Die haben ihrem Sprössling den Vornamen Nick Romeo verpasst; da kann in der Kombination auch der schöne deutsche Nachname Reimann nicht rausreißen, im Gegenteil! Bekannt wurde Nick Romeo, dessen Wiegenfest sich heute zum zwölften Mal jährt, durch die Kinoserie Die wilden Kerle, und treue Leser dieses Newsletters erinnern sich (Ausgabe vom 3. März 2006 „Schalt’ dein Handy aus, Jimi Blue Ochsenknecht!“), dass er, was die Namensgebung betrifft, in schlechter Gesellschaft ist. Die Besetzungsliste weist weitere Ungetümer wie Sarah Kim Gries, Wilson Gonzalez Ochsenknecht oder gar Jimi Blue Ochsenknecht auf. Da konnte man als Darsteller derselben Serie sogar froh sein, wenn man mit Raban Bieling, Marlon Wessel oder Leon Wessel-Masannek davongekommen war.

Gottseidank haben die Filme genug Schmerzensgeld eingespielt, dass ein späterer Gang zum Meldeamt zwecks Vornamensänderung im Bereich des Erschwinglichen liegt.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Drei Jahrzehnte Grüne

Mittwoch, 13. Januar 2010

Heute vor 30 Jahren gründeten Umweltschützer und Friedensaktivisten die Partei der Grünen. Die Überlegung dahinter: Im Parlament könnten sie ihre Interessen besser vertreten. Es blieb beim Konjunktiv. Drei Jahrzehnte und ein wackliger Atomausstieg (unter einem grünen Umweltminister) sowie ein Bombenkrieg gegen Jugoslawien (unter einem grünen Außenminister) später fällt die Bilanz ernüchternd aus.

Vielleicht kommen an dieser Stelle Einwände, diese Kritik habe in einem Newsletter für Small Talk nichts zu suchen. Dem wäre zu erwidern, dass sich die Grünen in ihrer politischen Diktion dem Small Talk angenähert haben und nicht umgekehrt. Oder hat der Schreiber dieser Zeilen auf der Webseite der Bundestagsfraktion etwas falsch verstanden: „Die Regierung gibt wirklich keinen Anlass zu Optimismus für das beginnende neue Jahrzehnt. Optimistisch aber stimmt der grüne Start in die nächste Legislatur: Wir haben uns in den ersten Monaten erfolgreich als die kraftvollste, schnellste und ideenreichste der drei Oppositionsfraktionen in Stellung gebracht. Daran werden wir im nächsten Jahr anknüpfen.“? Um Einwänden, der Text sei aus dem Zusammenhang gerissen, vorzubeugen: Sie finden ihn unter www.gruene-bundestag.de.

Wenigstens die Redaktion dieses Newsletters freut es, dass die harten politischen Themen nicht nur in Wahlkampfzeiten weichgespült daherkommen. So kann sie sich mehr auf das aus ihrer Sicht Wesentliche konzentrieren und ihr Themenspektrum getrost auf das Gebiet der Politik ausweiten, die der Grünen eingeschlossen. Weniger erfreulich ist diese Beliebigkeit für Parteimitglieder der ersten Stunde. Einer von ihnen wird den heutigen Beitrag mit einem gewissen Schmunzeln lesen. Vor Jahren kehrte er zuerst der Partei den Rücken, dann wanderte er aus. Inzwischen züchtet er Lamas in Peru. Die Wolle verarbeitet und vertreibt er nach streng ökologischen Prinzipien, versteht sich.

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„Voorlopig geen Elfstedentocht“ …

Dienstag, 12. Januar 2010

… meldet der Koninklijke Nederlandsche Schaatsenrijders Bond (KNSB), die unter der Patenschaft der Königin stehende Vereinigung der Niederländischen Natureisläufer. Was es mit dem Elfstedentocht auf sich hat, wissen treue Leser dieses Newsletters; weniger treue müssen die Ausgabe vom 12. Januar 2009 „Die Frage, um die sich dieser Tage alles in Friesland dreht“ zu Rate ziehen. Vor genau einem Jahr stand unser Nachbarland vor derselben Frage wie heute: Findet der Elfstedentocht nun statt oder nicht?

Um die fast 200 Kilometer lange Strecke durch elf friesische Städte auf Schlittschuhen bewältigen zu können, bedarf es tief zugefrorener Kanäle. Zwar hat es in Friesland in letzter Zeit kräftig und andauernd gefroren, doch ist das Eis noch nicht dick genug, um alle Sicherheitsbedenken auszuräumen. „Warum das?“, werden Nichtfriesen vielleicht einwenden, es schneit doch zurzeit kräftig, sogar in den Niederlanden. Das ist zweifellos richtig, doch wirkt sich der Schnee negativ auf die Dicke der Eisdecke aus. Zum einen ist es relativ warm, wenn Schnee fällt; dann gefriert weniger Wasser als bei starkem Frost. Hinzu kommt die kristalline Struktur des Schnees: Bleibt er auf der Eisfläche liegen und scheint die Sonne darauf, wird deren Effekt verstärkt – und das Eis beginnt an der Oberfläche zu schmilzen.

Wünschen wir unseren Nachbarn also viel Frost und wenig Schnee! Es ist an der Zeit, dass endlich wieder einmal ein Elfstedentocht über die Bühne geht. Den letzten durften die eislaufverrückten Friesen vor dreizehn Jahren erleben.

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Reif für den Zauberberg?

Montag, 11. Januar 2010

Der Geburtstag, das haben Sie in unserem Newsletter vom 5. Januar erfahren „Das neue Jahr und die guten Vorsätze“, ist die zweite Chance nach Silvester, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen. Beispielsweise könnte zum Wiegenfest der Entschluss reifen, endlich einmal ein gutes Buch zu lesen, für dessen Lektüre man sich bislang zu unreif gefühlt hat: etwa den Zauberberg von Thomas Mann, der in einem Schweizer Sanatorium spielt, oder, falls der Schauplatz zu sehr an die eigenen Gebrechen erinnert, Lotte in Weimar, wo derselbe Schriftsteller Goethes Werther aufgreift und das Objekt aller Sehnsüchte, Werthers große Liebe Charlotte – die im wirklichen Leben natürlich Goethes große Liebe war – im Weimarer Hotel Elephant logieren lässt.

Beide Werke sind zu Beginn recht zähe Angelegenheiten, weswegen Sie versucht sein könnten, beim Werther lieber zum Original zu greifen und – trotz schlechter Erinnerungen an die Schule? – mit dem leidenden Protagonisten vielleicht auch ein Stück eigene Jugend Revue passieren zu lassen. In der Pennälerzeit desjenigen, der die Zeilen, die Sie gerade lesen, verbrochen hat, stand Hermann Hesse hoch im Kurs.

Hinsichtlich Geburtstagen hat Thomas Manns Nobelpreisträgerkollege geschrieben: „Von der Wiege bis zur Bahre sind es fünfzig Jahre, dann beginnt der Tod. Man vertrottelt, man verbauert, man verwahrlost, man versauert, und zum Teufel gehen die Haare. Auch die Zähne gehen flöten, und statt dass wir mit Entzücken junge Mädchen an uns drücken, lesen wir ein Buch von Goethen.“ Oder doch lieber eins von Thomas Mann?

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Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika

Freitag, 8. Januar 2010

Als Christoph Kolumbus (siehe auch unsere Newsletter vom 19. Mai 2006 „Vor 500 Jahren starb Christoph Kolumbus“ und 9. August 2007 „Eine böse Entdeckung“) einen westlichen Seeweg nach Indien vorschlug, mussten die Portugiesen herzlich lachen. Die Experten von Europas Seemacht Nummer eins wussten, dass die Passage nur um Afrika herum führen konnte, also von ihrer Heimat aus zunächst in südlicher, dann in östlicher Richtung.

Begründet hatte die Tradition Heinrich der Seefahrer. Der viertgeborene Sohn von Portugals König Johann I. schätzte seine Aussichten auf eine Thronfolge realistisch ein. Ihm standen zwei Wege offen: zu warten, bis eine glückliche Fügung, vielleicht in Gestalt der Pest, sämtliche Brüder auf einmal dahinraffen würde, oder lieber gleich das Feld zu räumen. Heinrich zog in die Provinz, nach Sagres, ließ am südwestlichsten Kap Europas eine Sternwarte bauen und versammelte die besten Kapitäne des Landes um sich. Von dort rüstete er, der selber nie zur See fuhr, immer wieder Expeditionen aus. Die Schiffsführer navigierten nicht nur bei klarem Himmel, sondern mit Kompass plus Winkelmessgerät zur Breitenbestimmung und konnten sich auf die jeweils aktuellsten Seekarten verlassen. Bis zu Heinrichs Tod im Jahr 1460 erschlossen die Portugiesen Madeira, die Kanarischen und Kapverdischen Inseln und Afrika bis zur Küste von Guinea.

Heute vor 555 Jahren gab Papst Nikolaus V. in seiner Bulle Romanus Pontifex dem portugiesischen Unternehmen den allerhöchsten Segen. Die Vorlage nutze schließlich Vasco da Gama, als er 1498 erstmals auf einem Schiff von Lissabon kommend den indischen Hafen Calicut erreichte. Selbstverständlich umfuhr er dabei die Südspitze Afrikas.

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Weshalb Pisa bald nur noch Bildungspolitikern ein Begriff sein wird

Donnerstag, 7. Januar 2010

Heute vor 20 Jahren bekamen die Pisaner – ebenso wie die Touristen der berühmten Stadt in der Toskana – einen gehörigen Schrecken: Ihr Turm hatte sich noch stärker geneigt, als dies ohnehin der Fall ist. Um letzteren zu verhindern, sperrten die Ratsherren ihren Fremdenverkehrsmagneten für alle Besucher.

Rund eineinhalbtausend Kilometer weiter nördlich hätte ein solches Ereignis niemanden geschreckt, obwohl es auch dort einen schiefen Turm gibt. Der steht in Suurhusen, einem Dorf in unmittelbarer Nachbarschaft von Emden. Ostfriesen wird nachgesagt, dass sie stoischer sind als Italiener. Hier liegt vermutlich ein Grund, warum ihr Turm noch nicht Weltbekanntheit erreicht hat. Immerhin hat er es bereits ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft, als schiefster Turm der Welt. Zum Vergleich: Während das Bauwerk von Pisa eine Neigung von 4,43 Grad aufweist, verbeugt sich der Suurhuser Kirchturm stolze 5,07 Grad Richtung Erdoberfläche.

Wenn Sie mehr über das merkwürdige Gebäude erfahren wollen, besuchen Sie doch einmal die Webseite von Wilhelm Janssen: www.wilhelm-janssen.de. Und erzählen Sie im nächsten Smalltalk davon: Bei einem, dem aktuellen Wetter nur halbwegs entsprechenden Schneeballeffekt wird Pisa in ein paar Jahren nur noch im Zusammenhang mit Bildungspolitik erwähnt werden.

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Warum die Kölner heute traurig sind

Mittwoch, 6. Januar 2010

Als Feiertag ist der Dreikönigstag in Deutschland nördlich der Mainlinie fast überall abgeschafft. Ausnahme ist das Bundesland Sachsen-Anhalt. Im Süden halten Baden-Württemberg und Bayern ebenso wie das tief katholische Österreich weiterhin an der christlichen Tradition fest, die aus Köln stammt (siehe dazu unseren Newsletter vom 6. Januar 2006 „C + M + B“). Traurig für die Domstädter, dass sie heute an den Schreibtisch oder an die Werkbank müssen – und das bei eisigen Temperaturen, die sie selbst winters nicht gewohnt sind.

Immerhin winkt demnächst eine Entschädigung, die außerhalb des Rheinlands kaum ein Arbeitnehmer für sich beanspruchen darf: Am Rosenmontag wird überhaupt nicht gearbeitet, und auch an Weiberfastnacht läuft ab 11 Uhr in den meisten Büros und Betrieben nichts mehr. Bis dahin dauert es zwar noch ein Weilchen – der Sturm der jecken Weiber auf die Rathäuser findet dieses Jahr am 11. Februar statt, selbstverständlich um 11 Uhr 11 – doch haben allerorten die ersten Karnevalssitzungen bereits begonnen.

Verständlich, dass die Traurigkeit nicht lange anhält: Die 2010er Session ist kurz, da muss bis zum Aschermittwoch jeder Tag genutzt werden.

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Das neue Jahr und die guten Vorsätze

Dienstag, 5. Januar 2010

„Es gibt bereits alle guten Vorsätze“, stellte schon im 17. Jahrhundert Blaise Pascal fest, „wir brauchen sie nur noch anzuwenden.“ Vielleicht müssen auch Sie sich mit dem Spruch des der französische Mathematiker und Philosophen trösten, falls Sie schon Ihre Vorsätze für 2010 über Bord geworfen haben. Immerhin bleibt Ihnen ein Thema für Ihren nächsten Small Talk: Fragen Sie Ihr Gegenüber, was er oder sie sich für 2010 vorgenommen hat.

Eine Ermunterung können Sie Ihrem Gesprächspartner gleich mit auf den Weg geben: „Der Geburtstag ist“, so der Schriftsteller und Aphoristiker Gerhard Uhlenbruck, „die zweite Chance nach Silvester, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen.“ Sollte der seltene Fall eintreffen, dass auch das Wiegenfest 2010 bereits passé ist, bleibt nur die Erkenntnis des Managers Klaus Müller: „Vorsätze sind wie Aale: leicht zu fassen, aber schwer zu halten.“ Oder Sie halten es wie der frühere Fernseh-Quizmaster Robert Lembke. Der nahm sich jedes Jahr aufs Neue ganz fest vor, mit dem Rauchen weiterzumachen.

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Himmlischen und irdischen Göttern überlegen

Montag, 4. Januar 2010

Heute vor 50 Jahren starb der Schriftsteller und Philosoph Albert Camus. Begraben ist er im Provence-Städtchen Lourmarin. Das findet Nicolas Sarkozy ein wenig schofelig: Frankreichs Staatspräsident will den großen Geist dort aufbewahrt sehen, wo die meisten berühmten Franzosen ruhen: im Pantheon. Gegen eine Überführung der sterblichen Überreste in die Hauptstadt wiederum wehrt sich die Familie.

Im Moment sieht es so aus, als könne Camus dort bleiben, wo er ist: in der malerischen Landschaft des Luberon, auf einem Dorffriedhof, wo sein kleines Grab eines unter vielen ist. Auf den Wunsch des mächtigsten Mannes Frankreichs hätte der rebellische Camus vermutlich wenig gegeben. Die Helden in seinen Werken lehnen Autoritäten ab, so etwa der Protagonist in Der Fremde. Als der als Mörder verurteilte Meursault in seiner Todeszelle Besuch von einem Priester erhält, bricht er in einem grandiosen Monolog mit allen Gesetzen der Kirche – späterer Einzug in den Himmel ausgeschlossen.

Auch der Held des Mythos von Sisyphos hat längst mit jeder göttlichen Ordnung gebrochen; aus der antiken Tragödie schuf Camus ein modernes Gleichnis. Darin kommt der Held zu der Erkenntnis, wie sinnlos die Strafe ist: einen Felsen mühevoll einen Berg hinaufzurollen, welcher dann kurz vor dem Gipfel mit lautem Getöse wieder in die Tiefe rauscht und die Plackerei von vorn beginnen läst. Sisyphos’ Sternstunde ist der Weg bergab: Dort belastet ihn der Stein nicht, er kann nachdenken und im Stillen über die dummen Götter lachen, denen er sich überlegen fühlt. Am Ende hat sich die Fron des ewigen Steinenstemmens für ihn gelohnt.

In der Stille von Lourmarin wird Camus’ Geist weiter über den Göttern schweben, auch über den irdischen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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