Archiv für Juni, 2010

Immer an Ihr Gegenüber denken!

Mittwoch, 30. Juni 2010

Zum Small Talk gehören immer zwei. Selbstgespräche können Sie auch zu Hause führen. Auf privaten Partys oder bei gesellschaftlichen Anlässen müsen Sie sich bemühen, sich auf Ihren jeweiligen Gesprächspartner einzustellen. Ihr Ziel sollte sein, dass sich ihr Gegenüber wohlfühlt und die lockere Konversation mit Ihnen genießt. 4 Schritte helfen Ihnen bei Ihrem Vorhaben:

  • Denken Sie über Ihren Gesprächspartner genau so positiv wie über sich selbst. Und hören Sie ihm zu: Auch er hat gern Aufmerksamkeit, auch er möchte anderen etwas mitteilen!
  • Zeigen Sie – nicht zuletzt durch Ihre Körpersprache – Interesse und Anteilnahme an Ihrem Gegenüber. Das lockt Ihren Gesprächspartner aus der Reserve und fördert sein Mitteilungsbedürfnis.
  • Nutzen Sie die Magie der Namen. Der eigene Name ist das Wort, das jeder Gesprächsteilnehmer am liebsten hört. Merken Sie sich daher Namen gründlich. Fragen Sie ruhig nach, falls Sie zu Anfang eines Small Talks nicht richtig verstanden haben, wie Ihr Gegenüber heißt. Streuen Sie dessen Namen anschließend öfters ins Gespräch ein.
  • Nehmen Sie Ihr Gegenüber nicht exklusiv für sich in Anspruch! Kommt jemand neu hinzu, beziehen Sie diese Person aktiv ein, statt sie auszugrenzen. Sagen Sie ein paar einladende Worte wie „Wir sprechen gerade über …“ oder „Das wird Sie interessieren: …“
Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Ein Löschblatt namens Melitta

Dienstag, 29. Juni 2010

Wie kommen berühmte Produkte zu ihrem Namen? Manchmal ist das, was hinter der Marke steht, sehr banal. Wie im Fall der Hausfrau Bentz: Die ärgerte sich über den braunen Satz in ihrer Tasse und griff zum Löschblatt. Später meldete sie ihr Kaffeefilter-Patent an. Da sie das Ding irgendwie benennen musste, opferte Frau Bentz ihren Vornamen: Melitta.

Bald war der Porzellanfilter mit porösem Blatteinsatz aus deutschen Küchen nicht mehr wegzudenken. Auch der Siegeszug der Kaffeemaschine vermochte das filigrane Papier nicht wegzurationalisieren. Noch heute arbeiten über 3000 Beschäftigte in der Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG. Firmensitz ist Minden, wo die Gründerin heute vor 60 Jahren starb. Nach ihr ist die Melitta-Straße benannt, und in ihrem Geburtsort Dresden gibt es eine Melitta-Bentz-Straße.

Dennoch ist der Melitta-Filter auf dem Rückzug. Schuld ist der exklusive Kaffeegeschmack der Deutschen: In den letzten Jahren hat er dafür gesorgt, dass in Cafés und Restaurants fast nur noch italienische Espressomaschinen im Einsatz sind. Die kommen ohne Kaffeefilter aus. Inzwischen hat man sie auch für den Hausgebrauch entdeckt. Bald wird der Markenname Melitta allenfalls Nostalgikern noch ein Begriff sein.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Ein blutiger Spaß

Montag, 28. Juni 2010

Puumala ist ein kleines Nest im Südosten Finnlands, an der Grenze zu Russland. Keine 3000 Menschen leben dort; in den Sommerferien, wenn die Urlauber kommen, geht es merklich lebhafter zu. Einmal war schon Ende Juni jede Menge los. Schuld war ein Rudel schwedischer Touristen, die sich als Russen verkleidet hatten und für negative Stimmung sorgen wollten. Das gelang ihnen auch: Die Störenfriede packten einfach ihre mitgebrachten Waffen aus und begannen damit, auf ihr eigenes Heimatland zu schießen.

Damals grenzte Russland an Schweden, und Finnland gab es noch nicht – zumindest nicht als Staat. Das durchaus beabsichtigte Resultat des perfiden Spiels, welches sich der schwedische König Gustaf III. ausgedacht hatte, war ein Krieg zwischen seinem Land und Russland. Er begann heute vor 222 Jahren und endete 0:0. Was für den Schwedenkönig allenfalls ein wenig Gesichtsverlust auf dem europäischen Parkett bedeutete, war für seine Soldaten ungleich tragischer: 21.000 Menschen ließen ihr Leben auf dem Schlachtfeld. Noch mehr litt die Zivilbevölkerung unter den Launen ihres Herrschers: Fast 30.000 starben in den nächsten beiden Jahren.

Wieder ein Jahr später änderte Gustaf seine Meinung und hatte die Russen plötzlich wieder lieb. Er schloss sogar einen Freundschaftsvertrag mit ihnen. Für seine flatterhafte Politik musste der Monarch am Ende mit dem Leben bezahlen. Gustaf fiel einer Verschwörung des schwedischen Adels zum Opfer. Bei einem Maskenball in der Stockholmer Oper in der Nacht vom 16. auf den 17. März 1792 wurde er erstochen.

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Die Schande von Gijón

Freitag, 25. Juni 2010

Wenn es bei der Fußball-WM zu den letzten Gruppenspielen kommt, wird oft taktisch vorgegangen. Um vorherige Absprachen und das Orientieren an den Ergebnissen der Konkurrenz zu verhindern, müssen die finalen Spiele einer Vorrundengruppe daher gleichzeitig stattfinden. Ein abschreckendes Beispiel hatten bei der WM in Spanien Deutschland und Österreich geliefert. Nachdem zuvor der Konkurrent Algerien gespielt hatte, trafen die beiden Nachbarn am 25. Juni 1982 im nordspanischen Gijón aufeinander. Nach exakt 11 Spielminuten einigten sich beide Vertreter darauf, alle Kampfhandlungen einzustellen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Horst Hrubesch per Knie ein Tor erzielt, das beiden Teams ein Weiterkommen sicherte. Leidtragender des Nichtangriffspakts war Algerien. Eine Tageszeitung aus dem Land der Geschädigten, El Moudjahid, kommentierte damals: „Niemals ist der Fußball so pervertiert worden wie von den beiden angeblich großen Mannschaften. Niemals hat es auf einer Weltmeisterschaft einen nachhaltigeren Skandal gegeben.“ Die in Gijón ansässige Zeitung El Comercio ließ ihren Kommentar zum Spiel als Polizeibericht erscheinen: „26 deutschsprachige Bürger aus der Bundesrepublik und Österreich haben Betrug von 12 Millionen Pesetas an 40.000 Zuschauern begangen.

Verdächtigt des Betruges sind Jupp Derwall (Beruf: Trainer) und Georg Schmidt (ebenfalls Beruf: Trainer) sowie Schumacher, Stielike, Kaltz, Förster, Briegel, Dremmler, Breitner, Magath, Littbarski, Hrubesch, Rummenigge, Matthäus, Fischer; Koncilia, Obermayer, Krauss, Pezzey, Degeorgi, Prohaska, Hattenberger, Hintermaier, Weber, Schachner und Krankl.“ Die Begegnung ging als Schande von Gijón in die Fußballgeschichte ein.

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Weder in Kassel noch in Kirchhundem

Donnerstag, 24. Juni 2010

„Meine Maxime ist: Die Karriere steht den Talenten offen, ohne Rücksicht auf Herkunft oder Vermögen.“ Das sagte Napoléon Bonaparte, Kaiser der Franzosen, als seine Macht noch nicht so weit fortgeschrittener war. Im Herbst seiner Karriere dachte er anders. Da hatte er bereits große Teile Europas erobert und zur Sicherung seiner Macht viele kleine Königreiche und Fürstentümer geschaffen. Die wurden nicht von Fähigen, sondern von Hörigen regiert. Solche Leute findet man am leichtesten in der eigenen Verwandschaft.

Ein Beispiel war das Königreich Westphalen mit der Hauptstadt Kassel: In dem aus dem Herzogtum Braunschweig, Kurhessen und den ehemals Hannoverschen Besitztümern zusammengeklaubten Konstrukt mit dem hochtrabenden Namen herrschte ab 1807 Jerôme Bonaparte, der jüngste Bruder des Kaisers. Nach der Leipziger Völkerschlacht 6 Jahre später war der Spuk vorbei und Jerôme wieder in der alten Heimat. In Westfalen war statt gehobener Kultur und französischem savoir-vivre wieder provinzielle Bodenständigkeit angesagt, und beim Betreten eines Restaurants musste der Melkschemel nicht mehr abgeschnallt werden. Jerôme Bonaparte wurde von den westfälischen Dickschädeln keine Träne nachgeweint.

Heute vor 150 Jahren starb der Ex-König in Paris. Ein Denkmal haben sie ihm weder im kurhessischen Kassel noch im sauerländischen Kirchhundem errichtet.

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Bevor Sie in den Small Talk einsteigen

Mittwoch, 23. Juni 2010

Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch. Sagt man in Schweden. Vielleicht sind sie im Hohen Norden, wo Alkohol sehr teuer ist, deshalb so einsilbig. Wer locker und amüsant konversieren will, sollte jedoch auch ohne vorherigen Alkoholgenuss bereit sein, sich auf ein Gespräch einzulassen. Dabei müssen Sie sich weder Mut antrinken noch besonders witzig oder originell sein. Ein erfolgreicher Small Talk bedarf in erster Linie dieser Voraussetzungen:

  1. Sich öffnen: Seien Sie bereit, etwas über sich preiszugeben. Gehen Sie offen auf Ihr Gegenüber zu – denn Sie haben ja nichts zu verbergen!

  2. Sich zurücknehmen: Ein Gespräch ist keine Einwegkommunikation, sondern ein Dialog. Achten Sie darauf, dass nicht nur Sie reden: Die Sprech-Anteile sollten schon in etwa gleich bemessen sein.
  3. Zuhören können: Da Sie im Dialog agieren und reagieren, sollten Sie genau zuhören, was Ihr Gegenüber sagt. So ergeben sich Möglichkeiten, einzuhaken, nachzufragen oder Themen zu vertiefen.
  4. Etwas zu sagen haben: Die Betonung liegt auf „etwas“. Sie müssen keinen hochgeistigen Diskurs führen. Einen gewissen Grundstock an Themen sollten Sie jedoch vorrätig haben: Er verleiht Ihnen Sicherheit.Das echte Gespräch, wusste der französische Philosoph Albert Camus, bedeutet: aus dem Ich heraustreten und an die Tür des Du klopfen.
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Teutonische Fußball-Philosophen

Dienstag, 22. Juni 2010

Auch in Frankreichs östlichem Nachbarland spielten die Philosophen Fußball, und das gar nicht mal so schlecht. Walter Jens, nebenbei noch Professor für klassische Philologie und Begründer des Tübinger Lehrstuhls für Rhetorik, war wie Albert Camus Torwart. Dem stets Zweifelnden genügte es nicht, ein großer Philosoph, erstklassiger Rhetoriker und zusätzlich ein brillanter politischer Analyst zu sein.

Jens wollte ebenfalls seine Tüchtigkeit in einer körperlichen Disziplin unter Beweis stellen, was ihm vortrefflich gelang. Doch dass er den Kasten des Eimsbütteler SV sauber hielt – der Hamburger Vorortverein kickte damals in Deutschlands höchster Spielklasse – ist eine fast ebenso große Mär wie Jens’ Nichtmitgliedschaft in der Hitlerjugend. Bei allem Respekt vor den Fangkünsten des Philosophen: Für einen Platz zwischen den Pfosten der ersten ESV-Mannschaft, die in den Dreißiger und Vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts häufiger norddeutscher Gaumeister war als der große Fastnamensvetter HSV, hatte es nie gereicht.

Mit seiner sportlichen Leistung imponieren konnte dagegen ein späterer Bonner Philosophie-Professor: Hans-Michael Baumgartner stürmte in jungen Jahren für den TSV 1860 München. In die höchste deutsche Spielklasse schaffte es selbst er nicht: Zu Baumgartners aktiver Zeit waren die Sechziger, wie heute auch, nur zweitklassig und kickten in der Regionalliga. Als die Mannschaft später aufstieg, hatte Baumgartner sich bereits komplett der Philosophie verschrieben.

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Französische Fußball-Philosophen

Montag, 21. Juni 2010

Zum Thema Sport hatte der Dramatiker Bertolt Brecht eine Meinung: „Ich halte die These, Körperkultur sei die Voraussetzung geistigen Schaffens, nicht für sehr glücklich. Es gibt, allen Turnlehrern zum Trotz, eine beachtliche Anzahl von Geistesprodukten, die von kränklichen Leuten hervorgebracht wurden.“ Umgekehrt muss geistiges Schaffen kein Hindernis für sportliche Begeisterung und Betätigung sein. Intelligenz und Fußball schließen sich nicht immer aus.

Tatsächlich benutzt manche Geistesgröße seinen Schädel nicht ausschließlich zum Denken. Jean-Paul Sartre etwa, der heute 105 Jahre alt geworden wäre, war ein ganz passabler Amateurfußballer. Zu viel mehr als der Erkenntnis, bei einem Fußballspiel verkompliziere sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft, reichte es bei dem Existentialisten auf dem Platz allerdings nicht. Ganz anders Sartres Existenzphilosophenkollege und Landsmann Albert Camus: Der war ein exzellenter Torhüter und hatte einen Stammplatz beim algerischen Spitzenklub Racing Universitaire inne.

Camus studierte in Algier, damals noch Hauptstadt der französischen Kolonie Algerien. Doch verließ er den Club, bevor dieser zweimal - in der Saison 1933/34 und 1934/35 - die Stadtmeisterschaft gewann; in Absenz einer ausgespielten Landesmeisterschaft die höchste gewinnbare nationale Trophäe für algerische Clubteams. Als Philosoph war für Camus in einer Zeit, als der Profifußball noch in den Kinderschuhen steckte, einfach mehr zu gewinnen.

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Ein Gruß aus Frankreich an alle Einwanderer

Freitag, 18. Juni 2010

Woher stammt die amerikanische Freiheitsstatue? Und wie alt ist sie? Jünger als sie vermutlich denken: Morgen vor 125 Jahren kam sie per Schiff im Hafen von New York an. Aus Frankreich. Ursprünglich hatten die Franzosen den Amerikanern das Monument zum 100. Geburtstag der Vereinigten Staaten schenken wollen. Das wäre bereits 1876 gewesen. Leider benötigte der mit der Arbeit beauftragte Bildhauer erheblich mehr Zeit als ursprünglich veranschlagt.

Insgesamt 21 Jahre lang werkelte der Elsässer Frédéric-Auguste Bartholdi an der – ohne Sockel gerechnet – 46 Meter hohen Dame mit der Fackel in der Hand. Dafür ist sie ihm besonders schön geraten; das mussten die Zuschauer, die vom Ufer aus dem letzten Teil des Schifftransports von der alten in die neue Welt beiwohnten, schon anerkennen. Unter der Präsidentschaft von Calvin Coolidge wurde die Freiheitsstatue 1924 in den Rang eines nationalen Monuments erhoben. Sie steht auf Bedloe’s Island und hat seitdem alle Einwanderer begrüßt, die per Schiff an der Insel vorbei in den New Yorker Hafen einfahren.

Inzwischen kommen die meisten Immigranten per Flugzeug, um im Land der ehemals ungeahnten Möglichkeiten eine neue Existenz aufzubauen. 1956 erfuhr die Freiheitsstatue eine letzte Aufwertung: Präsident Dwight Eisenhower verfügte, dass die Insel, die sie trägt, fortan Liberty Island genannt wurde, Freiheitsinsel.

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Eine heroische Niederlage auf dem Feld

Donnerstag, 17. Juni 2010

Deutschland spielt bei der WM erst morgen wieder, gegen Serbien. Zeit also, 40 Jahre zurückzublicken auf eine Fußballschlacht, die bis heute unvergessen blieb. Es ist Mittwoch, 16:08 Uhr: Das Halbfinalspiel im Aztekenstadion zu Mexiko-Stadt ist gerade 8 Minuten alt, und die deutsche Elf liegt durch ein Tor von Roberto Boninsegna bereits mit 0:1 zurück. Es folgt eine Aufholjagd, die bis zur 92. Minute ergebnislos bleibt – weil die Italiener das tun, was sie am besten können: verteidigen.

Da hilft nur, wenn ein deutscher Verteidiger etwas ausprobiert, was ihm sonst nie gelingt: Toreschießen. Ein solcher Versuch gelingt Karl-Heinz Schnellinger in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Bittere Ironie für die Italiener: Schnellinger verdient im Alltag seine panini als Legionär beim AC Mailand. Es gibt Verlängerung, für Deutschland die zweite innerhalb von drei Tagen, nach dem 3:2 über die Engländer in der extra time. In der vierten Minute der zusätzlichen Spielzeit dann die Szene des Spiels: Der bis dahin glänzende italienische Torwart Enrico Albertosi bringt seine Abwehrspieler unnötig in die Bredouille. Gerd Müller spritzt dazwischen und bekommt irgendwie den Fuß an den Ball. Es folgt ein Wettrennen zwischen Albertosi und seinem Verteidiger Fabrizio Poletti, die beide auf allen Vieren Richtung Torlinie krabbeln. Sieger ist der Ball, der aufreizend langsam seinen Weg zum 2:1 für die Deutschen fortsetzt.

Doch das ist nicht das Ende. Plötzlich zeigen die Italiener, was sie in der Offensive draufhaben. Der Lohn sind zwei Treffer durch Tarcisio Burgnich und Gigi Riva. Das Spiel ist 109 Minuten alt, aber noch nicht entschieden. Den Deutschen gelingt erneut der Ausgleich, wieder ist Müller der Torschütze, diesmal per Kopf. Doch nur eine Minute später schlagen die Italiener zurück: Gianni Rivera bleibt es vorbehalten, den 4:3-Schlusspunkt zu setzen. Danach habe die Deutschen keine Kraft mehr.

Die Fußballschlacht im Aztekenstadion wird zu einer bitteren, aber auch zur heroischsten Niederlage der Deutschen. Schön, dass sie im Gegensatz zu anderen verlorenen Schlachten des 20. Jahrhunderts auf dem Felddes Sports erfolgte.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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