Berühmte Marke, banaler Name

In unserer vorgestrigen Ausgabe (Ein Löschblatt namens Melitta) haben wir ein wenig Markenforschung betrieben. Offenbar hat es Ihnen das gut gefallen, sodass wir heute einigen weiteren Namen auf den Grund gehen möchten.

Bei einem Kindernahrungshersteller etwa war der Nomen omen: Alete ist Latein und bedeutet ‚wachset’ beziehungsweise ‚gedeihet’. Eine ähnliche Anleihe machte ein deutscher Konstrukteur: Gustav Horch nannte sein erstes Auto nach der lateinischen Übersetzung seines Nachnamens: Audi. Eine große Firma in Europas Norden blieb namentlich bei ihren dänischen Wurzeln. Lego empfahl ihren Kunden: „Leg godt“, auf Deutsch: „Spiele gut“.

Auch der Name der meistgebrauchten Wegwerfwindel hat mit Kundenfreundlichkeit zu tun: Im Englischen bedeutet ‚to pamper’ schlicht ‚verwöhnen’. Komplizierter wird’s bei einem Waschmittel: Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Persil heißen Perborat und Silikat. Nur ein Buchstabe musste aus dem englischen Sonnenlicht verändert werden, um das deutsche Spülmittel Sunlicht zu erhalten.

Spanisch kommt einem eine Limonade vor, die wiederum ohne Alkohol, sín alcoól, auskommt. Daraus wurde, leicht verkürzt, Sinalco. Wenig Phantasie steht hinter den Produkten Eduscho und Haribo: Pate für den Kaffee und die Gummibärchen standen jeweils die Firmengründer Eduard Schopf beziehungsweise Hans Riegel, letztere mit einem Zweibuchstabenzusatz für den Standort Bonn.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Ein Kommentar to “Berühmte Marke, banaler Name”

  1. Reinecke schreibt dazu:

    Solche Smal-Talk-Themen sind einleuchtend und auch leicht zu behalten, prima, vielen Dank!
    Das ist auch etwas, bei dem man leicht ins Gespräch kommt, da wir alle das ein oder andere Produkt selbst benutzen bzw. schon davon gehört haben.

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