Blut, Schweiß, Tränen. Und Arbeit.

Winston Churchill, heute vor 135 Jahren geboren, war vor allem wegen seiner Zunge gefürchtet. Seinen Rivalen von der Labour Party, Clement Attlee, bezeichnete er einmal als „Schaf im Schafspelz“. Kein Wunder, dass Attlee, der Churchill im Amt des britischen Premierministers beerbte, auch dessen Nachfolger wurde – nachdem Labour die nächste Wahl deutlich gegen Churchills Konservative verlor.

Klar, dass ein so eloquenter Mann auch gute Reden vortragen kann. Seine wohl berühmteste hielt Churchill am 13. Mai 1940, als er seine Landsleute auf den Krieg gegen Nazideutschland einschwor. Doch die in den folgenden Jahrzehnten vor allem im angelsächsischen Sprachraum oft bemühte Triade „Blut, Schweiß und Tränen“ stammt nicht, wie allgemein angenommen, von Winston Churchill. Zuerst verwendete sie der englische Dichter John Donne im Jahr 1611. Auch dessen Kollege Lord Byron und der italienische Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi machten von der Reihung Gebrauch. Churchill gebührt jedoch der Verdienst, die Wendung zum richtigen Zeitpunkt und vor dem passenden Publikum eingesetzt zu haben. Den „Blut, Schweiß und Tränen“ Donnes fügte Churchill übrigens noch einen weiteren Aspekt hinzu, sodass es in seiner Version korrekt lautete: „Ich habe nichts anzubieten als Blut, Arbeit, Tränen und Schweiß.“

Da der britische Rundfunk die Ansprache immer wieder sendete, wurde die Formulierung bald zu einem geflügelten Wort, allerdings in der griffigeren und nicht ganz korrekten Wiedergabe als „Blut, Schweiß und Tränen“. Den kompletten Text der Churchill-Rede finden Sie im Internet unter www.historyplace.com.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Ein Kommentar to “Blut, Schweiß, Tränen. Und Arbeit.”

  1. small-talk-themen.de schreibt dazu:

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