Das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann
Es gibt eine Theorie, die besagt, dass sobald jemand herausgefunden hat, wie das Universum exakt beschaffen ist und warum es existiert, jenes augenblicklich wieder verschwindet und sofort durch ein noch bizarreres und unerklärlicheres ersetzt wird. Es gibt eine zweite Theorie, die besagt, dies sei bereits geschehen. Um das Weltall zu erklären, müsste man schon durch die Galaxis reisen, dachte sich der britische Autor Douglas Adams. Am besten funktioniere dies per Anhalter. So lautet auch der Titel einer erfolgreichen Radiosendung und der daraus resultierenden Buchbestseller.
Die Idee dazu kam Adams nach einem ausgiebigen Kneipenbummel in Innsbruck, verbunden mit einer Überdosis Gösser-Bier und anschließender Übernachtung zwar auf freiem Feld, doch immerhin unter einem klaren Sternenhimmel. Der als Satire gedachte Roman Per Anhalter durch die Galaxis brachte nicht nur seinem Autor Ruhm; er wirkte auch nach dessen frühem Tod – Adams starb 2001 im Alter von 49 Jahren - ins Leben der Nachwelt hinein. So wurde ein neu entdeckter Kleinplanet nach Arthur Dent benannt, der im Roman per Daumen durchs All tourt.
Als Parodie auf fehlerhafte Übersetzungsprogramme kam im Buch der Babelfisch ins Spiel; im wirklichen Leben stand er Pate für eine entsprechende Software der Suchmaschine AltaVista. Nicht zu vergessen der Handtuchtag: Der wird jedes Jahr am 25. Mai zu Ehren von Douglas Adams begangen. Laut noch heute gültiger Aussage des Schriftstellers ist „ein Handtuch so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann.” Schauen Sie sich heute mal ganz genau Ihre Umgebung an: Ihrem geschärfter Blick wird das eine oder andere diskret platzierte nützliche Utensil gewiss nicht entgehen.
Autor von Small-Talk-Themen.de


