Heute ist Aschermittwoch. Auch an diesem traditionell religiösen Fest mischt sich die Politik gerne in Bereiche ein, in denen sie eigentlich nichts zu suchen hat. Im Wahljahr 2009 wird das kaum anders sein. Die Rede ist vom politischen Aschermittwoch, an dem gerne Reden gehalten werden. Den Ursprung dieses, na ja, Brauchtums haben wir im Newsletter vom 1. März 2006 erklärt.
Heute möchte ich aus einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel online über die bestbesuchte letztjährige Veranstaltung zitieren: „Die Dreiländerhalle in Passau ist kein Ort der leisen Töne, im Gegenteil: Mit einer gepflegten Mischung aus Angriff, Polemik und Unterhaltung hat die bayerische CSU dort heute den diesjährigen politischen Aschermittwoch eröffnet - mit einer klaren Kampfansage an die Linke und die SPD. Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) warf den Sozialdemokraten vor, wenn es der Macht diene, gehe die SPD auch ‚eine blutrote Koalition‘ ein. ‚Wer mit der Linken ins Bett geht, bekommt keinen demokratischen Nachwuchs‘, warnte der CSU-Politiker.“ An dieser Stelle blenden wir uns ein. Beckstein? Können Sie sich an den Namen noch erinnern? Richtig, da war doch was, meint auch Spiegel online: „Für Beckstein war es die erste Rede, die er in seiner Funktion als bayerischer Regierungschef hielt, und er gab sich deshalb kämpferisch.“
Jetzt hat er ausgekämpft, die morgige Rede in Passau hält Becksteins Nachfolger Horst Seehofer. Zwischen diesem und dem geplanten Auftritt 2010 liegt wieder eine auch für Bayern wichtige Wahl. Sollen wir Seehofer wünschen, dass seine diesjährige Rede zum politischen Aschermittwoch im Rückblick nicht schon wieder als Schnee von gestern gehandelt wird?
Autor von Small-Talk-Themen.de











18. Februar 2009 - 18:04
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