Die letzte lange Winterpause

Eine lange Winterpause wird es in der Fußball-Bundesliga so schnell nicht mehr geben. Im nächsten Jahr treten die Vereine schon Mitte Januar zur Rückrunde an. Eine Änderung gibt es bereits in der aktuellen Saison: Zum ersten Mal seit 17 Jahren steigen nur zwei Mannschaften direkt ab. Der Drittletzte streitet sich mit dem Dritten der Zweiten Liga in Hin- und Rückspiel um den noch freien Bundesligaplatz.

Den bislang letzten Vergleich entschied 1991 der Zweitligist Stuttgarter Kickers gegen den FC St. Pauli. Schlagzeilen machten in der Winterpause zwei Personalien: Der bei den Bayern unglückliche Lukas Podolski kann im Sommer in die rheinische Heimat zurückkehren. Die Reintegration des dann einzigen deutschen Nationalspielers dürfte für den Kölner Trainer nicht einfach werden. Vielleicht löst Christoph Daum das Problem schon in der Rückrunde: Steigt er mit dem FC ab, kommt auch Podolski nicht. Tragischer ist da schon der im Training erlittene Kreuzbandriss des Vedad Ibisevic: 18 Tore hatte der Stürmer des Aufsteigers Hoffenheim in 17 Spielen der Vorrunde geschossen. Dem wird er in dieser Saison keinen weiteren hinzufügen. Ob sein Verein die Tabellenführung verteidigen kann, ist daher mehr als fraglich.

Hinter dem Überraschungsteam aus Baden lauern die punktgleichen Bayern. Sie wollen heute abend zum Rückrundenauftakt beim Hamburger SV gleich mal alle drei Punkte einfahren – und nach dem 5:1-Pokalsieg in Stuttgart ist dieses Vorhaben so unrealistisch nicht.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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