Als am 21. Juli 1969 um 4 Uhr 15 mitteleuropäischer Zeit Edwin Aldrin ein Mensch den Mond betrat, begann für ihn eine schwere Zeit. Sein erstes Problem war, dass exakt 19 Minuten zuvor jemand dasselbe getan hatte. Ab da kannte Neil Armstrong jedes Kind; Edwin Aldrin blieb nur als sein Gehilfe in Erinnerung. Noch schlechter erging es Michael Collins: Der durfte zwar zum Mond mitfliegen, den Erdtrabanten aber nicht betreten. Wären alle drei Astronauten gleichzeitig auf dem Mond gewesen, hätte womöglich jemand das verlassene Raumschiff geklaut und wäre mit der Columbia davongedüst.
Nach der Rückkehr zur Erde wartete das nächste Problem auf Aldrin: „Wer auf dem Mond gewesen ist“, stellte er ernüchtert fest, „für den gibt es auf Erden keine Ziel mehr.“ Aldrin verließ die NASA, wurde alkoholabhängig, verfiel in Depressionen. Er raffte sich wieder auf, tüftelte Raumfahrtpatente aus, engagierte sich ehrenamtlich, startete ein zweites Leben – auch indem er ganz offiziell seinen Vornamen Edwin durch seinen Spitznamen Buzz ersetzen ließ.
Und er schrieb Bücher. Eines davon war seine Autobiografie mit dem bezeichnenden Titel Rückkehr zur Erde. Die hat er mittlerweile geschafft; wenn Buzz Aldrin heute seinen 80. Geburtstag feiert, steht er mit beiden Beinen wieder fest im Leben.
Autor von Small-Talk-Themen.de










