Der Erfinder der Glühbirne, das wissen die Leser dieses Newsletters, heißt Jára Cimrman und kommt aus Prag (siehe unsere Ausgabe vom 12. Oktober 2007 „Der Erfinder der Glühbirne, des Joghurts und des Panamakanals“). Sie wissen auch, dass der geniale Tscheche vergessen hatte, sein Patent anzumelden. Wegen dieses Versäumnisses kam ein gewisser Thomas Alva Edison heute vor 130 Jahren in den Genuss dieser Erfindung. Doch auch hinter dem US-Genie steckt eine gute Geschichte. Im Gegensatz zu allem, was über Jára Cimrman erzählt wird, besitzt sie sogar den Vorteil, der Wahrheit zu entsprechen.
Thomas Alva Edison war es nicht in die Wiege gelegt, später einmal eine große Leuchte zu werden. Diese Aussichten sollten sich in den folgenden Lebensjahren kaum verbessern. Nicht, dass Edison ein schlechter Schüler war. Er ging erst gar nicht zur Schule. Deshalb konnte er selbst als Erwachsener keinen Satz fehlerfrei schreiben. Halb so wild, als Naturwissenschaftler musste er sich weniger mit Wörtern als mit Zahlen auskennen. Was Edison half, war seine Beharrlichkeit. „Unsere größte Schwäche“, bekannte er einmal, „liegt im Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen.“
Tatsächlich war auch Edison nicht der Erfinder der Glühbirne beziehungsweise der Glühlampe. Der Brite Frederick de Moleyns erfand bereits 1841 ein ähnliches Gerät, das jedoch nicht sehr funktionstüchtig war. Andere, bessere Versionen folgten. Doch erst Edison gelang es, eine Glühlampe herzustellen, die haltbarer war, mehr Licht abgab und vor allem viel kostengünstiger war als die damals handelsüblichen Gaslampen.
Autor von Small-Talk-Themen.de







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27. Januar 2010 - 16:51
Der Glaube, dass Edison der Erfinder war is wohl einer der größten Irrtümer, dem man im Geschichtsunterricht aufsitzt. Zweifellos war er aber ein beeindruckender Mann, mit seiner Beharrlichkeit hat er aus seinen Schwächen das Beste herausgeholt.