Elfter Elfter, elf Uhr elf

„11 ist die Sünde, 11 überschreitet die 10 Gebote.“ Sagt der Astrologe Seni zu seinem Arbeitgeber, dem Feldherrn Wallenstein – in Friedrich Schillers gleichnamigem Drama. Schiller war Schwabe und als solcher dem Karneval beziehungsweise der alemannischen Form des Frohsinns, der Fasnet, gewiss nicht abgeneigt.

Mit der Symbolik der 11 liefert unser gestriges Geburtstagskind dem närrischen Treiben jedenfalls eine schöne Rechtfertigung, welche jedes Jahr am Elften im Elften gerne wieder aufgegriffen wird. Dann beginnt, natürlich pünktlich um 11 Uhr 11, der Karneval.

Ein aus Düsseldorf stammender rheinischer Kollege Schillers gab später seinen dichterischen Senf dazu: „Süß ist’s“, meinte Heinrich Heine, „zur rechten Zeit den Narr’n zu spielen.“ Fehlt noch ein Zitat von Goethe, nicht wahr? Auch der in einer hessischen Metropole unweit der närrischen Hochburg Mainz Geborene machte sich Gedanken zur jecken Zeit: „Wenn keine Narren auf der Welt wären“, meinte Goethe, „was wäre dann die Welt?“

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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