Entdecken Sie Gemeinsamkeiten
„Den Chinesen und den Schwaben gemeinsam ist die Sitte, nichts übrigzulassen“: Dieses Zitat des früheren Stuttgarter Oberbürgermeisters Manfred Rommel war auf das Essen gemünzt. Es birgt ebenfalls ein gutes Rezept für die lockere Konversation: Smalltalk basiert auf Gemeinsamkeiten. Sind die einmal herausgearbeitet, läuft das Gespräch. Demzufolge müssten sich Chinesen und Schwaben bereits vor dem Dessert prima verstehen.
Wie arbeiten Sie Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Gesprächspartner heraus?
- Fragen Sie im Smalltalk Ihr Gegenüber beispielsweise nach dem lecker aussehenden Getränk, das er in der Hand hält. Anschließend erkundigen Sie sich, wo man es bekommt und ob Sie ihm ein frisches mitbringen sollen.
- Eine andere Situation: Sie betreten ein Eisenbahnabteil. Aus Rücksicht nimmt die sich dort bereits befindende Person die Füße vom Sitz. Sie sagen: „Lassen Sie die nur oben, ich möchte es mir gern auch so bequem machen wie Sie.“ Schon haben Sie einen netten Gesprächsaufhänger:
Eine dritte Art, Gemeinsamkeiten zu suchen, empfiehlt sich nur bedingt. „Weniges auf dieser Welt“, erkannte der Filmregisseur René Clair, „verbindet so stark wie gemeinsame Abneigung gegen einen Dritten.“ Damit hatte das Mitglied der renommierten Académie Française zweifelsohne Recht. Wenn Sie es ihm im Smalltalk nachtun wollen, sollten Sie vorher allerdings sichergehen, dass sich niemand, über den gehetzt wird, unter den Gästen der Veranstaltung befindet.
Autor von Small-Talk-Themen.de


