Form ohne Inhalt?

Design oder nicht sein? Diese Frage ist heute Gegenstand unseres Newsletters, bei dem es um das Zusammenwirken von Form und Inhalt geht. „Design“, sagte einmal der japanische Architekt Kiyoshi Sakashita, „steht heute vor Funktion und Preis an erster Stelle.“ Das heißt doch nichts anderes, als dass das Nichts, das verkauft werden soll, schön verpackt werden muss

Einspruch!, meint der Theologe Rainer Erlinger, der für das Magazin der Süddeutschen Zeitung wöchentlich eine Gewissensfrage der Leser beantwortet: „Ein Designer kann sich ebenso wenig wie jeder andere auf den Standpunkt zurückziehen, was aus seiner Arbeit entsteht, gehe ihn nichts an. Design ist Gestaltung, und zu gestalten beinhaltet Verantwortung.“

Da würde ihm die icograda – die Abkürzung steht für International Council of Graphic Design Associations – voll zustimmen. Die im kanadischen Montreal beheimatete Organisation hat es sich nicht nur zur Aufgabe gemacht, „die gesellschaftliche Bedeutung des Grafikdesigns und der visuellen Kommunikation“ zu fördern. Wichtig ist ihr, dass diese einhergeht mit der Befolgung höchster ethischer und ökologischer Standards. Design hat icograda zufolge sehr wohl eine moralische und auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Auf Beides soll am heutigen Welttag des Designs ganz besonders hingewiesen werden.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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