An dem Tag, als der heute vor 222 Jahren geborene George Gordon Byron 36 Jahre alt wurde, beschenkte er sich selbst mit einem Gedicht: On this Day I Complete My Thirty-sixth Year. Es wurde sein letztes, was sowohl die Gedichte als auch die Lebensjahre betraf, denn keine drei Monate später war Byron tot. Ob er das nahen seines Endes geahnt hat? Die letzten Zeilen seines Gedichts lauten (in der deutschen Übersetzung von Uwe Brüning):
Geh, deiner harrt ein enges Haus,
Ein Grab, Soldat und Kämpfer, du,
So wähl den besten Boden aus
Und geh zur Ruh!
Das mit dem besten Boden und dem ehrenvollen Tod hatte sich Byron so schön vorgestellt: Ein Jahr zuvor war er Mitglied des Revolutionskomitees zur Befreiung Griechenlands von der Türkenherrschaft geworden. Da der Dichter es nicht bei schönen Worten bewenden lasse wollte, nahm er aktiv am Befreiungskrieg teil. Leider wurde es nichts mit dem Heldentod. Byron starb am 19. April 1824 im zentralgriechischen Mesolóngi, gegenüber der Halbinsel Peloponnes - an Sumpffieber.
Leider durfte er die zweite Belagerung der Stadt durch die osmanischen Truppen im Jahr 1826 nicht miterleben, an deren Ende sich die Verteidiger, die sich dem Feind nicht ergeben wollten, in die Luft sprengten. Doch zeigten sich die griechischen Patrioten großzügig und verehren Byron bis heute als einen ihrer Nationalhelden.
Autor von Small-Talk-Themen.de










