Mit dem Rad zur Arbeit?
Müssen Kinder in der Garage bleiben, damit Autos draußen spielen können? Am 22. September soll es umgekehrt sein: Der autofreie Tag ist ein Aktionstag, der von Umweltverbänden, aber auch von Kirchen unterstützt und jedes Jahr begangen wird. „Das Automobil“, erkannte schon in den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts der frühere BMW-Chef Eberhard von Kuenheim, „ist so erfolgreich, dass es nur einen wirklichen Feind hat: sich selbst. Seine massenhafte Verbreitung ist eine Herausforderung an die Zukunft des Straßenverkehrs.“
Inzwischen ist der motorisierte Individualverkehr so verbreitet, dass eines der Verkehrsmittel, die vom Auto verdrängt wurden, längst wieder eine Renaissance erlebt: das Fahrrad. Ein Grund dafür ist der Umstand, dass in den Industrienationen die Stadtbewohner inzwischen weniger Zeit brauchen, um in ein anderes Land zu gelangen, als morgens in ihr Büro zu kommen.
Der Weg zur Arbeit mit dem Rad schont die Nerven der Anwohner, fördert die eigene Gesundheit, erfreut das Portemonnaie, ist umweltfreundlich und hilft dem Weltklima. Er schadet allerdings der Autoindustrie, weshalb seine Vorzüge noch nicht in den letzten Winkel des öffentlichen Bewusstseins durchgedrungen sind.
Autor von Small-Talk-Themen.de



22. September 2008 at 09:32
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