Nutzen Sie die Anker-Methode!
Einsilbigkeit ist nicht die beste Grundlage für einen Small Talk. Werden Sie von Ihrem Gesprächspartner etwas gefragt, sollte Ihre Antwort Ihrem Gegenüber die Möglichkeit bieten, ein- beziehungsweise nachzuhaken. Um ein Beispiel zu geben: Stellen Sie sich vor, Sie werden gefragt, woher Sie kommen. Hier sind einige Varianten, die Anker-Methode elegant und kommunikationsfördernd anzuwenden:
- Antworten Sie auf die Frage nach Ihrer Herkunft nicht einfach “aus dem Ruhrgebiet”. Bieten Sie einen Punkt zum Anknüpfen, etwa: “Ich komme aus Mülheim, der Heimat des Entertainers Helge Schneider”. Ihr Gesprächspartner könnte anschließend über seine Vorlieben bezüglich Komikern oder Kabarettisten erzählen.
- Gleich mehrere Ankermöglichkeiten bieten Sie Ihrem Gegenüber mit folgender Antwort: “Ich komme aus der Stadt, die sowohl Düsseldorfer, Mainzer als auch Leverkusener nicht leiden können.” Ihr Gesprächspartner hat jetzt die Wahl, das Gespräch über die Themen Rheinland allgemein, Karneval speziell oder Fußball im besonderen zu vertiefen.
- An Stelle der bewährten können Sie auch neue Ankerplätze anbieten. Statt des üblichen “Ich stamme aus Bonn, der Ex-Bundeshauptstadt” sagen Sie: “Ich komme ursprünglich aus Bonn, der Heimat der Haribo-Goldbären”. Ihrem Gegenüber können Sie so vielleicht das eine oder andere Bekenntnis zu gewissen Faibles und Schwächen entlocken.
Falls Ihr Gegenüber die Möglichkeit, an Ihrem Thema anzubeißen, ungenutzt lässt, sollten Sie nicht daran festhalten. Bieten Sie ihm einen anderen Köder. Der Small Talk kennt außer der Anker-Methode noch weitere Techniken.
Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de
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