Morgen wird im kanadischen Vancouver die Winter-Olympiade eröffnet. 16 Tage lang kämpfen in 86 Wettbewerben die Athleten um 258 Medaillen. Vor 4 Jahren in Turin war Deutschland die erfolgreichste Wintersportnation. Noch wichtiger als der Erfolg ist allerdings die Tatsache, dass er mit sauberen Mitteln erzielt wurde. Und damit wären wir bei einer Brisanz, die eigentlich nicht in den Small Talk gehört. Doch lässt sich das Thema Doping in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen leider nicht aussparen (siehe unseren Newsletter vom 22. Juli 2009 „Als Doping noch legal war“).
Der Versuch, die Materie smalltalktauglich zu gestalten, könnte mit einer Begriffserklärung starten. Das Wort stammt aus der Sprache der Kaffern, die im Südosten Afrikas leben. Bei Kulthandlungen und religiösen Feiern tranken sie den starken Schnaps Dop, um sich in Stimmung zu bringen. Das Wort wurde von den Kolonialmächten – den Buren und später den Briten – übernommen und allgemein für stimulierende Getränke verwendet.
Die Welt-Anti-Doping Agentur WADA hat das Doping gleich mehrmals neu definiert. Inzwischen ist nicht nur der Besitz, sondern auch der versuchte Gebrauch eines verbotenen Mittels verboten. Zudem ist die Verweigerung einer Kontrolle ebenso wenig statthaft wie die Verfälschung einer Probe, etwa durch einen Stoff, der ein verbotenes Mittel verschleiert. Sogar die Nichtmeldung des Aufenthaltsorts eines Athleten wird von der WADA nicht mehr geduldet: Er könnte sich auf diese Weise einer unangemeldeten Kontrolle entziehen. Sie sehen, die Gesetze gegen Doping sind gut. Bleibt nur noch dafür Sorge zu tragen, dass sie auch eingehalten werden.
Autor von Small-Talk-Themen.de










