„Voorlopig geen Elfstedentocht“ …
… meldet der Koninklijke Nederlandsche Schaatsenrijders Bond (KNSB), die unter der Patenschaft der Königin stehende Vereinigung der Niederländischen Natureisläufer. Was es mit dem Elfstedentocht auf sich hat, wissen treue Leser dieses Newsletters; weniger treue müssen die Ausgabe vom 12. Januar 2009 „Die Frage, um die sich dieser Tage alles in Friesland dreht“ zu Rate ziehen. Vor genau einem Jahr stand unser Nachbarland vor derselben Frage wie heute: Findet der Elfstedentocht nun statt oder nicht?
Um die fast 200 Kilometer lange Strecke durch elf friesische Städte auf Schlittschuhen bewältigen zu können, bedarf es tief zugefrorener Kanäle. Zwar hat es in Friesland in letzter Zeit kräftig und andauernd gefroren, doch ist das Eis noch nicht dick genug, um alle Sicherheitsbedenken auszuräumen. „Warum das?“, werden Nichtfriesen vielleicht einwenden, es schneit doch zurzeit kräftig, sogar in den Niederlanden. Das ist zweifellos richtig, doch wirkt sich der Schnee negativ auf die Dicke der Eisdecke aus. Zum einen ist es relativ warm, wenn Schnee fällt; dann gefriert weniger Wasser als bei starkem Frost. Hinzu kommt die kristalline Struktur des Schnees: Bleibt er auf der Eisfläche liegen und scheint die Sonne darauf, wird deren Effekt verstärkt – und das Eis beginnt an der Oberfläche zu schmilzen.
Wünschen wir unseren Nachbarn also viel Frost und wenig Schnee! Es ist an der Zeit, dass endlich wieder einmal ein Elfstedentocht über die Bühne geht. Den letzten durften die eislaufverrückten Friesen vor dreizehn Jahren erleben.
Autor von Small-Talk-Themen.de


