Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen: Von wem stammt diese Einsicht? Treue Leser dieses Newsletters (siehe Ausgabe vom 5. Januar 2009 „Krise als Chance?“) wissen Bescheid: von Erich Kästner.
Der Schriftsteller und Dichter wurde heute vor 111 Jahren in Dresden geboren. Von ihm stammen unsterblich gewordene Kinderbücher wie Das fliegende Klassenzimmer, Pünktchen und Anton, Das doppelte Lottchen oder Emil und die Detektive (mehr über diese Geschichten finden Sie auf der Internetseite www.kaestnerfuerkinder.net).
Doch auch den Erwachsenen hat Kästner manch schönen Stoff geliefert. Etwa den satirischen Roman Fabian über einen Gutmenschen, der sich im Berlin der 1920er Jahre zunächst über die Raubtiergesellschaft amüsiert und später an ihr scheitert. Zurück in seiner Heimatstadt geht der Titelheld endgültig unter: Als er einen Ertrinkenden sieht, springt er hinterher. Leider kann er selber nicht schwimmen.
Eine höhere Meinung als von den Menschen – prinzipiell hielt Kästner sie für gut, doch waren seiner Meinung nach die Leute schlecht – hatte der Autor von anderen Lebewesen. Ihnen hat er die Die Konferenz der Tiere gewidmet, denen es eines schönen Tages zu dumm wurde. Einer der dort Vertretenen, der Löwe Alois, resümierte: „O diese Menschen! Wenn ich nicht so blond wäre, könnte ich mich auf der Stelle schwarz ärgern!“
Autor von Small-Talk-Themen.de










