Was ist ein Plagiat?
Wenn man aus einem Buch abschreibt, handelt es sich um ein Plagiat; schreibt man aus zwei Büchern ab, entsteht ein Essay; das Resultat des Kopierens dreier Bücher schimpft sich Kompilation; nimmt man vier Bücher als Grundlage, heißt das Ergebnis Dissertation. Natürlich ist auch diese scherzhafte Erklärung geklaut; sie stammt von einem gewissen Wilson Mizner und findet sich auf der Webseite plagiat.htw-berlin.de.
Dort ist ebenfalls eine ernsthafte Definition aufgeführt: „Unter Plagiat wird die unbefugte Übernahme fremden Geistesguts, der ‚Diebstahl’ geistigen Eigentums, verstanden.“ Da heute der Welttag des geistigen Eigentums begangen wird, soll auch der Urheber der letzteren Begriffsbestimmung nicht verschwiegen werden: Er heißt Gerhard Fröhlich. Die Frage, was genau ein Plagiat ist, lässt sich so eindeutig nicht beantworten. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia beispielsweise tut sich recht schwer damit.
Um das Thema in dieser Newsletter-Ausgabe abschließend zu behandeln, sei noch einmal das eingangs erwähnte Internetportal bemüht. Dort findet sich folgende originelle Erklärung: „Es ist nicht ganz einfach, Plagiat zu definieren. Es gibt eine einfache Analogie: Es ist wie die Frage, ab wann ein Mann eine Glatze hat. Es ist ganz klar, wenn er eine hat und auch klar, wenn er keine hat. Alles, was dazwischen liegt, muss man im Einzelfall genau abwägen.“
Autor von Small-Talk-Themen.de


