Wer verbindet Zwickau, Leipzig, Düsseldorf und Bonn?
Es ist des Lernens kein Ende, sagte einmal der heute vor 200 Jahren im sächsischen Zwickau geborene Robert Schumann. Der Musiker wusste, wovon er sprach: Als eine Fingerlähmung die Beweglichkeit seiner Hände beeinträchtigte, musste er seine Karriere als Klaviervirtuose aufgeben. Immerhin blieb ihm noch das Komponieren. Für das Flügelspiel in der Familie war seitdem Frau Clara zuständig, ebenfalls eine begnadete Pianistin.
Schumann hatte sie während seines Studiums in Leipzig kennengelernt. Der verhinderte Tastenartist schuf nunmehr bedeutende Kammermusikwerke und Liederzyklen. Auch die Mitte des 19 Jahrhunderts entstandene Oper Genoveva entstammt seiner Feder. Zu diesem Zeitpunkt stand es mit Schumanns Gesundheit nicht mehr zum Besten: Tobsuchtanfälle wechselten mit apathischen Schüben, zur Schlaflosigkeit gesellten sich Wahnvorstellungen - möglicherweise alles Folgen einer Syphilis. 1854 ließ sich der Künstler, mittlerweile zum Musikdirektor der rheinischen Metropole Düsseldorf aufgestiegen, in eine flussaufwärts gelegene Heilanstalt einweisen.
In Endenich, heute ein Stadtteil Bonns, starb Robert Schumann am 29. Juli 1856. Seinen 200. Geburtstag feiern die Orte seines Wirkens mit zahlreichen Veranstaltungen und Konzerten. Mehr dazu finden Sie auf der Internetseite www.schumannjahr2010.de.
Autor von Small-Talk-Themen.de


