Zu lahm. Zu groß. Zu träge. Zu dumm?

„Die Säugetiere haben die Dinosaurier verdrängt“, erklärte der britische Naturforscher Charles Darwin, der heute vor 150 Jahren in seinem Werk Die Entstehung der Arten seine Evolutionstheorie (siehe dazu auch unseren Newsletter vom 11. Februar 2009 „Das Buch, das die Welt veränderte“) veröffentlichte, „weil sie schneller, kleiner und aggressiver waren.“

Immerhin haben es die Dinos 160 Millionen Jahre nicht nur auf der Erde ausgehalten, sondern sogar unseren Planeten beherrscht. Ich möchte nicht wissen, was im Rückblick in 159 Millionen und ein paar Hunderttausend Jahren über die Klasse der Säugetiere und deren am meisten entwickelte Art, den Menschen, berichtet wird. Denn „Dinosaurier“, schreibt der Journalist und Buchautor Ernst Probst, „hatten etwas mit Menschen gemeinsam. Auch sie mussten ihresgleichen am meisten fürchten.“ Wie gut, dass die Urviecher vor uns gelebt haben. So besteht wenigstens ein Rest Hoffnung, den selbst kritische Geister wie Probst uns – wenn auch mit erhobenem Zeigefinger – vermitteln: „Was kann man von Dinosauriern lernen? Niemandem gehört die Erde ewig.“

Botschaft verstanden, Problem nicht beseitigt. Vielleicht liegt es an der Geschwindigkeit, mit der die Welt sich dreht und wir uns in ihr fortbewegen? „Der Mensch hat den aufrechten Gang zu früh geprobt“, erkannte mit Darwin’scher Schärfe der auch als Loriot bekannte Humorist Vicco von Bülow(siehe unsere Ausgabe vom 12. November 2008 „Nashörner, Möpse und ein vierbeiniger Hitparadenstürmer“), „hätten wir noch 100000 Jahre gewartet – vielleicht wäre auch unser Gehirn nachgewachsen.“

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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