Dem Ingenieur ist nichts zu schwer
Sicher haben Sie schon mal die Redewendung „Dem Ingenieur ist nichts zu schwer“ gehört. Wissen Sie auch, von wem sie stammt? Und wie dieses Loblied weitergeht? Das Lied getextet hat Heinrich Seidel. Geboren wurde der – so ist auf der Webseite http://www.av-huette.de/seidel.html zu lesen – „dichtende Ingenieur und konstruierende Schriftsteller“ 1842 im mecklenburgischen Perlin. Er starb 1906 in einer Stadt, dessen Namen sich ähnlich anhört: in Berlin. Und jetzt möchten Sie sicher noch wissen, wie der Text lautet. Hier ist er:
Dem Ingenieur ist nichts zu schwer(e),
er lacht und spricht: „Wenn dieses nicht, so geht doch das!“
Er überbrückt die Flüsse und die Meere,
die Berge unverfroren zu durchbohren, ist ihm Spaß.
Er türmt die Bögen in die Luft,
er wühlt als Maulwurf in der Gruft,
kein Hindernis ist ihm zu groß, er geht drauf los.
Was heut sich regt mit hunderttausend Rädern,
in Lüften schwebt, in Grüften gräbt und stampft und dampft und glüht,
was sich bewegt mit Riemen und mit Federn,
und Lasten hebt, ohn’ Rasten webt und locht und pocht und sprüht,
was durch die Länder donnernd saust
und durch die fernen Meere braust,
das alles schafft und noch viel mehr
der Ingenieur.
Autor von Small-Talk-Themen.de



30. Juli 2008 at 11:00
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