Verantwortungsvoller Umgang mit Büchern
Ein Mann liest ein Buch, ärgert sich und wirft es in die Mülltonne. Kommt Ihnen ein solches Szenario bekannt vor? Seit einiger Zeit gibt es einen Weg, der Büchern zumindest das dritte Glied der eingangs beschriebenen Handlungskette erspart:
Beim BookCrossing reichen die Beteiligten ihre Lektüre an andere weiter. Dies geschieht kostenlos, anonym und ohne Verpflichtung. Niemand verbietet einem, auch ein gutes Buch auf die Reise zu schicken und mit einem entsprechenden Etikett kenntlich zu machen. Der Empfänger notiert den Fundort auf der Website www.bookcrossers.de – dort sind auch die Etiketten erhältlich – und gibt das Buch nach Lektüre weiter.
So ist BookCrossing eine Gemeinschaft von Buchliebhabern geworden, die Leselust und Leseleid teilen. Die Orte, an denen man ein Buch auf die Reise schickt, sind ebenfalls nicht vorgegeben: Es kann eine Kneipe, ein Nahverkehrsmittel, ein Flugzeug, ein Hotel oder ein Park sein – Hauptsache, es wird irgendwann gefunden und ist mit einem Etikett versehen.
Inzwischen haben auch Autoren und Verlage die Möglichkeit entdeckt, durch Gratis-Verteilung von Büchern indirekt ihren Absatz anzukurbeln. Die meisten BookCrosser geben an, durch das Projekt mehr Bücher als zuvor gekauft und gelesen zu haben.
Autor von Small-Talk-Themen.de



6. Dezember 2007 at 13:38
Ich hatte schon einige Male davon gehört und wollte mich immer mal irgendwann damit beschäftigen. Das war heute ein guter Anlass. Ich habe mich angemeldet und auch gleich Sticker gekauft. Jetzt räum ich auf im Bücherregal- die neuen Weihnachtsgechenke brauchen Platz.