Archiv für Kategorie ‘Jahreszeit’:

Tierische Frühlingsboten

Montag, 21. März 2011

In der Eifel sind es springende Frösche (siehe unseren Newsletter von vor vier Tagen „Nicht nur der Tag des Heiligen Patrick“), im Osten der USA grüßt ein Murmeltier (Ausgabe vom 1. Februar 2008 „Morgen ist Groundhog Day“). Tierische Frühlingsboten erfreuen den Menschen. Meistens jedenfalls.

Wenn sie sich freilich so viel Zeit lassen wie der Siebenschläfer und volle sieben Monate verpennen, sorgen sie nicht nur für heitere Mienen. Vor allem, falls es an ihrem Kalendertag (siehe dazu auch den Newsletter vom 27 Juni 2006 „Oben grau, unten weiß – und sorgt nur für Verwirrung“) in Strömen gießt und dies laut Bauernregel in den folgenden Wochen so bleiben soll. Wenig beliebt sind auch die Störche. Zwar wird die Ankunft der stilvollen Segler auf dem Dach eines Dorfbauernhofs freudig registriert. Wenn die Rotschnäbel dann aber beginnen, haarlose und hüpfende Frühlingsboten zu verspeisen und aus dem geplanten Laichgang einen Leichgang machen, hört die Sympathie rasch auf.

Ein weiterer Frühlingsbote, dem man nach dem Aufwachen nicht so gern begegnet, kommt Gottseidank nur in entlegenen Bergregionen vor. Slowenien ist das der rheinischen Newsletterredaktion nächstgelegene Domizil des Braunbären, die dieser Tage aus dem Winterschlaf erwacht.

Wesentlich harmloser ist die Begegnung mit einem anderen Ende-März-Erwacher. Doch auch die kann für sämtliche Beteiligten schmerzhaft sein, wenn man in aller Frühjahrsmüdigkeit nur mit Socken bekleidet auf die Veranda und dort unversehens auf einen Igel tritt.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Nicht nur der Tag des Heiligen Patrick

Donnerstag, 17. März 2011

Heute ist der Tag, an dem der Heilige Patrick angeblich geboren und auch gestorben ist. Am 17. März feiern die Iren deshalb den St. Patrick’s Day – nicht nur in der Heimat, sondern auch in den zahlreichen Irish Pubs, die wie sie selbst über die ganze Welt verstreut sind (siehe auch unseren Newsletter vom 17. März 2008 „Wo der St. Patrick’s Day zuerst gefeiert wurde“). Da dürfen Veranstaltungen in Deutschland selbstverständlich nicht fehlen (siehe unsere Ausgabe vom 17. März 2009 „Der St. Patrick’s Day wird auch in Deutschland gefeiert“).

Die Katholische Kirche weist in ihrem Heiligenkalender für den 17. März freilich nicht nur den Patrick auf. Dasselbe Datum ist auch der Tag der Heiligen Gertrud. Die lebte im 7. Jahrhundert im belgischen Kloster Nivelle, das sie später leitete. Mönche kehrten auf ihren Wanderungen gerne dort ein, weshalb Gertrud bald den Status einer Patronin aller Reisenden und Pilger erlangte. Auch zu Tieren muss die Äbtissin gut gewesen sein. Speziell zu Katzen vermutlich: Die Heilige wurde immer dann angerufen, wenn es eine Ratten- oder Mäuseplage zu bekämpfen gab. Tiere mit runden Ohren und langen Schwänzen mochte Gertrud offenbar nicht so gerne.

Nicht weit von ihrer belgischen Heimat wird die Niveller Äbtissin mit haarlosen Wesen in Verbindung gebracht – und gemeinsam mit diesen als Botin einer sehnlich erwarteten Jahreszeit geschätzt. „An Jertrudendaach“, heißt es in der Eifel, „jonn de Höppelen en de Baach.“ Die von lautem Quaken begleitete Laichprozession der so schön bewegungsmalerisch beschriebenen Hüpftalente läutet im Westen unserer Republik den Frühling ein.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Eine Erfindung der Post

Montag, 14. Februar 2011

Ist der Valentinstag eine Erfindung der Geschäftsleute? Für diese These spricht, dass sich Verliebte auf der ganzen Welt am 14. Februar Blumen, Süßigkeiten und andere kleine Aufmerksamkeiten schenken. Für eine andere These spricht die Tatsache, dass jedes Jahr weltweit mehr als eine Milliarde Karten so versandt werden, dass sie am 14. Februar beim Empfänger oder bei der Empfängerin des Herzens ankommen (siehe auch unseren Newsletter vom 12. Februar 2010 – Wie der 14. Februar zum Tag der Verliebten wurde).

Letzteres Faktum würde doch eher dafür sprechen, dass der Valentinstag eine Erfindung der Post ist. Inzwischen hat der Kartenversand virtuelle Konkurrenz bekommen: Im Internet-Zeitalter erfreut sich die elektronische Grußkarte zunehmender Beliebtheit. Doch als längst privatisiertes und damit gewinnorientiertes  Unternehmen weiß die Post auch aus diesem Trend Kapital zu schlagen: Auf ihrem Webportal hat sie eine Rubrik eingerichtet mit „Versandideen zum Valentinstag“. Dort heißt es scheinheilig: „Wem das alles zuviel Kommerz ist, kann immer noch den guten, alten Kartengruß versenden. Ganz klassisch handgeschrieben per Post oder aber als elektronische Grußkarte. e-Card-Anbieter haben auch eine Rubrik für Liebespost bzw. zum Valentinstag.“ Da haben die e-Card-Anbieter offenbar von der Post gelernt!

„Wofür man sich auch entscheidet“, heißt es am Ende des postbetriebenen Webauftritts, „der Valentinstag ist ein schöner Anlass, mal wieder den Briefkasten seiner Lieben zu füllen.“ Und die Kassen der Post, möchte man hinzufügen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Wie reden Sie übers Wetter?

Mittwoch, 19. Januar 2011

Mit einem intellektuellen Gesprächspartner, das haben Sie in der Newsletter-Ausgabe vom 27. Oktober gelernt, bereden Sie das Small Talk-Thema Nummer eins in leicht abgewandelter Form: Sie diskutieren das Klima! Wie aber handhaben Sie es in der Konversation mit bodenständigeren Small Talk-Teilnehmern?

  • Beginnen Sie Ihren Wetter-Small Talk mit einem Zitat des US-Komikers Woody Allen: "Am zuverlässigsten unterscheiden sich die vielen Fernsehprogramme immer noch durch den Wetterbericht." Fragen Sie Ihren Gesprächspartner anschließend, welche Vorhersage er denn zuletzt gehört hat – und über welches Medium.
  • Wenn im Small Talk gelästert wird, bietet sich das Thema Nummer eins ideal für einen Schwenk an. Schlagen Sie den Tratschtanten vor: "Lasst uns lieber übers Wetter reden …"
  • Sogar mit einem Besserwisser können Sie übers Wetter konversieren: Lassen Sie sich von ihrem sieben- bis neunmalklugen Gegenüber erklären, warum die Wetterfrösche und Vorhersager mit ihren Prognosen so häufig danebenliegen.
  • Selbst der Small Talk mit einem ausgesprochenen Pessimisten über das Wetter birgt nur positiven Gesprächsstoff. Freut sich Ihr Gegenüber doch sogar über Regen! In diesem Fall hat er den Schirm nicht umsonst mitgebracht.

Und wie reden Sie mit einem von sich selbst überzeugten Zeitgenossen über das Wetter? Gar nicht! Sagen Sie ihm, das Gespräch sei so unterhaltsam, dass Sie zum Glück nicht über das Wetter reden müssten.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Ein guter Vorsatz

Montag, 3. Januar 2011

„Ab Neujahr lichtet sich der Blick, die frohe Laune kehrt zurück, die uns verlassen im Versagen. Ich nehm’ mir vor, nicht mehr zu klagen.“ So dichtete sich der amerikanischer Dirigent Leonard Bernstein ins neue Jahr.

Ich weiß nicht, was Sie sich vorgenommen haben, aber ein paar Wochen zumindest ohne Meckern wären doch auch nicht schlecht, oder? Will heißen: Kommen Sie jetzt bitte nicht auf die Idee, eine negative Kritik an diesem Newsletter zu schreiben! Ein vornehmer Mensch, wusste schon der chinesische Weise Konfuzius, tadelt sich selbst, ein gewöhnlicher die anderen. So viel zu den Kritikern. Für Getadelte hielt der französische Schriftsteller François de la Rochefoucauld einen Ratschlag parat: „Nur wenige Menschen sind klug genug, hilfreichen Tadel nichtssagendem Lob vorzuziehen.“

Mit beiden Zitaten kann der Schreiber der Zeilen, die Sie gerade lesen, prima leben. Er hat sich fürs neue Jahr fest vorgenommen, nicht klüger zu sein als die meisten anderen Menschen. Dazu passen würde Ihr Vorsatz für das Jahr 2011, endlich vornehm zu werden.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Seltsame Silvesterbräuche

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Morgen um Mitternacht ist das Jahr 2010 Geschichte. Ich weiß nicht, wie Sie die letzte Nacht verbringen – hoffentlich mit einer fröhlichen Feier! Ganz gleich, ob Sie eine Einladung bekommen haben oder nicht, möchte ich Ihnen einige Anregungen geben, was Sie tun oder lassen können.

Johann Wolfgang von Goethe etwa wurde immer erst nach dem Silvesterfeuerwerk aktiv. Der Grund lag im Aberglauben des Dichter: Für Goethe hatte das erste Wort, das er im neuen Jahr hörte, enorme Bedeutung. Er schrieb es sofort auf und interpretierte es hinsichtlich seiner persönlichen Zukunft für die nächsten zwölf Monate. Ganz anders gestrickt war Goethes norwegisches Pendant: Der Dramatiker Henrik Ibsen vermied zu Silvester den Anblick von Tinte und Papier, um einer Schwächung seiner Schaffenskraft als Schriftsteller vorzubeugen.

Völlig schnuppe waren solche Überlegungen Enrico Caruso, aber abergläubisch war der italienische Tenor mindestens so sehr wie Goethe. Caruso bevorzugte an Silvester einen Aufenthalt in nordischen Ländern. In der Gesellschaft von blonden Menschen, so seine Feststellung, hatte er in seine erfolgreichsten Jahre hineingefeiert. War er an Silvester mit Dunkelhaarigen zusammen, folgten überwiegend unglückliche zwölf Monate.

Egal, wie Sie die Nacht zum Neuen Jahr verbringen: Rutschen Sie gut rein! Am 3. Januar lesen wir uns wieder.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Worüber schreiben zwischen den Jahren?

Montag, 27. Dezember 2010

Die letzte Dezemberwoche dient der Vorbereitung auf Neujahr, weshalb man die Tage zwischen dem Zweiten Weihnachtstag und Silvester in Ermangelung besserer Namen „Die Zeit zwischen den Jahren“ nennt.

So stand es in unserem Newsletter vom 1. Dezember 2009, war aber offenbar nicht ganz korrekt. Die Wikipedia-Redaktion schließt sich dieser Interpretation zwar an, vermerkt aber, dass mit „zwischen den Jahren“ ursprünglich „die Zeit zwischen dem Ende des alten Jahres (24. Dezember) und Beginn des neuen Jahres (6. Januar)“ gemeint war. Rückendeckung erhält die Internetenzyklopädie von der Tageszeitung Die Welt: „Die Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar bezeichnet man als ‚zwischen den Jahren’. Dabei geht es um nichts Geringeres als die Besinnung und einen Ausblick auf das künftige Leben.“

Das ist recht hoch gegriffen, finden Sie nicht? Immerhin fügt das Blatt erklärend hinzu: „Im Mittelalter wechselte die Kirche den Neujahrstermin mehrmals, bis ihn Papst Innozenz XII. im Jahr 1691 endgültig auf den 1. Januar festlegte.“ Schade eigentlich. Ich persönlich hatte mir fest vorgenommen, die Zeit zwischen den Jahren mit Faulenzen zu verbringen. Die Zeilen, die Sie gerade lesen, habe ich natürlich schon vorgeschrieben und befinde mich zum Zeitpunkt, an dem Sie vor dem Monitor kleben, zur Winterfrische in Waldsassen an der bayerisch-tschechischen Grenze.

Dort werde ich mich besinnen, und als Ausblick auf mein künftiges Leben zunächst einmal den Entschluss fassen, statt zum 6. Januar bereits am Montag davor zurückzukehren – damit Sie wie gewohnt Ihren werktäglichen Newsletter bekommen. Ich freue mich schon darauf …

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Vielleicht noch eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk?

Donnerstag, 23. Dezember 2010

„Glück ist das Einzige, das wir schenken können, ohne es zu besitzen“: Der Inhalt dieses Zitats unbekannter Herkunft ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Vermutlich wissen Sie jedoch selbst nach dessen Lektüre immer noch nicht, was Sie denn jetzt anlässlich der Festtage Ihren Lieben vermachen sollen.

Und ich muss Sie gleich enttäuschen: Ich kann Ihnen bei der Suche leider auch nicht behilflich sein. Oder doch? Eines möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben, ehe Sie sich am letzten Werktag der Woche ins vorweihnachtliche Getümmel stürzen. Es ist eine Einschätzung des englischen Schriftstellers Alan Alexander Milne, der mit seinen Kinderbüchern um den nicht ganz so klugen Bären Winnie-the-Pooh Millionen Kinder samt deren Eltern glücklich machte: „Die Kunst des Schenkens liegt darin, einem Menschen etwas zu geben, das er sich nicht kaufen kann.“ Dagegen, dass man seine Werke kaufte, hat Milne offenbar nichts gehabt. Der Erwerb eines Winnie-the-Pooh-Bandes – es gibt übrigens auch welche, die sich an Erwachsene richten – würde indessen kaum als unmäßiger Konsum gebrandmarkt werden.

Was immer Sie heute und morgen noch unternehmen: Ich wünsche Ihnen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest. Den nächsten Newsletter gibt’s am 27. Dezember.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Smalltalk mit Weihnachtsmuffeln – und Weihnachtsromantikern

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Nicht jedem Zeitgenossen ist Weihnachten ein willkommenes Thema. Was tun Sie, wenn Sie es mit einem ausgesprochenen Weihnachtsmuffel zu tun haben? Erzählen Sie ihm im Smalltalk über die wenig weihnachtlichen Weihnachtsfeiern in einem unserer Nachbarländer:
Die Briten sind vermutlich Weltmeister in der Disziplin „Betriebliche Weihnachtsfeiern“. Insgesamt 45 Stunden lang begießt der durchschnittliche Arbeitnehmer in den Büros auf der Insel den Advent – auf mehrere Tage verteilt. Pro Feierabend trinkt der britische Mann im Schnitt 11 Gläser Wein oder 5 Pints – ein Pint sind 0,57 Liter - Bier. Das haben Wissenschaftler im Auftrag des staatlichen Rundfunksenders BBC ermittelt. Die Folgen: Jeder fünfte Arbeitnehmer meldet sich im Dezember wegen eines “Hangovers” arbeitsunfähig. Der Höhepunkt der Alkoholvernichtung ist aber regelmäßig der Heiligabend. In Großbritannien ähnelt er unserem Karneval - unter Verzicht auf sämtliche historische, kulturelle oder sonstige inhaltliche Aspekte.

Und wenn Ihr Gegenüber ein Weihnachtsromantiker ist, der frühere Feste besser gefunden hat? Erzählen Sie ihm von den Weihnachtserinnerungen eines deutschen Literatur-Nobelpreisträgers:

Thomas Mann schrieb vor 75 Jahren in sein Tagebuch: „Baumschmücken und große Ungeduld der zögernd einlaufenden Geschenke wegen.“ Ein Jahr später stellte er neben „festlicher Unruhe“ auch „Befriedigung über viel Paketlagerung auf der Diele und im Verandazimmer“ fest. Im Jahr 1938 schließlich monierte der Erfolgsschriftsteller die „gänzlich mit Geschenken verstellte Weihnachtshalle“.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Schwaben in Berlin können aufatmen

Montag, 13. Dezember 2010

Über das schwedische Lucia-Fest haben wir in unserem Newsletter bereits berichtet (siehe unsere Ausgabe vom 13. Dezember 2007 „Ein schöner Brauch aus Schweden“). „Gut möglich, dass der Brauch bald auch bei uns Einzug hält“, spekulierten wir zum Abschluss des Beitrags. Inzwischen hat sich diese Prophezeiung bereits erfüllt und das Luciafest die südskandinavischen Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis der alte Ritus aus Schweden sich auch in Deutschlands Hauptstadt breitmacht.

So berichtet die Berliner Morgenpost von einem Lucia-Weihnachtsmarkt rund um die Kulturbrauerei. Die liegt mitten im Stadtteil Prenzlauer Berg, wo sich die Einheimischen bislang bitter über zugewanderte Schwaben beklagten, die mit ihrer rein pekuniären Orientierung Ur-Berliner Gemütlichkeit zerstörten. Bezüglich der Geschäftstüchtigkeit sei ein Blick in die Morgenpost erlaubt. Dort steht geschrieben: „Zwischen den alten Fabrikhallen reihen sich die 40 Verkaufsstände und Weihnachtsbuden des Marktes aneinander. Die Besucher können sich am Schwedenfeuer wärmen oder Unterschlupf in einer traditionell skandinavischen Behausung suchen. Außerdem gibt es für alle Fröstelnden das Kunstobjekt ‚Open-Air-Mantel-Heizung’. 5 Aufwärmplätze wurden eingerichtet, für die Wärmezufuhr sorgt ein nostalgisch anmutender Holzofen und Besucher können sich die angewärmten Pelzmäntel überziehen. Kinder können auf einem nostalgischen Kettenkarussell einige Runden drehen oder auf einem Bungee-Trampolin springen.“

Dürfen wir weiter spekulieren? Wenn sich diese Version des Luciafests in Berlin fortsetzt, dürften die Schwaben ihren Platz am Pranger bald den Schweden überlassen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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