Keine Angst vor Wiederholungen!
Mittwoch, 1. Februar 2012Täglich grüßt das Murmeltier nur im Film. Im wirklichen Leben tut es dies nur einmal im Jahr. Immer am 2. Februar wird auf dem Hügel Gobbler’s Knob bei Punxsutawney das Waldmurmeltier Phil aus seinem Bau gelockt. Dessen Reaktion entscheidet dann, wie lange im Osten der USA noch auf den Frühling gewartet werden muss (siehe unseren Newsletter vom 1. Februar 2008: Morgen ist Groundhog Day ). Seit 1887 gibt es dieses Ritual, und jedes Mal lockt seine Wiederholung mehr Zuschauer an.
Auch in Ihrem Small Talk dürfen Sie auf Wiederholungen setzen. Etwa, wenn Sie eine Anekdote oder einen Witz erzählen. Der darf ruhig alt sein. Hauptsache, er ist gut. Keine Geschichte ist so neu, dass sie nicht schon einmal vorgetragen wurde. Mit Scherzen ist es wie mit dem Wein: Alt ist besser als schlecht.
Beim Witze erzählen hatte Stammvater Adam gegenüber seinen Nachfahren einen entscheidenden Vorteil: Wenn er einen erzählte, konnte ihm niemand sagen, den habe er bereits gehört. Wir Jüngeren dagegen müssen meist auf Bewährtes zurückgreifen.
Eine Regel sollten Sie bei Anekdote oder Witzen im Small Talk noch beachten: Nennen Sie so den Namen des Urhebers, falls dieser bekannt ist. Bei vielen lustigen Geschichten und geistvollen Bonmots ist allerdings nicht mehr nachvollziehbar, wer diese zuerst geäußert hat. Hier dürfen Sie die Quellenangabe vernachlässigen.
Bleibt noch 2 Fragen. Erstens: Welche Witze können Sie erzählen? Die zweite Frage: Wie erzählen Sie einen Witz? Die Antworten erfahren Sie in den nächsten Small Talk-Tipps.
Autor von Small-Talk-Themen.de


