„Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft“, hat der französische Philosoph Jean-Paul Sartre einmal gesagt. Ein Small Talk verkompliziert sich durch die Anwesenheit des Gesprächspartners.
Small Talk ist ein anderes Wort für die einfache, unkomplizierte Unterhaltung. Wenn nur immer alles so einfach und unkompliziert wäre! Manchmal stehen wir uns beim Small Talk selbst im Weg, weil wir - meist unbegründet - Angst haben: Wir fürchten, dass das, was wir sagen, zu flach und zu seicht ist. Doch ist ein Small Talk, siehe unseren Newsletter vom 28. Juli („Keine Angst vor Floskeln!“)- kein wissenschaftlicher Diskurs.
Nachdem Sie solcherlei Bedenken zur Seite geschoben haben, bleibt nur noch ein Hindernis übrig: Ihr Gegenüber. Smalltalk-Gesprächspartner können manchmal etwas sperrig sein.
- Wie ein gutes Kickerensemble auf den Gegner sollten Sie sich beim lockeren Gespräch auf den Partner einstellen. Dabei hilft es Ihnen, möglichst rasch herausfinden, mit welchem Charakter Sie es zu tun haben.
- Einen weiteren Anker werfen Sie, wenn Sie sich bereits vorher einige passende Strategien zurechtgelegt haben - etwa wie man den großen Schweiger aus der Reserve lockt oder einen Madigmacher für ein paar Augenblicke seinen Weltschmerz vergessen lässt.
- Nachdem Sie die Situation analysiert und Ihr Gegenüber eingeordnet haben, entwickeln Sie Eigeninitiative: Sie bringen sich mit einem für Ihren Partner interessanten Thema ins Gespräch ein.
Was aber ist ein interessantes Thema? Hier bietet sich zuallererst das Wetter an. Das erlebt jeder täglich und hat dazu meist etwas zu sagen. Und was tun Sie, wenn Ihrem intellektuellen Small Talk- Gegenüber das Wetter als Sujet zu flach ist? Dann reden Sie übers Klima!
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„Den Chinesen und den Schwaben gemeinsam ist die Sitte, nichts übrigzulassen“: Dieses Zitat des früheren Stuttgarter Oberbürgermeisters Manfred Rommel war auf das Essen gemünzt. Es birgt ebenfalls ein gutes Rezept für die lockere Konversation: Smalltalk basiert auf Gemeinsamkeiten. Sind die einmal herausgearbeitet, läuft das Gespräch. Demzufolge müssten sich Chinesen und Schwaben bereits vor dem Dessert prima verstehen.
Wie arbeiten Sie Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Gesprächspartner heraus?
- Fragen Sie im Smalltalk Ihr Gegenüber beispielsweise nach dem lecker aussehenden Getränk, das er in der Hand hält. Anschließend erkundigen Sie sich, wo man es bekommt und ob Sie ihm ein frisches mitbringen sollen.
- Eine andere Situation: Sie betreten ein Eisenbahnabteil. Aus Rücksicht nimmt die sich dort bereits befindende Person die Füße vom Sitz. Sie sagen: „Lassen Sie die nur oben, ich möchte es mir gern auch so bequem machen wie Sie.“ Schon haben Sie einen netten Gesprächsaufhänger:
Eine dritte Art, Gemeinsamkeiten zu suchen, empfiehlt sich nur bedingt. „Weniges auf dieser Welt“, erkannte der Filmregisseur René Clair, „verbindet so stark wie gemeinsame Abneigung gegen einen Dritten.“ Damit hatte das Mitglied der renommierten Académie Française zweifelsohne Recht. Wenn Sie es ihm im Smalltalk nachtun wollen, sollten Sie vorher allerdings sichergehen, dass sich niemand, über den gehetzt wird, unter den Gästen der Veranstaltung befindet.
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Wie nützlich Fragen beim Smalltalk sind, haben Sie bereits erfahren. Heute geht es darum, was Sie fragen: Welche Auskünfte dürfen Sie Ihrem gegenüber zumuten? Mit anderen Worten: Was können Sie ihn konkret fragen, um den Smalltalk zu eröffnen?
Zunächst eine Anekdote, die Sie ebenfalls im Smalltalk unterbringen können; allerdings erst, nachdem dieser ein wenig fortgeschritten ist: Der Mullah Nasrudin – das orientalische Pendant zu unserem Till Eulenspiegel – eröffnete ein Kiosk und hängte ein Schild auf: „Für fünf Pfund werden zwei Fragen über einen beliebigen Gegenstand beantwortet.“ Ein Mann, der zwei dringende Fragen hatte, zahlte und sagte: „Fünf Pfund ist ziemlich teuer für zwei Fragen, nicht wahr?“ – „Stimmt schon“, gab Nasrudin zu, „und die zweite Frage, bitte?“
Überlegen Sie sich vorher gut, auf welche Fragen Ihr Gesprächspartner Ihnen gerne antworten würde – und antworten kann.
- Als Themen eignen sich, grob gesagt, alle Alltagssituationen: etwa die Anreise zu der Veranstaltung, auf der Sie sich befinden; der Ort, wo alles stattfindet; das Buffet, das aufgetragen wird; der Anlass, zu dem Sie eingeladen wurden.
- Weitere Anknüpfungspunkte sind: gemeinsame Bekannte, Urlaub, Hobbys, die Schlagzeilen des Tages oder grundsätzlich alles Positive, das Ihnen an Ihrem gegenüber auffällt.
Die Anknüpfungspunkte kennen Sie jetzt. Ihnen fehlen nur noch die entsprechenden Fragen, in die Sie Ihr Informationsbedürfnis kleiden. Hier sind einige Beispiele:
- Die Anreise: "Wie war Ihre Fahrt hierhin?" - Der Ort: "Sind Sie zum ersten Mal hier?" - Das Essen: "Was haben Sie da auf dem Teller?" - Der Anlass: "Sind Sie auch Mitglied des…?" - Gemeinsame Bekannte: "Woher kennen Sie …?" - Der Urlaub: "Sie sehen so erholt aus - waren Sie in Urlaub?" - Der Beruf: "Wo sind Sie beschäftigt?"
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Der die das, wer wie was, wieso weshalb warum, wer nicht fragt bleibt dumm: Die Eingangszeilen aus dem Sesamstraßenlied lassen sich auch auf den Small Talk übertragen: Wer nicht fragt, steht bald dumm da. Doch Vorsicht! Nicht alle Fragen eignen sich für den Small Talk.
- Fragensteller sind Weichensteller, erkannte der Schweizer Schriftsteller Hans Leopold Davi. So kann es auch in Ihrem Smalltalk laufen: Durch Ihre Fragen bestimmen Sie, wo es langgeht.
- Vermeiden Sie geschlossene Fragen, die sich nur mit ‘Ja’ oder ‘Nein’ beantworten lassen. Statt der Erkundigung "Sind Sie schon länger hier?" bieten Sie besser einen Anknüpfungspunkt: "Ich bin gerade erst angekommen. Was habe ich denn verpasst?" Darauf kann Ihr Gesprächspartner viel ausführlicher eingehen.
- Offene Fragen, die ein Gespräch in Gang halten, beginnen in der Regel mit ‚W’: Wann? Wie? Woher? Was? Doch Vorsicht! Die Frage nach dem Warum gehört nicht dazu: Die angesprochene Person könnte sich genötigt fühlen, sich für etwas rechtfertigen zu müssen.
Ein Beispiel zum Schluss: Wenn Sie mit einer Frage Ihr Gegenüber erfreuen möchten – wie wäre es hiermit: „Ihre Krawatte gefällt mir. Wo haben Sie die gekauft?“ Falls Sie im Smalltalk dranbleiben wollen, könnte Ihre Anschlussfrage lauten: „Mir scheint, Sie haben einen wirklich guten Geschmack. Kann man das lernen?“
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Haben Sie im Smalltalk bereits einen Anker geworfen, gilt es nun, am Thema dranzubleiben und das Gespräch ein wenig zu vertiefen. Hier empfiehlt sich eine weitere Methode: das Bilden von Assoziationsketten. Das können Sie üben. Bleiben wir beim Ortsnamen-Beispiel der letzten Woche:
- Angenommen, Ihr Gegenüber verrät Ihnen, dass er aus Ulm kommt - entweder gebürtig oder gerade an diesem Tag von dort anreisend. Ulm liegt an der Donau. Das ist die naheliegende Verbindung. Dem Fluss weiter folgend geraten Sie irgendwann nach Wien. Die österreichische Hauptstadt ist das nächste Glied der Kette, mit ihrer Kaffeehauskultur. Damit wären Sie beim Trinkgenuss angelangt. Hier können Sie die Kette unterbrechen und den Bogen zu Ihrem Gesprächspartner schlagen. Fragen Sie Ihr Smalltalk-Gegenüber, was er in der Hand hält: eine Tasse? Und ist dort Kaffee oder Tee drin?
- Weitere Assoziationsketten wären: Bielefeld - Teutoburger Wald - Arminenschlacht - Arminia Bielefeld - Fußball-Bundesliga. Oder auch: Dresden - Elbe - Elbflorenz - Florenz - Italien - letzter Urlaub - gutes Essen - Pasta - Maultaschen - Schwaben - Stuttgart.
- Verfolgen Sie Gemeinsamkeiten von Städten: In Dresden steht die Frauenkirche. Gibt es die nicht auch in München? Überlegen Sie, was sonst noch interessant ist an Elbe- und Isarmetropole: hier Zwinger, Gewandhaus, Elbterrassen, dort Nymphenburger Schloss, Hofbräuhaus, Englischer Garten; der Fußballclub Dynamo ist zurzeit ähnlich erfolglos wie der TSV 1860 - und gibt es da nicht noch den FC Bayern, bei dem ein Sachse, Michael Ballack, Karriere machte? Schon haben Sie den nächsten Knoten, von dem aus sich der Gesprächsfaden weiterspinnen lässt!
Merken Sie sich also zwei Schritte für das Gelingen Ihres Smalltalks: erst ankern, dann assoziieren!
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Einsilbigkeit ist nicht die beste Grundlage für einen Small Talk. Werden Sie von Ihrem Gesprächspartner etwas gefragt, sollte Ihre Antwort Ihrem Gegenüber die Möglichkeit bieten, ein- beziehungsweise nachzuhaken. Um ein Beispiel zu geben: Stellen Sie sich vor, Sie werden gefragt, woher Sie kommen. Hier sind einige Varianten, die Anker-Methode elegant und kommunikationsfördernd anzuwenden:
- Antworten Sie auf die Frage nach Ihrer Herkunft nicht einfach “aus dem Ruhrgebiet”. Bieten Sie einen Punkt zum Anknüpfen, etwa: “Ich komme aus Mülheim, der Heimat des Entertainers Helge Schneider”. Ihr Gesprächspartner könnte anschließend über seine Vorlieben bezüglich Komikern oder Kabarettisten erzählen.
- Gleich mehrere Ankermöglichkeiten bieten Sie Ihrem Gegenüber mit folgender Antwort: “Ich komme aus der Stadt, die sowohl Düsseldorfer, Mainzer als auch Leverkusener nicht leiden können.” Ihr Gesprächspartner hat jetzt die Wahl, das Gespräch über die Themen Rheinland allgemein, Karneval speziell oder Fußball im besonderen zu vertiefen.
- An Stelle der bewährten können Sie auch neue Ankerplätze anbieten. Statt des üblichen “Ich stamme aus Bonn, der Ex-Bundeshauptstadt” sagen Sie: “Ich komme ursprünglich aus Bonn, der Heimat der Haribo-Goldbären”. Ihrem Gegenüber können Sie so vielleicht das eine oder andere Bekenntnis zu gewissen Faibles und Schwächen entlocken.
Falls Ihr Gegenüber die Möglichkeit, an Ihrem Thema anzubeißen, ungenutzt lässt, sollten Sie nicht daran festhalten. Bieten Sie ihm einen anderen Köder. Der Small Talk kennt außer der Anker-Methode noch weitere Techniken.
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Die meisten Deutschen tun sich beim Small Talk schwerer als beispielsweise Briten oder Amerikaner, sagt Professor Klaus P. Schneider. Als Sprachwissenschaftler erforscht er am Englischen Seminar der Universität Bonn den Small Talk. Deutsche, so hat Schneider festgestellt, sind eher selbst- als partnerbezogen. Viele haben Angst, das, was sie sagen, würde als zu flach eingestuft. Und sie fürchten sich vor Floskeln. Machen Sie es sich selbst nicht zu kompliziert, rät Schneider:
- Ein Small Talk ist kein wissenschaftlicher Diskurs. Trauen Sie sich an scheinbar Belangloses heran. Reden Sie ruhig auch über das Wetter!
- Üben Sie das lockere Gespräch! Suchen Sie nach Gelegenheiten zum Small Talk, und nehmen Sie diese auch wahr.
- Sie müssen keine Angst haben, dass Sie beim Smalltalk intellektuelle Messlatten reißen. Beim Smalltalk geht es darum, sich zu entspannen.
- Es wäre ein großer Fehler, sich vor einem Small Talk zu sehr unter Druck zu setzen. Sie müssen niemandem etwas beweisen. Sagen Sie sich, dass jede Unterhaltung einmal ins Stocken geraten kann. Und Ihre Erfahrung zeigt doch: Bislang sind fast alle Gespräche irgendwie weitergegangen.
Ein Smalltalk, sagt Professor Schneider, ist keine Wissenschaft. Falls Sie also Angst haben, die Konversation würde allmählich zu flach, müssen Sie beim beliebten Thema Wetter nur einen ganz leichten Schwenk machen: Reden Sie übers Klima!
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Frage: Was hört der Mensch am liebsten? Antwort: Seinen eigenen Namen! Um den im Smalltalk mit einem Unbekanten herauszufinden, müssen Sie Ihr Gegenüber natürlich danach fragen. Mit der Antwort haben Sie sogleich einen guten Anknüpfungspunkt gefunden, von dem aus Sie das Gespräch fortspinnen können.
- Stellen Sie sich Ihrem Gegenüber vor und fragen Sie nach seinem Namen. Damit geben Sie Ihrem Gesprächspartner die Möglichkeit, sich einzubringen: Er darf gleich sein Lieblingswort benutzen.
- Bekunden Sie weiteres Interesse. Besitzt Ihr Gegenüber einen schwierigen Namen, dürfen Sie ruhig nachfragen, ob Sie ihn richtig verstanden beziehungsweise korrekt ausgesprochen haben. Das zeigt Respekt und gehört zum guten Ton.
- Ein weiterer Vorteil eines ungewöhnlichen Namens: Sie können nach dessen Herkunft fragen. Ihr Gegenüber wird gern antworten!
- Ein Kompliment wirkt bei einem ungewöhnlichen Namen auch nicht schlecht. Sagen Sie beispielsweise: "Gewöhnliche Menschen heißen Bauer oder Ackermann. Darf ich daraus schließen, dass Sie kein gewöhnlicher Mensch sind?"
Und wenn es sich bei Ihrem Gesprächspartner doch um einen gewöhnlichen Namen handelt? Auch dann haben Sie die Möglichkeit, ein wenig nachzuforschen. Ein Beispiel: Ihr Gegenüber heißt Schumacher. Übt er den Beruf noch aus? Nein, der Name schreibt sich doch ohne ‚h’! Aha. Warum eigentlich? Schon hat Ihr Gegenüber einen weiteren Anknüpfungspunkt und wird Ihnen gerne über die Herkunft seines Familiennamens berichten.
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Heute vor 111 Jahren wurde Ernest Hemingway geboren. Der Literaturnobelpreisträger hatte an seine Jugend gute Erinnerungen: „Zwei Jahre braucht der Mensch, um das Sprechen, ein Leben lang, um das Schweigen zu lernen.“ Hemingways Vorgabe ist nicht die schlechteste für einen funktionierenden Smalltalk. Der besteht nicht nur aus Sprechen. Mindestens ebensoviel Zeit sollten Sie für das Zuhören veranschlagen.
- Haben Sie den Mut zur Pause. Es ist nicht schlimm, wenn ein paar Sekunden lang nichts gesagt wird.
- Drei Sekunden Schweigen muss selbst im Smalltalk niemand als peinlich empfinden. Im Gegenteil: Wenn einem schweigsamen oder zurückhaltenden Gegenüber Zeit gelassen wird, fühlt er sich viel eher akzeptiert und baut schrittweise seine Hemmungen ab.
- Als guter Gesprächspartner entwickeln Sie ein Gefühl dafür, sich auf das Tempo des anderen einzulassen. Beachten Sie auch die Mentalitätsunterschiede: Ein Rheinländer spricht schneller als ein Bayer, ein Sachse ist flinker mit der Zunge als ein Mecklenburger.
- Nehmen Sie solche Mentalitätsunterschiede und sprachliche Merkmale zur Kenntnis, aber sehen Sie diese wertfrei. Vor allem: Lassen Sie die Leute zu Wort kommen!
„Der liebe Gott hat uns zwei Ohren und einen Mund gegeben“, stellte der Graubündner Bischof Amedée Grab fest – und nebenbei eine für den Smalltalk gültige Regel auf: „In diesem Verhältnis sollten wir sie auch benutzen.“
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Heute vor 25 Jahren gewann ein Siebzehnjähriger das bedeutendste Tennisturnier der Welt. Er war nicht gesetzt, sein Name nur Eingeweihten ein Begriff und er selber der erste Deutsche, der in Wimbledon siegte. Die Erwähnung Boris Beckers steht inzwischen jedem Smalltalk gut zu Gesicht. Und eine runde Jahreszahl ist der ideale Aufhänger, um von einem solchen Schmuckstück Gebrauch zu machen. Doch nicht immer gibt die Geschichte ein derart markantes und rundes Datum her.
Für Ihren Smalltalk gibt es zum Glück noch weitere Informationsquellen, die Sie anzapfen können:
- Lesen Sie eine Tageszeitung? Small-Talk-Themen finden Sie meist auf den letzten Seiten, unter Rubriken wie “Panorama”, “Aus aller Welt”, “Vermischtes”. Auch die Wochenendbeilagen und der - bei den größeren Zeitungen - einmal wöchentlich erscheinende Reiseteil sowie die Sparten “Wissen” oder “Wissenschaft” bergen üppigen Konversationsstoff.
- Welchen Radiosender hören Sie? Zwischen Aufstehen und dem Weg zur Arbeit bleibt doch meist etwas Zeit, sich zu informieren. Über den Deutschlandfunk beispielsweise. Nicht minder breit gefächert ist das Programm bei Qualitäts-Regionalsendern wie WDR 5, Hessen 1, NDR Info, Bayern 5 oder SWR 2. Ein halbe Stunde morgens verschafft bereits einen recht guten Überblick.
- Machen Sie eine Nachrichten-Domain zu Ihrer Internet-Startseite: In Frage kommen die Online-Ausgaben der überregionalen Tageszeitungen, der “Zeit” (www.zeit.de) oder eines Nachrichtenmagazins, etwa www.spiegel.de.
Als Themenfundus überschätzt ist ein anderes Medium: Quizsendungen im Fernsehen sind wenig ergiebig. Der Zeitaufwand und das vermittelte Wissen stehen in keinem Verhältnis. Da lohnt sich eher eine Dokumentation in den Dritten Programmen, auf arte oder auf 3sat. Eine Quizsendung bietet andererseits sehr wohl Gesprächsstoff - weil so viele Menschen sie sehen und dadurch häufig eine Gemeinsamkeit zwischen Gesprächsteilnehmern entsteht.
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