Archiv für Kategorie ‘Power-Tipp’:

Die Kunst des Small Talks über Kunst (I)

Mittwoch, 15. Februar 2012

In einem der letzten Small Talk-Tipps lautete ein Ratschlag, sich nicht für etwas zu entschuldigen, was man nicht weiß. Doch selbst wenn Sie regelmäßiger Leser dieses Newsletters sind, können Sie nicht alle Lebensdaten von Prominenten oder historischen Persönlichkeiten kennen. Geschweige denn sämtliche Arbeiten eines Künstlers!

Doch was tun Sie, wenn das Gespräch ausgerechnet auf ein Werk kommt, von dem Sie nun wirklich keine Ahnung haben? Hier gibt es einige – nicht ganz ernst gemeinte – Antworten, die Sie in fast jeder Situation anbringen können, wenn von Kunst die Rede ist.

Zunächst eine Universalantwort. Sie stammt aus einem Ratgeber für US-Farmer, die über Handfesteres als Kunst zu reden gewohnt sind – wenn sie denn überhaupt mal den Mund aufmachen … Hier also der Standard-Kommentar über Künstler, der immer zieht: „Seine frühen Werke gefallen mir besser. Die sprühen vor Energie!“ Oder, alternativ: „Ich halte es mit dem späteren Oeuvre. Es wirkt irgendwie reifer!“

Der Small Talk über Kunst lässt sich fortsetzen. Selbst nachdem Sie humorvoll Ihr Laientum bekundet haben. Über Kunst, das sind sich die Fachleute einig, kann man wunderbar streiten. Doch warum sollten Sie das Diskutieren nur den Experten überlassen? Bringen Sie doch mal die Künstler selbst ins Spiel. Beziehungsweise in den Small Talk …

Der französische Maler Henri Matisse versuchte, seine Kunst an einem Beispiel zu erklären: „Für einen Maler gibt es nichts Schwierigeres, als eine Rose zu malen. Denn dazu muss er zuerst alle Rosen vergessen, die jemals gemalt worden sind.“ Leuchtet das Ihrem Gesprächspartner ein? Wenn nicht, fragen Sie ihn, ob er eine bessere Definition hat.

Er hat keine? Dann sind Sie wieder dran! Die kürzeste Erklärung, was Kunst ist, stammt vom Münchner Schriftsteller Leonhard Frank. Sie kommt mit nur einem Wort aus. In einem Small Talk über Kunst sollten Sie diese Definition unbedingt zitieren. Damit beweisen Sie, dass Sie zumindest ein Prinzip der Kunst verstanden haben: das minimalistische.

Ach ja, die Frank’sche Antwort bin ich Ihnen noch schuldig. Sie lautet: „Weglassen“.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Humor im Small Talk - so bitte nicht!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Was halten Sie von folgender Geschichte: Ein Vater fragt seinen Sohn, was er sich zu Weihnachten wünsche. Darauf der Sohn: „Einen Südtiroler“. Der Vater wundert sich ein wenig über den aus seiner Sicht sonderbaren Wunsch, macht sich aber an Heiligabend auf den Weg nach Bozen. Dort angekommen, schnappt er sich am Bahnhof den nächstbesten Penner, packt ihn in den Kofferraum, schmuggelt ihn über die Grenzen und legt ihn seinem Sohn unter den Weihnachtsbaum. Der Sohn betrachtet das Geschenk mit ungläubigem Staunen und meint: „Papa! Du bist so ein Depp! Ich wollte doch nur einen City-Roller!“

Diese Schnurre muss nicht nur als Beispiel für missverstandene Sprache herhalten. Sie zeugt auch von schlechtem Geschmack bei der Auswahl von Witzen. Angehörige von Minderheiten, egal ob Volksgruppe oder soziale Schicht, dürfen nicht herabgewürdigt werden – auch wenn es sich um weniger ernste Gesprächsrunden handelt. Nicht alle teilen solche Art von Humor, schon gar nicht die Betroffenen.

Bevor Sie einen Witz erzählen oder im Small Talk einen Geistesblitz schleudern, denken Sie bitte – an die Folgen. Es geht beim Humor nicht darum, billige Lacher zu erzeugen. Versetzen Sie sich immer zuerst in die Lage derer, die von Ihrer Pointe betroffen sind: Könnte sich jemand in der Gesprächsrunde in irgendeiner Form verletzt fühlen?

Die Geschichte mit dem City-Roller lässt sich auch politisch korrekt erzählen: In diesem Fall versteht der Vater beim Wunsch des Sprösslings ebenfalls ‘Südtiroler’ und kauft in einem Bozener Trachtengeschäft einen grünen Filzhut. Ob die enttäuschte Reaktion des Filius’ unbedingt die Bezeichnung ‘Depp’ enthalten sollte? Auch darüber kann man streiten, obwohl diese von allen im Eingangsbeispiel abgegrasten Plattheiten noch die am ehesten entschuldbare ist.

Unsere kleine Humor-Serie setzen wir am 29. Februar fort. Dann präsentieren wir Ihnen einen Witz und ein lustiges Zitat speziell zu diesem seltenen Datum. Vorher schieben wir 2 Folgen über die Kunst ein – und wie Sie über dieses heikle Thema unfallfrei im Small Talk konversieren.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Keine Angst vor Wiederholungen!

Mittwoch, 1. Februar 2012

Täglich grüßt das Murmeltier nur im Film. Im wirklichen Leben tut es dies nur einmal im Jahr. Immer am 2. Februar wird auf dem Hügel Gobbler’s Knob bei Punxsutawney das Waldmurmeltier Phil aus seinem Bau gelockt. Dessen Reaktion entscheidet dann, wie lange im Osten der USA noch auf den Frühling gewartet werden muss (siehe unseren Newsletter vom 1. Februar 2008: Morgen ist Groundhog Day ). Seit 1887 gibt es dieses Ritual, und jedes Mal lockt seine Wiederholung mehr Zuschauer an.

Auch in Ihrem Small Talk dürfen Sie auf Wiederholungen setzen. Etwa, wenn Sie eine Anekdote oder einen Witz erzählen. Der darf ruhig alt sein. Hauptsache, er ist gut. Keine Geschichte ist so neu, dass sie nicht schon einmal vorgetragen wurde. Mit Scherzen ist es wie mit dem Wein: Alt ist besser als schlecht.

Beim Witze erzählen hatte Stammvater Adam gegenüber seinen Nachfahren einen entscheidenden Vorteil: Wenn er einen erzählte, konnte ihm niemand sagen, den habe er bereits gehört. Wir Jüngeren dagegen müssen meist auf Bewährtes zurückgreifen.

Eine Regel sollten Sie bei Anekdote oder Witzen im Small Talk noch beachten: Nennen Sie so den Namen des Urhebers, falls dieser bekannt ist. Bei vielen lustigen Geschichten und geistvollen Bonmots ist allerdings nicht mehr nachvollziehbar, wer diese zuerst geäußert hat. Hier dürfen Sie die Quellenangabe vernachlässigen.

Bleibt noch 2 Fragen. Erstens: Welche Witze können Sie erzählen? Die zweite Frage: Wie erzählen Sie einen Witz? Die Antworten erfahren Sie in den nächsten Small Talk-Tipps.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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5 Regeln gegen öden Small Talk

Mittwoch, 25. Januar 2012

Den heutigen Beitrag soll ein Gedicht einleiten. Es ist nicht ganz neu. Doch obwohl 1908 in der Literaturzeitschrift Jugend erstmals veröffentlicht, klingen die satirischen Zeilen immer noch aktuell:

Er redet blöde, sie redet noch blöder.
Er findet sie öde, sie ihn noch viel öder.
Er schwärmt für ein Buch, das er niemals gelesen.
Sie schimpft über Rom, wo sie niemals gewesen.
Sie lächelt “Wie geistvoll” und gähnt dabei halb.
Er nennt sie “Mein Engel” und denkt sich “Du Kalb”.
So geht es vier Stunden im selbigen Ton -
Man nennt es: “Ge-bil-de-te Konversation”.

Daran anschließen möchte ich 5 Tipps, die Ihnen helfen, einen langweiligen Small Talk zu vermeiden:

  1. Berichten Sie keine lustigen Erlebnisse mit Ihren Kindern; es sei denn, sie wollen ähnlich lustige Geschichten über die Kinder der anderen Gäste hören.

  2. Zwingen Sie jemandem, der offensichtlich beschäftigt oder in Eile ist, kein langes Gespräch auf.
  3. Erzählen Sie keine Handlung von Büchern und Filmen, die Ihr Gegenüber nicht gelesen oder gesehen hat.
  4. Entschuldigen Sie sich nicht für etwas, das Sie nicht wissen (”Leider kenne ich seine Bücher/Filme nicht …”).
  5. Vergessen Sie nicht, dass die übrigen Gäste auch lieber reden als zuhören. Geben Sie ihnen eine Chance.
Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Warten Sie nicht bis zum Frühling!

Mittwoch, 11. Januar 2012

“Der Frühling ist die Zeit der Pläne, der Vorsätze”, heißt es im Roman Anna Karenina. So lange sollten Sie freilich nicht mehr warten. Das Thema der guten Absichten drängt sich im Small Talk zu Jahresbeginn geradezu auf. Wäre doch schade, wenn Sie dazu nichts beisteuern könnten!

In Leo Tolstois Sittenbild aus dem vorrevolutionären Russland läuft ohnehin alles schief. Zuerst ist die Titelheldin mit dem falschen Mann verheiratet. Dann verliebt sie sich – wieder in den Falschen. Gut, dass es im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts bereits Züge gab, in die man oder frau einsteigen konnte, um alles zu vergessen. Und bestimmt wieder einen neuen Vorsatz zu fassen …

Mit Tolstois Roman hätten Sie schon mal einen guten Einstieg in den Vorsätze-Small Talk . Falls Sie es weniger literarisch mögen, greifen Sie doch zum Zitat eines gewissen Klaus Müller: “Vorsätze sind wie Aale: leicht zu fassen, aber schwer zu halten.” Müller war übrigens Vorstandsvorsitzender der Moto Meter AG. Die kennen Sie nicht? Müssen Sie auch nicht, denn das Autozuliefererunternehmen ging bereits 1995 pleite. Trotz aller guten Vorsätze.

Ein dritter Einstieg in den Small Talk stammt von einem deutschen Schauspieler: “Ein guter Vorsatz”, fand Siegfried Lowitz, “ist ein Startschuss, dem meist kein Rennen folgt.” Da empfiehlt es sich, den Startschuss möglichst früh ins Jahr zu legen. Dann bleibt Ihnen von den guten Vorsätzen wenigstens etwas für den Januar-Small Talk. Bis zum Frühjahr haben Sie ohnehin schon vergessen, was Sie sich vorgenommen haben.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Frohes neues Jahr - bis wann?

Mittwoch, 4. Januar 2012

Das neue Jahr ist zwar schon 4 Tage alt, aber Sie haben sicher noch nicht alle Freunde und Bekannte wiedergetroffen. Vor der ersten Begegnung im noch jungen Januar stellt sich die alte Frage:

Bis wann dürfen Sie ein „Frohes neues Jahr” wünschen? Gibt es feste Regeln, die Sie beachten müssen? Laufen Sie Gefahr, jemanden zu verprellen? Oder, genau andersherum, zu nerven?

Bevor Sie in den Small Talk einsteigen, sollten Sie sich über die ersten Worte, die Sie an die betreffende Person richten, im Klaren sein. So viel vorweg: Einen Stichtag, bis wann man ein frohes Neues wünscht, gibt es nicht.

Es kommt bei jeder Begegnung zunächst darauf an, wann Sie einen Menschen zum ersten Mal im angebrochenen Jahr treffen. Eine weitere Rolle spielt, wie die Beziehung zu dieser Person ist. Unter relativ Fremden werden das Sprüchlein vom frohen Neuen auf die ersten beiden Januar-Wochen beschränkt.

Doch es gibt Ausnahmen: Treffen Sie beispielsweise eine langjährige Kundin oder einen vertrauten Geschäftspartner erst Ende Januar, dürfen Sie durchaus noch Ihren Gruß zum Jahresanfang anbringen. Ebenfalls angebracht ist in einem solchen Fall eine begleitende Formulierung wie: „Das junge Jahr ist zwar schon 3 Wochen alt, aber ich denke, für einen guten Wunsch ist es sicher noch nicht zu spät.“

Ein frohes neues Jahr wünschen sollten Sie ganz besonders all denjenigen, denen Sie heute und an den restlichen Tagen dieser Woche noch begegnen. Hier ist ein Neujahrswunsch nicht nur angebracht. Er gehört, da sind sich die Etikette-Experten einig, schlicht zum guten Ton.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Small Talk zwischen den Jahren

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Der Newsletter, den Sie gerade vor sich haben, erscheint nur werktags. Daher befürchte ich, dass Sie diese Zeilen, zumal in einem Jahr mit unglücklich liegenden Feiertagen, an Ihrem Arbeitsplatz lesen.

Wenn Sie schon zwischen den Jahren ins Büro oder in die Werkhalle müssen, möchte ich Ihnen wenigstens das adäquate Small Talk-Thema für diese Woche liefern.

Die „Zeit zwischen den Jahren“ geht für manche bis Neujahr, für viele aber darüber hinaus: bis zum Tag der Heiligen Drei Könige, also bis zum 6. Januar.

Das hängt mit dem Wechsel des Neujahrstermins Ende des 17. Jahrhunderts zusammen. Erst 1691 legte Papst Innozenz XII. den Jahresbeginn endgültig auf den 1. Januar fest. Die Tage dazwischen wurden weder dem alten noch dem neuen Jahr zugerechnet, lagen also zwischen den Jahren.

Gefühlt war man erst am 6. Januar im neuen Jahr angekommen. Der Volksmund beziehungsweise eine alte Bauernregel sagt ja auch, dass ab Dreikönig die Tage länger werden (natürlich nur auf der Nordhalbkugel).

Meist aber sind mit der Zeit zwischen den Jahren die Tage ab dem 27. Dezember bis einschließlich Silvester gemeint. So genannt werden sie in Ermangelung besserer Namen. Fragen Sie Ihren Gesprächspartner im Small Talk, wie er die Sache sieht:

Welche Tage fallen aus seiner Sicht in die Zeit zwischen den Jahren? Wenn Sie ihn schon um seine Meinung bitten, können Sie auch gleich die Frage dranhängen, ob er vielleicht einen geeigneteren Namen für diese Periode weiß.

Übrigens galt früher für die Zeit zwischen den Jahren manches Verbot, dass auch heutigen Arbeitnehmern gefallen dürfte. So waren nur die notwendigsten Arbeiten erlaubt. Mägde und Knechte hatten grundsätzlich frei, und Juristen wie Kaufleute verzichteten auf Geschäftsabschlüsse - wegen der Unsicherheit bei der Datierung.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Noch ein Klassiker für den vorweihnachtlichen Small Talk

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Einen vorweihnachtlichen Small Talk-Klassiker haben wir Ihnen letzte Woche vorgestellt: den Weihnachtsbaum. Eine weitere Frage an Ihr Gegenüber, die sich im Small Talk aufdrängt, lautet: Haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt?

Leider sieht man den meisten Last-Minute-Weihnachtsgeschenken an, dass sie auf den letzten Drücker besorgt wurden. Falls Ihr Gesprächspartner immer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist und fürchtet, der Zeitdruck gehe zu Lasten von Stil und Qualität, können Sie ihn mit ungewöhnlichen Vorschlägen überraschen. Zumindest heben sie sich positiv von den üblichen Last-Minute-Geschenken ab.

Nehmen Sie daher Abstand von den notorischen Parfüms, Socken oder Krawatten. Diesen fehlt zur kompletten Eintönigkeit nur noch der Aufdruck “Hauptsache irgendwas”. Da liegen Sie mit Geld oder einem Gutschein schon besser. Geld oder Gutschein?, wird Ihr Gegenüber entsetzt einwenden das geht doch gar nicht!.

Geht doch! Wichtig auch beim Last-Minute-Weihnachtsgeschenk ist das Individuelle und Außergewöhnliche. Bei einer Notlösung verhindert vor allem die Verpackung, dass sie ihren Charakter offenbart. Bleibt für andere Ideen wirklich keine Zeit mehr, darf es als Weihnachtsgeschenk auch Geld oder ein Gutschein sein.

Beim Geldpräsent, das wird Ihnen Ihr Small Talk-Gesprächspartner bestätigen, kommt alles auf die äußere Form an. Sie können bankfrische Scheine gerollt, gefaltet oder in einem fantasievollen Umschlag gesteckt verschenken. Neue, glänzende Münzen finden in einem dekorativen Weihnachtssäckchen oder in einer Dose mit Weihnachtsmotiv Platz.

Bliebe noch der Gutschein. Auch diese Idee können Sie Ihrem Gegenüber im Small Talk vermitteln. Warum nicht eine Einladung für ein Abendessen in einem italienischen Restaurant? Karte oder Gutschein passen ideal zwischen 2 Lasagneplatten, die Sie vorsichtig mit grün-weiß-rotem Geschenkband zusammenbinden und vielleicht mit einer Schmetterlingsnudel, einer Farfalla, verbinden. Das Geschenk perfekt macht ein Text, in welchem Sie vielleicht noch anbieten, an jenem Abend das Babyhüten zu übernehmen.

Vielleicht hat Ihr Gesprächspartner noch bessere Ideen für ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk? Fragen Sie ihn!

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Ein Klassiker für den vorweihnachtlichen Small Talk

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Wer Weihnachten nicht im Herzen hat, findet es auch nicht unter einem Baum. Und doch gehört die geschmückte Fichte oder Tanne zum Fest einfach dazu. Beginnen Sie Ihren Vorweihnachts-Small Talk mit der Frage an Ihr Gegenüber, ob er bereits einen Weihnachtsbaum für sich und seine Familie besorgt hat. Daran lässt sich die eine oder andere Anekdote anreihen, welche Pannen Ihnen oder Ihrem Small Talk-Partner bei der Auswahl, beim Transport oder beim Schmücken des nadeligen Gewächses in der Vergangenheit unterlaufen sind.

Sie können im Small Talk auch auf die Geschichte des Weihnachtsbaums eingehen. Der festliche Brauch rund um die immergrüne Geschenkablage begann im späten Mittelalter. Als Paradiesbaum erinnerte die sperrige Pflanze bei den Krippenspielen während der Festtagsmessen an die Erbsünde. Außerhalb der Kirche fand der Weihnachtsbaum ab dem 16. Jahrhundert Verbreitung. Zunächst interessierten sich nur die auf Repräsentation erpichten europäischen Königshöfe dafür. Um 1800 hielt er dann Einzug in bürgerliche Wohnstuben.

Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde der Weihnachtsbaum in allen Kreisen der Bevölkerung zu dem Symbol der Advents- und Weihnachtszeit schlechthin. Dabei erfolgte die Verbreitung regional sehr unterschiedlich. In protestantischen Regionen zeigte man sich dem Weihnachtsbaum als Gegensymbol zur – katholischen – Krippe wesentlich aufgeschlossener als in katholischen Gebieten. Schließlich trugen die beiden Weltkriege entscheidend zur Popularisierung der christlichen Weihnacht unter dem Tannenbaum bei: In Lazaretten und selbst in Schützengräben wurde der Baumschmuck aufgestellt. So lernten Soldaten aus allen Teilen Europas den Brauch kennen und trugen ihn nach Hause – als Symbol des Friedens. Schade, dass zuerst ein Krieg geführt werde musste.

Kommen wir noch einmal zu den kleinen Katastrophen zurück. Viele Menschen machen sich sorgen, ihr Weihnachtsbaum sei zu klein. Darüber müsse sich wirklich niemand Gedanken machen, gibt der US-Komiker Larry Wilde Entwarnung: „In den Augen der Kinder sind sie alle mindestens 10 Meter hoch.“

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Jeden Tag ein Türchen

Mittwoch, 30. November 2011

Letzten Sonntag durften Sie die erste Kerze an Ihrem Adventskranz anzünden. Morgen, am 1. Dezember, steht dann das erste Türchen in Ihrem Adventskalender – oder dem Ihrer Kinder – zur Öffnung an. Auch für Ihren Smalltalk hält der Adventskalender einiges an Gesprächsstoff bereit.

Erzählen Sie Ihrem Gegenüber die Geschichte des Adventskalenders! Dessen früheste Erwähnung findet sich in einem Kinderbuch, das eine gewisse Elise Averdieck bereits im Jahr 1851 verfasst hat. Damals waren die Menschen und die Haustüren zwar um einiges kleiner als heute. Doch derart kleine Türchen, die in Kartons hineingeschnitten wurden und hinter denen sich gleichzeitig eine Schokoladenfigur verstecke konnte, kannte man noch nicht. Ursprünglich wurde ab dem 1. Dezember täglich ein Bild an die Wand gehängt. Oder man malte an eine Wand – es durfte auch eine Tür sein – 24 Kreidestriche, von denen die Kinder jeden Tag einen wegwischen durften.

Kommerziell hergestellt wird der Adventskalender in Deutschland seit 1903. Zu jener Zeit enthielt er statt der Türchen farbenprächtige Zeichnungen, die ausgeschnitten und auf einen Pappkarton geklebt werden konnten. Initiator dieses Kalenders war der Münchner Verleger Gerhard Lang. Der erste Türchen-Kalender kam 1920 auf den Markt. Im Zweiten Weltkrieg wurden Bildkalender verboten: wegen der Papierknappheit. Doch als alles vorbei war, im Jahr 1946, stellte der Verleger Richard Sellmer schon wieder Adventskalender für den Verkauf her.

Einen Vorteil hatten die Adventskalender von damals: Sie enthielten weniger Kalorien als die heutigen Exemplare. Stellen Sie die Schokoladenfrage auch im Small Talk: Darf ein Adventskalender Süßigkeiten enthalten? Ist das Präsentieren von Bildchen nicht viel gesünder? Als Kompromiss könnten Sie ja wieder zu den guten alten Kreidestrichen an der Wand greifen, die Ihre Kinder anschließend ablecken dürfen. Werden Sie am 6. Dezember von Nikolaus gefragt, ob sie denn auch brav gewesen seien, können die lieben Kleinen guten Gewissens antworten, sie würden schon seit einer Woche Kreide fressen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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