Trost für alle Zukurzgekommenen
Freitag, 23. Dezember 2011Haben Sie das Gefühl, im fast zu Ende gegangenen Jahr zu kurz gekommen zu sein? Ich möchte Ihnen weder Pessimismus anheim – noch Ihnen unterstellen, ein Profijammerer zu sein.
Aber was die arbeitsfreien Tage 2011 betraf, sah es doch recht mau aus. Der 1. Mai fiel auf den Tag, an dem bei uns aus religiösen Gründen die Arbeit ruht. Heiligabend und der erste Weihnachtsfeiertag füllen das anstehende Wochenende aus.
Und es kommt noch schlimmer: Silvester fällt auf einen Samstag, Neujahr auf einen Sonntag. Im vorangegangenen Jahr sah es übrigens nicht viel besser aus: Der 1. Mai fiel auf einen Samstag, der 3. Oktober auf einen Sonntag, der erste wie der zweite Weihnachtstag ebenfalls auf ein Wochenende, Neujahr auf einen Samstag.
Da hilft nur der Blick auf 2012. Zum Glück sorgt das Einschalten des 29. Februar in den Kalender für einen kleinen Sprung, der uns dem unglücklichen Zusammentreffen von Feiertagen und Wochenenden entkommen hilft. Danke, liebes Schaltjahr, möchte man sagen. Doch es war uns noch einen Gefallen schuldig.
Vor 4 Jahren hatte der Sprung dafür gesorgt, dass der 1. Mai uns wieder mal keinen zusätzlichen arbeitsfreien Tag bescherte. Anno 2008 waren der Tag der Arbeit und Christi Himmelfahrt auf dasselbe Datum gefallen.
Apropos Sprung: Im Englischen wird jener Schaltjahreigenschaft viel besser Ausdruck verliehen als im Deutschen. So heißt bei unseren Nachbarn auf der großen Insel und jenseits des noch viel größeren Teichs das Jahr mit dem Extratag leap year, Sprungjahr. Doch noch ist es nicht so weit. Daher wünsche ich Ihnen erst mal ein schönes und geruhsames Fest mit nicht mehr Ärger als dem darüber, dass 2 der weihnachtlichen Tage auf ein Wochenende fallen.
Die nächste Ausgabe unseres Newsletters erscheint am Dienstag, den 27. Dezember. Den Werktätigen aus der Leserschaft bleibt als einziger Trost: Wenigstens der zweite Weihnachtsfeiertag des Jahres 2011 ist ein zusätzlicher arbeitsfreier Tag.
Autor von Small-Talk-Themen.de


