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Die Kunst der Prognose

9. Juli 2010

„Bald wird der Markenname Melitta allenfalls Nostalgikern noch ein Begriff sein“, hieß es in unserer Ausgabe vom 29. Juni („“). „Die Straßen werden wegen der Ausscheidung der vielen Pferde unpassierbar werden“, schrieb mir daraufhin ein Leser, sinngemäß Kaiser Wilhelm II. zitierend. Da hat er gar nicht so Unrecht. Der Leser, meine ich.

Überhaupt ist das mit den Vorhersagen so eine Sache. Wetterfrösche wissen, wovon ich rede. Doch auch andere Koryphäen irren sich. „Erfindungen sind längst an ihre Grenzen gestoßen. Ich glaube nicht mehr an irgendwelche zukünftigen Weiterentwicklungen.“ Wer das gesagt hat? Julius Frontinus, ein römischer Magistrat und gelernter Architekt. Wann das war? Nun ja, im Jahre 10 vor Christus. 1942 Jahre später erlaubte sich ein berühmter Physiker eine grobe Fehleinschätzung: „Es gibt nicht die geringsten Anzeichen dafür, dass wir nukleare Energie jemals nutzen können.“ Sagte Albert Einstein.

Zugegeben, der Abwurf der Hiroshima-Bombe 13 Jahre nach dieser Aussage wird nicht in seinem Sinne gewesen sein. Selbst Politiker sind nicht unfehlbar Doch sie müssen es auch nicht sein. Auf die Frage, welche Kunst ein Staatsmann vor allem beherrschen muss, antwortete der frühere britische Premierminister Winston Churchill: „Zum einen die Kunst, im Voraus sagen zu können, was morgen, in einer Woche, in einem Monat und in einem Jahr geschehen wird. Uns fehlt schließlich noch die Fähigkeit, hinterher erklären zu können, warum es nicht eingetreten ist.“

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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In unserer vorgestrigen Ausgabe (Ein Löschblatt namens Melitta) haben wir ein wenig Markenforschung betrieben. Offenbar hat es Ihnen das gut gefallen, sodass wir heute einigen weiteren Namen auf den Grund gehen möchten.

Bei einem Kindernahrungshersteller etwa war der Nomen omen: Alete ist Latein und bedeutet ‚wachset’ beziehungsweise ‚gedeihet’. Eine ähnliche Anleihe machte ein deutscher Konstrukteur: Gustav Horch nannte sein erstes Auto nach der lateinischen Übersetzung seines Nachnamens: Audi. Eine große Firma in Europas Norden blieb namentlich bei ihren dänischen Wurzeln. Lego empfahl ihren Kunden: „Leg godt“, auf Deutsch: „Spiele gut“.

Auch der Name der meistgebrauchten Wegwerfwindel hat mit Kundenfreundlichkeit zu tun: Im Englischen bedeutet ‚to pamper’ schlicht ‚verwöhnen’. Komplizierter wird’s bei einem Waschmittel: Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Persil heißen Perborat und Silikat. Nur ein Buchstabe musste aus dem englischen Sonnenlicht verändert werden, um das deutsche Spülmittel Sunlicht zu erhalten.

Spanisch kommt einem eine Limonade vor, die wiederum ohne Alkohol, sín alcoól, auskommt. Daraus wurde, leicht verkürzt, Sinalco. Wenig Phantasie steht hinter den Produkten Eduscho und Haribo: Pate für den Kaffee und die Gummibärchen standen jeweils die Firmengründer Eduard Schopf beziehungsweise Hans Riegel, letztere mit einem Zweibuchstabenzusatz für den Standort Bonn.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Wie kommen berühmte Produkte zu ihrem Namen? Manchmal ist das, was hinter der Marke steht, sehr banal. Wie im Fall der Hausfrau Bentz: Die ärgerte sich über den braunen Satz in ihrer Tasse und griff zum Löschblatt. Später meldete sie ihr Kaffeefilter-Patent an. Da sie das Ding irgendwie benennen musste, opferte Frau Bentz ihren Vornamen: Melitta.

Bald war der Porzellanfilter mit porösem Blatteinsatz aus deutschen Küchen nicht mehr wegzudenken. Auch der Siegeszug der Kaffeemaschine vermochte das filigrane Papier nicht wegzurationalisieren. Noch heute arbeiten über 3000 Beschäftigte in der Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG. Firmensitz ist Minden, wo die Gründerin heute vor 60 Jahren starb. Nach ihr ist die Melitta-Straße benannt, und in ihrem Geburtsort Dresden gibt es eine Melitta-Bentz-Straße.

Dennoch ist der Melitta-Filter auf dem Rückzug. Schuld ist der exklusive Kaffeegeschmack der Deutschen: In den letzten Jahren hat er dafür gesorgt, dass in Cafés und Restaurants fast nur noch italienische Espressomaschinen im Einsatz sind. Die kommen ohne Kaffeefilter aus. Inzwischen hat man sie auch für den Hausgebrauch entdeckt. Bald wird der Markenname Melitta allenfalls Nostalgikern noch ein Begriff sein.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Woher stammt die amerikanische Freiheitsstatue? Und wie alt ist sie? Jünger als sie vermutlich denken: Morgen vor 125 Jahren kam sie per Schiff im Hafen von New York an. Aus Frankreich. Ursprünglich hatten die Franzosen den Amerikanern das Monument zum 100. Geburtstag der Vereinigten Staaten schenken wollen. Das wäre bereits 1876 gewesen. Leider benötigte der mit der Arbeit beauftragte Bildhauer erheblich mehr Zeit als ursprünglich veranschlagt.

Insgesamt 21 Jahre lang werkelte der Elsässer Frédéric-Auguste Bartholdi an der – ohne Sockel gerechnet – 46 Meter hohen Dame mit der Fackel in der Hand. Dafür ist sie ihm besonders schön geraten; das mussten die Zuschauer, die vom Ufer aus dem letzten Teil des Schifftransports von der alten in die neue Welt beiwohnten, schon anerkennen. Unter der Präsidentschaft von Calvin Coolidge wurde die Freiheitsstatue 1924 in den Rang eines nationalen Monuments erhoben. Sie steht auf Bedloe’s Island und hat seitdem alle Einwanderer begrüßt, die per Schiff an der Insel vorbei in den New Yorker Hafen einfahren.

Inzwischen kommen die meisten Immigranten per Flugzeug, um im Land der ehemals ungeahnten Möglichkeiten eine neue Existenz aufzubauen. 1956 erfuhr die Freiheitsstatue eine letzte Aufwertung: Präsident Dwight Eisenhower verfügte, dass die Insel, die sie trägt, fortan Liberty Island genannt wurde, Freiheitsinsel.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Sicher ist es Ihnen schon einmal negativ aufgefallen, dass man nach Flügen von Großbritannien nach Deutschland seinen Pass vorzeigen muss und einer Warenkontrolle unterliegt. Letztere findet glücklicherweise nicht routinemäßig statt, kann aber jederzeit von einem schlechtgelaunten Zollbeamten angeordnet werden. Bei Flügen aus Island fällt die Personen- und Warenkontrolle, außer in dringenden Verdachtsfällen, ganz aus – obwohl Großbritannien Mitglied der EU ist und Island nicht.

Das liegt an einem Vertrag, der heute vor 25 Jahren in einem Luxemburger Städtchen unterzeichnet wurde (siehe unseren Newsletter vom 20. Dezember 2007 „Ein Moselstädtchen schreibt Geschichte“). Die Briten sind dem Abkommen ihm nie beigetreten, wohl aber Island, das neben Norwegen und der Schweiz – die Eidgenossen unterzeichneten 2008 als bislang 25. und letztes Mitgliedsland – zu den Schengen-Staaten zählt, die nicht der Europäischen Union angehören. Mit seinen 1600 Einwohnern zählt Schengen nicht gerade zu den größten Orten in Europa, wohl aber zu den bekanntesten.

Dennoch wird häufig mit erstaunlicher Unkenntnis darüber berichtet. Der Schreiber dieser Zeilen beispielsweise verortete das Moselstädtchen einmal in Frankreich. Damit lag er geografisch immer noch näher als ein ehemaliger französischer Präsident: François Mitterand stufte Schengen als „charmantes Dörfchen in den Niederlanden“ ein.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Zum ersten Mal in London

14. Juni 2010

Heute geht es wie schon in der letzten Woche um London. Diesmal aus der Sicht eines Touristen, der, aus der kommunistischen Tschechoslowakei kommend, zum ersten Mal in seinem Leben überhaupt eine westliche Hauptstadt erlebt. Die folgenden Eindrücke stammen aus dem sehr lesenswerten autobiografischen Roman Blendende Jahre für Hunde von Michal Viewegh, der in dem Buch das jungfräuliche Londonerlebnis seines Vaters beschreibt:

„Das öffentliche Telefon funktionierte. Als sein englischer Kollege eines Nachmittags an der Kensington Road die Hand hob, blieb das Taxi sofort stehen. Die Polizisten lächelten. Die Fahrer von Luxuslimousinen gewährten ihm am Fußgängerüberweg den Vortritt. Die Toiletten dufteten. Der Kugelschreiber auf dem Postamt, der bisher von niemandem gestohlen wurde, lief nicht aus. Die Dinge, auf denen er stand, saß, schrieb und lag, strahlten vor Sauberkeit und waren nicht wacklig. Der Verkäufer in dem Geschäft mit Hundeartikeln, den er nach einem Floh- und Zeckenhalsband fragte, lachte ihn nicht aus; er bot ihm vier verschiedene Sorten an. Das Essen in den Restaurants war weder kalt noch trocken. Die Kellner waren ungeheuer zuvorkommend. Die besondere Befriedigung, die er empfand, wenn ihm der Hotelboy das Gepäck trug, war keine Eitelkeit: Es war die Freude eines Patienten über eine erfolgreich heilende Wunde.“

Was in dem Roman aus dem Jahr 1992 noch fehlte: eine Fußgängerbrücke, die, sobald man sie betrat, zu schwanken begann.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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Die Stuttgarter lieben ihren Hauptbahnhof. Die Deutsche Bahn hält ihn für nicht mehr verkehrsgerecht. Die Freunde des alten Kopfbahnhofs – in Stuttgart scheint es sehr viele davon zu geben – finden, der charakteristische Turm mit den beiden Seitenflügeln gehöre zu den wenigen Wahrzeichen der auf den ersten Blick recht betonaffinen Schwabenmetropole. Die Bahn meint, man müsse das Gebäude komplett abreißen, den Schienenverkehr eine Etage tiefer, also unter die Erde, verlegen und einen Durchgangsbahnhof einrichten.

Die wirklich sehr zahlreichen, dem Bewährten anhängenden, Veränderungen gegenüber jedoch keineswegs verschlossenen Befürworter der bestehenden Einrichtung können sich mit alternativen Konzepten und einer Modernisierung, aber Erhaltung des Sackbahnhofs anfreunden. Die Bahn argumentiert passagierfreundlich mit verkürzten Einfahrtzeiten, besserer Verkehrsanbindung qua U- und S-Bahnnetz und geringerer Reisedauer.

Die Stuttgarter Kopfbahnhofunterstützer, gleichzeitig Steuerzahler und mehrheitlich gelernte Schwaben, scheuen die geplanten Kosten von 400 Millionen Euro. Die Bahnbetreiber kann ein solcher Betrag angesichts der allgemein hohen Kosten zukunftsorientierter Verkehrsprojekte nicht mehr schocken; sie wissen einflussreiche Unterstützer in Landes- und Bundesregierung hinter ihrem Vorhaben. Die zwar zahlreichen, aber nicht sehr mächtigen, dafür schwäbisch-pfiffigen Substanzbewahrer fahren eine Strategie, die fast so vielgleisig ist wie das Gebäude, das sie erhalten wollen. Sie führen das Urheberrecht ins Feld, welches nicht nur ihrer Meinung nach bis siebzig Jahre nach dem Tod des Erbauers besteht; Bahnhofsarchitekt Paul Bonatz starb 1956.

Die Bahn will schon mal die Seitenflügel entfernen: Ein Bahnhof sei ein Zweckbau, die geringe Restlaufzeit des Urheberschutzes bis 2026 rechtfertige einen baldigen Einsatz der Abrissbirne, zumal der neue Bahnhof, Verzögerungen wie lästige Interventionen und Klagen nicht eingerechnet, bereits 2019 fertig sein soll. Überflüssig zu erwähnen, dass die Gegenseite dies anders sieht. Beide Parteien treffen sich vor Gericht. Heute ergeht das Urteil.

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Doch kein Spielgeld!

18. Mai 2010

„Wir sind das Volk“, riefen die Leipziger auf den ersten Montagsdemonstrationen (siehe unseren Newsletter vom 12 März „Die letzte Montagsdemonstration“). Später hörte man auch Sprüche wie „Wir woll’n die Mark“. Dass damit nicht die DDR-Währung gemeint war, versteht sich. Die befand sich gegenüber der bundesdeutschen Valuta in rasantem Fall. Auf dem Schwarzmarkt wurden locker zehn DDR-Mark für eine D-Mark hingeblättert. Das tat der einheimischen Währung Unrecht: Schließlich waren in der DDR viele Produkte staatlich subventioniert und deshalb so preiswert.

Heute vor 20 Jahren klingelte für die ostdeutsche Mark das Sterbeglöcklein: Mit der Währungsunion, die am 1. Juli in Kraft treten sollte, war sie endgültig abgeschafft. Überraschend war das von der Bundesbank festgesetzte Umtauschverhältnis von 2:1. Die SPD-Finanzexpertin Ingrid Matthäus-Maier beispielsweise hatte zuvor für einen Kurs von 5:1 plädiert. Wer also fleißig gespart hatte in der DDR – statt sein Geld nach dem Fall der Mauer in den Westen zu tragen – war eindeutig im Vorteil gegenüber seinen konsumfreudigeren Mitbürgern.

Alle regelmäßigen Zahlungen wie Löhne und Gehälter, Renten und Mieten wurden im Verhältnis 1:1 umgestellt. Kinder durften 2000, 15- bis 59-Jährige 4000 und Senioren 6000 DDR-Mark im Verhältnis 1:1 umtauschen. So erfuhr die ostdeutsche Währung im Nachhinein eine ungeahnte Würdigung: Sie war, mit etwas Hilfe aus dem Westen – schließlich standen bald gesamtdeutsche Wahlen an – plötzlich viel mehr wert, als fast alle Experten in beiden Teilen Deutschlands vorher vermutet hatten.

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„Wenn ich meine Mutter selber pflegen würde, müsste ich meinen Beruf aufgeben, hätte kein Einkommen mehr und würde dadurch wahrscheinlich selbst zum Sozialfall werden.“ So wird in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks ein Angehöriger zitiert, der eine illegale Pflegehilfe in Anspruch genommen hat.

Mindestens 100.000 von ihnen soll es in der Bundesrepublik geben. Meistens kommen sie aus Osteuropa, kümmern sich, oft im Wechsel mit Kolleginnen, rund um die Uhr um Pflegebedürftige und kassieren monatlich 800 bis 1000 Euro. Schwarz, versteht sich. Legale Angebote belaufen sich auf das Vier- bis Sechsfache. Deutschland mit seiner alternden Gesellschaft hat zu viele Patienten und zu wenig professionell Pflegende.

Von 1,5 Millionen Bedürftigen wird gerade mal ein Drittel von einem ambulanten Pflegedienst versorgt. Um den großen Rest kümmern sich Angehörige – oder Schwarzarbeiter. Die Zahlungsbereitschaft der potenziellen Kundschaft ist gering, sagt eine Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT), die mittlerweile auch schon wieder 5 Jahre alt ist. Geändert hat sich seitdem nicht viel: Pflegepatienten wünschen sich eine individuelle, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung, die große Anbieter mit ihren standardisierte Angeboten häufig nicht leisten können. „Hier werden Chancen für die Entstehung neuer qualifizierter Arbeitsplätze verschenkt“, sagt Claudia Weinkopf vom IAT. „Dies ist umso bedauerlicher, als hiervon auch ältere Beschäftigte, die auf dem Arbeitsmarkt besonders schlechte Karten haben, profitieren könnten. Denn diese bringen oft gerade diejenigen Fähigkeiten und Kompetenzen mit, auf die Senioren besonderen Wert legen.“

Heute, zum Internationalen Tag der Pflege, ist es an der Zeit, sich über dieses drängende Problem wieder einmal Gedanken zu machen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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„Der Tag des Ausbildungsplatzes ist seit Jahren ein bewährtes und in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommenes Instrument zur Unterstützung des Ausgleichs auf dem Ausbildungsmarkt“, schreibt die Arbeitsagentur auf ihrer Internetseite:

„Die demographische Entwicklung einerseits und die Sicherung des Fachkräftenachwuchses andererseits sind die Herausforderungen der kommenden Jahre.“ Konkret bedeutet dies: Die Zahl der Lehrstellen geht zurück: In Industrie und Handel gab es 2009 ein Minus von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, im Handwerk waren es 5,5 Prozent weniger Ausbildungsplätze. Aufgrund des Geburtenrückgangs gibt es auf der anderen Seite weniger Lehrlinge, da die Zahl der Schulabgänger zurückgeht. Die Handwerksverbände beschweren sich, dass jede(r) Fünfte Azubi nicht ausbildungsreif sei; zu schulischen Defiziten vor allem in den Fächern Mathematik und Deutsch geselle sich ein eklatanter Mangel an Umgangsformen und sozialer Kompetenz. Die Lehrlinge wiederum beanstanden, es werde sich seitens der ausbildenden Betriebe zu wenig um sie gekümmert und sie würden häufig als billige Arbeitskräfte missbraucht.

„Die Ausbildung ist die teuerste Kapitalinvestition, die wir kennengelernt haben“, sagte einmal die US-Managementlegende Peter Drucker. Wir müssen sie auch zu schätzen wissen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
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