Im Sommer 1965 hatte der US-Physiker Gordon Moore erkannt, dass sich im Schnitt alle zwei Jahre die Kapazität eines Speicherchips verdoppelt. Heute vor vierzig Jahren gründete er dann die Firma Intel – die Abkürzung steht für Integrated electronics – mit dem Ziel, verbesserte Arbeitsspeicher für Computer zu entwickeln. Ein voller Erfolg: Inzwischen hält Intel bei PC-Mikroprozessoren einen Marktanteil von 80 Prozent.
Auffällig ist, dass Meilensteine in der Entwicklungsgeschichte des Computers bis dahin im Zehnjahresrhythmus erfolgten. 1938 stellte der deutsche Erfinder Konrad Zuse einen bis auf den elektrischen Antrieb komplett mechanischen Rechner her. Sein Z1, der die Befehle vom Lochstreifen ablas, gilt als Prototyp des Computers. Ein Jahrzehnt später baute IBM den ersten „modernen“ Computer.
Der SSEC konnte alle vier Grundrechenarten in weniger als 20 Millisekunden ausführen. Bei IBM war man überzeugt, dass der Rechenbedarf der ganzen Welt durch ein Dutzend dieser elektronischen Superhirne gedeckt würde. Entsprechend war deren Platzbedarf: Jeder einzelne Rechner war 36 Meter lang. 1958 stellte eine deutsche Firma erstmals Computer in Serie her. Das Modell trug den Namen Siemens 2002. Eine zukunftsträchtige Entscheidung. Ob sich die Konstrukteure damals schon vorstellen konnten, dass in jenem Jahr 2002 ein Computer – auch dank Intel – bereits Platz in einem Handy fand?
Autor von Small-Talk-Themen.de











18. Juli 2008 - 10:59
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