Schon mal an einer Hängeparty teilgenommen?
Der 1. April ist leider vorbei. Schade um den schönen Anlass, zumal sich wieder ein Thema aufdrängt, das an einem solchen Datum gerne aufgenommen wird. Es geht um die mysteriöse Hängeparty, deren Ende die Bonner CDU geradezu enthusiastisch begrüßt. Leider führt die Webseite http://www.cdu-beuel-nord.de nicht näher auf, was sich an diesem geselligen Abend exakt abspielte. Es wird nur berichtet, dass die Veranstaltung ziemlich lange dauerte.
Ich stelle mir das Procedere ungefähr so vor: Nach Ablegen ihrer Garderobe begeben sich die Gäste in einen Raum, wo Hängevorrichtungen wie Ringe und Balken an der Decke nebst Karabinerösen an den Wänden angebracht sind. Dort klinken sie sich ein und fragen noch nicht angehakte Herumstehende, ob diese ihnen nicht bitte etwas zu trinken oder zu essen reichen könnten. Den Rest des Abends verbringen sie mit der nicht ganz leichten Aufgabe, die feste und flüssige Nahrung kopfüber ihrem Magen-Darm-Trakt zuzuführen.
Am Ende eines solchen Abends hat sich viel Blut im Kopf angesammelt, und man ist froh, dass die Hängeparty endlich vorbei ist. Vielleicht hat man zuvor in der unangenehmen Position noch ein Gelübde abgelegt, was einer christlichen Partei ja nicht abträglich sein dürfte. Als Bonner würde ich nun gerne wissen, wann und wo die nächste Hängeparty stattfindet. Ich könnte einiges zu ihrem Gelingen beitragen: kopfüber Bandoneon spielen, über die Entstehung des Tango referieren, einen eigenen Karabinerhaken mitbringen und daran mein Haustier hängen: Für Fledermäuse ist eine solche Party alles andere als eine Hängepartie.
Autor von Small-Talk-Themen.de


