Heute geht es in unserem Newsletter gleich noch einmal um England. Anlass gibt die Namensvorgängerin der aktuellen Regentin: Vor 450 Jahren, am 17. November 1558, bestieg Elisabeth I. den Thron. Zu Beginn sah es nicht nach einer 45-jährigen königlichen Karriere aus. Daheim stritten sich Katholiken und Protestanten, Frankreich hatte gerade Calais von England zurückerobert, und im Staatssäckel herrschte Ebbe.
Zu allem Übel erkannten die Franzosen Elisabeth nicht als Königin an und unterstützten den Thronanspruch der katholischen Schottin Maria Stuart. Die andere Kontinentalgroßmacht Spanien versuchte, diese Situation auszunutzen und die britische Monarchin mit einem Mitglied aus seinem Königshaus zu verbandeln. Elisabeth blieb standhaft. Sie heiratete nicht und rüstete ihrerseits eine Flotte aus, die mit der spanischen mithalten konnte. Dazu verhalf ihr der Admiral und Abenteurer Francis Drake: Die Kaperzüge des später sogar in den Adelsstand erhobenen Kapitäns spülten Geld in Englands klamme Kassen.
Leidtragende waren die Spanier, deren Handelsschiffe Beute des Piraten von königlicher Gnade wurden. Als die Flotte, die Spaniens König Philipp II. zu einer Strafexpedition aussandte, 1588 zunächst an den Briten und später im Sturm scheiterte, hatte England freie Bahn auf den Weltmeeren. Ihrer innenpolitischen Rivalin wusste sich Elisabeth ebenfalls zu endledigen: Sie ließ Maria Stuart einfach einen Kopf kürzer machen. Als Elisabeth am 24. März 1603 starb, war England von einer drittrangigen Provinzgröße zur Weltmacht Nummer eins aufgestiegen.
Autor von Small-Talk-Themen.de











17. November 2008 - 11:52
Weiterführende Informationen zum heutigen Small-Talk-Themen-Newsletter:
Mehr über Elisabeth I.
Mehr über Maria Stuart
Mehr über König Philipp II.
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