Die Erfinderin des Kleinen Schwarzen
Was verbirgt sich hinter dem „Kleinen Schwarzen“? Ganz strenge Vorgaben gibt es für dieses Kleidungsstück nicht, schreiben die Stil-Experten des Informationsdienstes Der große Knigge. Doch einige wenige Richtlinien sollten schon erfüllt werden:
Schlicht, schwarz, kurz, muss es sein, mit einem Schnitt, der die Figur umschmeichelt und aus einem hochwertigen Stoff, der angenehmen und bequemen am Körper liegt. Variationen gibt es bei der Länge: bis zum Knie oder gerne auch etwas kürzer darf es reichen und kann arm-, aber auch halb armlang oder ärmellos sein. Beim Ausschnitt ist vieles möglich: recht weit offen oder geschlossen, mit Stehkragen und sogar als Rolli. So kann Frau das Modell wählen, in dem sie sich wohlfühlt.
Die Erfinderin des Kleinen Schwarzen, Coco Chanel, wurde heute vor 125 Jahren geboren. Zu Lebzeiten der französischen Modeschöpferin waren Damen oft opulent geschmückt – fast wie Weihnachtsbäume. Coco Chanel schaffte das Korsett ab uns verzichtete auf alles, was überflüssig war. Stattdessen setzte sie auf schlichte Eleganz.
Der Umstand, dass bei seiner Einführung 1926 das Kleine Schwarze kurz unterhalb des Knies endete, war für damalige Verhältnisse revolutionär und skandalös. Als Coco Chanel 1971 starb, war es längst salonfähig.
Autor von Small-Talk-Themen.de



19. August 2008 at 10:53
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