Als es noch keine Flugzeuge gab, konnte Großbritannien nur auf dem Seeweg angegriffen werden. Dazu musste man aber erst die britische Flotte besiegen. Auf dem besten Weg dazu waren Napoleon Bonaparte und sein Admiral Pierre Charles de Villeneuve.
Am erfolgversprechendsten schien eine Schlacht fernab vom Schutz der englischen Küste und ihrer Befestigungen. Ein solcher Ort war das Kap Trafalgar südöstlich des Mittelmeerhafens Cadíz, unweit der Meerenge von Gibraltar. Hier vereinigte Villeneuve seine Flotte mit der Spaniens – und wartete. Auch sein Widersacher, der englische Befehlshaber Horatio Nelson, wartete. Seine Flotte war der gegnerischen an Schiffen und Kanonen unterlegen. Einen frontalen Angriff konnte er nicht wagen. Oder doch?
Am 21. Oktober 1805 schrieb Admiral Nelson in sein Logbuch: „Bei Tageslicht sahen wir die vereinigte Flotte des Feindes zwischen Ost und Ostsüdost. Wir langweilten uns zu Tode. Ich ließ die Segel setzen und die Gefechtsstationen bemannen. Möge unser großartiger Gott, den ich verehre, meinem Land und der Wohlfahrt Europas einen großen und glorreichen Sieg bescheren.“
Genau das tat er auch. Villeneuve war von der Heftigkeit der britischen Attacke überrascht und verlor die Übersicht. Doch auch Nelson wurde überrascht – von der Kugel eines französischen Scharfschützen. Als ihm am Abend der vollständige Sieg – die Briten hatten kein einziges Schiff verloren – gemeldet wurde, hatte der Admiral nur noch wenige Stunden zu leben.
Heute wird in London des großen Sohnes gedacht, der vor 250 Jahren geboren wurde und an den eine riesige Statue auf dem Trafalgar Square im Zentrum der Hauptstadt erinnert. Nelson verdankte das britische Empire seine Vorherrschaft zur See, die den frühzeitigen Tod des Admirals länger als ein Jahrhundert überdauern sollte.
Autor von Small-Talk-Themen.de











29. September 2008 - 10:14
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