Wetter und Wetterfrösche
Da das Wetter immer ein beliebtes Thema für den Small Talk ist, verhält es sich mit dem Wetterbericht nicht anders – und mit denen, die ihn präsentieren. In Großbritannien wurde schon so mancher Wetterfrosch zum Star. Etwa Michael Fish: Über drei Jahrzehnte, von 1974 bis 2004, präsentierte er den Briten ihr Wetter. Obwohl er meist schlechte Nachrichten zu überbringen hatte, mochten ihn seine Landsleute sehr.
Am Ende seiner Karriere wurde er von der Königin zum Ritter geschlagen. Gefragt, was denn den guten Wettermann ausmache, antwortete Fish: „Neben einem sehr guten Universitätsabschluss und einigen Jahren Praxis im Wetteramt braucht man ein dickes Fell und einen kleinen Schraubenzieher – falls der Computer streikt.“ Ach ja, eine große Klappe sei ebenfalls hilfreich.
Über letztere – aber auch eine gehörige Portion Fachwissen – verfügt ein Schweizer, der im deutschen Fernsehen das Wetter, nun ja, zelebriert. Das macht er mitunter so witzig, dass er sich auch mal eine danebengegangene Bemerkung erlauben darf.
Als er ganz bewusst eine im Nordwesten Bayerns gelegene Stadt als „Affenaschburg“ vorstellte, hatte dies keine Konsequenzen. Auch nach seinem heutigen fünfzigsten Geburtstag dürfte Jörg Kachelmann noch eine Zeitlang das TV-Wetter präsentieren. Nordwestbayern eingeschlossen.
Autor von Small-Talk-Themen.de



15. Juli 2008 at 10:58
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