Die jungfräuliche Schweiz

„Der Versuch der Schweiz, ewig neutral zu bleiben“, lästerte der Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt, „erinnert an eine Jungfrau, die in einem Bordell zwar Geld verdienen, dabei jedoch keusch bleiben will.“ Immerhin gehören die Schweizer seit 1963 dem Europarat und seit 2002 den Vereinten Nationen an. Zu einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union konnten sie sich bislang allerdings noch nicht aufraffen.

Die Handelsbeziehungen zu den EU-Ländern sind freilich gut, und ab morgen werden die Geschäfte noch besser laufen: Am 12. Dezember sollen die Kontrollen an der Grenze zwischen der Schweiz und den anderen Schengen-Staaten wegfallen. Zwar ist die Schweiz dann immer noch nicht EU-Mitglied, doch hatten sich die Eidgenossen bereits 2005 per Referendum für einen Beitritt zum Schengen-Raum ausgesprochen. Die EU-Außenminister bestätigten die Aufnahme im Januar dieses Jahres. Neben der Schweiz sind noch zwei weitere Nicht-EU-Länder Mitglied der Schengen-Zone: Island und Norwegen.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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2 Kommentare to “Die jungfräuliche Schweiz”

  1. Rolf Gruber schreibt dazu:

    Grüezi Herr Höller

    Mit Interesse lese ich Ihre Kommentare.

    Nur zur Info: Die Schweiz ist UNO-Mitglied.

    Viele Grüsse

    Rolf Gruber

  2. manu schreibt dazu:

    Die Schweiz tut gut daran, nie eine EU-Mitgliedschaft anzustreben.
    Und vor allem soll sie dem Druck von Deutschland, Frankreich und Co. standhalten.

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