Darüber lacht der Bauer

Der Anbau von Raps und Biomasse, schrieben wir in der Ausgabe „Wenn Bauern nicht mehr anbauen wollen“vom 4. September 2007, sei hierzulande lukrativer als die Produktion von Fleisch, Milch oder Kartoffeln.
Die ursprüngliche Aufgabe der Landwirtschaft, nämlich das Versorgen der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln – so die ebenfalls in diesem Newsletter geäußerte optimistische Erwartung – würden die Kollegen in der Dritten Welt schon hinkriegen. Kriegen sie aber nicht. Die in den letzten Jahren so gestiegene Nachfrage nach natürlichen Kraftstoffen hat nach Angaben der britischen Hilfsorganisation Oxfam zufolge weltweit 30 Millionen Menschen (die UNO zählte sogar noch 20 Millionen mehr; die Zahl scheint rasch zu steigen) in die Armut getrieben.

Weitere 100 Millionen, assistiert die Weltbank, hätten heute schon große Probleme, die im Sog der steigenden Biospritpreise – verbunden mit der Verknappung der Anbauflächen für Getreide, Kartoffeln und Reis – teurer werdenden Lebensmittel in naher Zukunft noch bezahlen zu können.

Die Lösung wäre laut Oxfam recht simpel: Europas Regierungen dürften nicht länger auf ihrer Forderung nach einer zehnprozentigen Beimischung von Biobenzin und Biodiesel bestehen. Ganz gleich, wie’s ausgeht: Am Ende freuen sich die Bauern: Haben sie doch, um mit dem Satiriker Eugen Roth zu sprechen, längst begriffen, dass man auch von zweibeinigen Rindviechern leben kann.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Ein Kommentar to “Darüber lacht der Bauer”

  1. small-talk-themen.de schreibt dazu:


    Weiterführende Informationen zum heutigen Small-Talk-Themen-Newsletter:

    Mehr über die britische Hilfsorganisation Oxfam

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