Der Schutzpatron aller Brücken

Durch das in der Vulkaneifel gelegene Dörfchen Auel fließt der gleichnamige Bach. Über ihn führt eine Brücke, die wiederum von einer Heiligenstatue bewacht wird – was die Einheimischen in folgenden Reim gefasst haben: „Dr hillije Sankt Nepomuk hätt in Auel in de Baach jespuck.“

Etwas mehr Zurückhaltung und Pietät hätte dem frommen Mann gewiss gut getan, doch wurde er auch so zum Schutzpatron nicht nur des Eifelstegs, sonder aller Brücken in Mitteleuropa schlechthin. Die bekannteste Statue steht mitten auf der Karlsbrücke in Prag. Dabei stammt Jan Nepomucký nicht aus der böhmischen Hauptstadt, sondern aus dem 80 Kilometer entfernten Pilsen. Dort wurde er um das Jahr 1350 geboren. Doch spielt auch Prag eine Rolle in seinem Leben – oder besser gesagt bei seinem Tod:

Im Streit um ein Kloster gerieten Johannes von Nepomuk und der böhmische König Wenzel IV. sich so in die Haare, dass der weltliche Herrscher den Geistlichen für vogelfrei erklärte. Kurze Zeit darauf wurde Nepomuk von den Schergen des Königs verhaftet, gefoltert und anschließend in der Moldau ertränkt. Der Prager Bischof ließ ihn im Veitsdom bestatten, die Bevölkerung verehrte ihn als Heiligen, und der Vatikan gab – Jahrhunderte später zwar – seinen Segen dazu und erkannte ihn als christlichen Märtyrer an. Heute ist der Feiertag des heiligen Nepomuk.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Ein Kommentar to “Der Schutzpatron aller Brücken”

  1. small-talk-themen.de schreibt dazu:


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