Der Tag, an dem der Spiegel Konkurrenz bekam

Es gab eine Zeit, da war der Spiegel laut Eigenwerbung auf Seite drei „Europas größtes, Deutschland einziges Nachrichtenmagazin“. Das änderte sich schlagartig am 18. Januar 1993. Heute vor 15 Jahren erschien erstmals der Focus. Mit aggressiver Werbung und Sprüchen, die seinem Nachnamen alle Ehre machten („Fakten, Fakten, Fakten – und immer an den Leser denken“), versuchte Verleger und Chefredakteur Helmut Markwort dem großen Vorbild den Rang streitig zu machen.

Vergeblich. Heute ist der Spiegel mit wöchentlich 1,1 Millionen verkauften Exemplaren immer noch Branchenprimus; der Focus erreicht nicht einmal drei Viertel dieser Auflage. Das Verhältnis spiegelt sich übrigens auch in diesem Newsletter wider: Vom etablierten Nachrichtenmagazin ist häufig die Rede, der Focus wurde bislang noch nie erwähnt. Ein Detail, das Markwort bei seinem inzwischen verstorbenen Antipoden Rudolf Augstein abgeschaut hat, ist die Wahlempfehlung vor jeder Bundestagswahl.

Wie der ehemalige Spiegel-Chef ist Markwort FDP-Mitglied und rät seiner Leserschaft zum Kreuzchen an der entsprechenden Stelle. Doch während Augstein stets einer sozialliberalen Koalition das Wort redete, ist die vom Focus bevorzugte politische Farbenkombination schwarz-gelb.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Ein Kommentar to “Der Tag, an dem der Spiegel Konkurrenz bekam”

  1. small-talk-themen.de schreibt dazu:

    Links zu weiterführenden Informationen:

    Der Spiegel im Internet

    Der Focus im Internet

    Mehr Informationen zu Helmut Markwort

    Mehr Informationen zu Rudolf Augstein

    Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen das Team von small-talk-themen.de

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