Die Kunst, mit Zahlen zu lügen
„Ach, die Statistiken!“, schrieb unsere Leserin Maria Glock aus New York (erinnern Sie sich an die Ausgabe „Wie lebt es sich im Exil?“ vom 18. Dezember 2007?) anlässlich des Newsletters letzte Woche zu Kälte- und Hitzetoten. „Ich kann nur sagen, dass mir die Hitze jedes Jahr schlechter bekommt. Muss im Haus bleiben, das wird auch allen Senioren geraten. Vor allem keine Gartenarbeit in der Hitze, joggen und anderer Unsinn für alte Menschen. Heiße Grüße.“
Nicht weniger temperierte Grüße zurück, liebe Frau Glock! Und was die Statistiken betrifft, da haben Sie recht: Es handelt sich dabei nicht selten um die hohe Kunst, mit Zahlen zu lügen. Einmal las ich über eine statistische Erhebung mit Feldversuch in einer großen Wohnanlage. Die eine Hälfte der dort lebenden Bevölkerung wurde in eine Sauna, die andere in einen Kühlraum gesperrt. Anschließend errechneten die Statistiker, die Menschen in der Siedlung lebten in einem angemessenen Durchschnittsklima.
Auch dieser Newsletter beruft sich gelegentlich auf Umfragen und Statistiken. Doch sind alle unsere Quellen mindestens so seriös wie, sagen wir mal, das Delphische Orakel.
Autor von Small-Talk-Themen.de



21. August 2008 at 14:35
Sehr geehrter Herr Höller,
vorab ein Kompliment zu Ihrem Newsletter und Dank für die meist amüsanten Themen. Zur Seriosität von Umfragen kann ich versichern, dass daraus immer und unbedingt wertvolle Schlüsse zu ziehen sind. So habe ich in meinem Amt eine Umfrage gestartet und Mitarbeiterinnen unter anderem die Frage gestellt, ob sie mit ihrem Gehalt zufrieden sind. 100 % der Befragten stimmten dem zu. Was will man mehr. Als Dank für die Beantwortung habe ich dann alle Befragten, also meine Sekretärin und den Lehrling, zum Mittagessen eingeladen.
Wünsche Ihnen einen schönen Tag und freue mich schon auf Ihr nächstes Small-Talk-Thema.
Schöne Grüße aus Feldkirch sendet
Hermann Amann
Amt der Stadt Feldkirch
Vermögensverwaltung
Schmiedgasse 1-3
6800 Feldkirch