Papst für 33 Tage

Heute vor 30 Jahren, am 26. August 1978, wurde der italienische Kardinal Albino Luciani nach ungewöhnlich kurzer Beratungszeit von nur einem Tag zum Papst gewählt. Nach seinen beiden Vorgängern Johannes XXIII. und dem kürzlich verstorbenen Paul VI. legte er sich den Namen Johannes Paul I. zu. Es sollte einer der kürzesten Amtszeiten der römisch-katholischen Kirchengeschichte werden: 34 Tage später wurde der neue Papst tot in seinem Bett gefunden.

Da der Vatikan sich weigerte, eine Autopsie vornehmen zu lassen, schossen die Verschwörungstheorien ins Kraut. „Wurde der Papst Opfer eines Mordkomplotts zur Vertuschung dubioser Finanzgeschäfte?“, fragt die 1978er Chronik des Fischer-Verlags, „oder untergruben das intrigante Klima und die beklemmende Atmosphäre von Neid und Konkurrenz an der päpstlichen Kurie seine Gesundheit?“ Gestorben ist Johannes Paul I., so viel ist sicher, an einer Herzattacke. Doch wer oder was diese auslöste, konnte nie restlos geklärt werden.

Mit der Wahl des ersten nichtitalienischen Papstes seit 456 Jahren lenkte der Vatikan rasch von seinen Sorgen und Erklärungsnöten ab. Am 16. Oktober wurde der Pole Karol Wojtyla einer staunenden Weltöffentlichkeit als neues pontifikales Oberhaupt präsentiert. Nach seinem unglücklichen Vorgänger gab er sich den Papstnamen Johannes Paul II.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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Ein Kommentar to “Papst für 33 Tage”

  1. small-talk-themen.de schreibt dazu:


    Weiterführende Informationen zum heutigen Small-Talk-Themen-Newsletter:

    Mehr über Albino Luciani / Johannes Paul I.

    Mehr über Johannes XXIII.

    Mehr über Paul VI.

    Mehr über Johannes Paul II.

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