Was man beim Golf alles berücksichtigen muss
Da ist der Abschlag, und da ist das Grün. Und es geht nur darum, wie man von einem zum anderen kommt: So beschrieb der amerikanische Golfprofi Mike Reid einmal seinen Sport. Die Definition gilt längst nicht mehr (siehe auch unseren Newsletter „In Grönland spielt man mit roten Bällen Golf“ vom 12. Oktober 2005), denn nicht jeder Golfplatz ist grün.
Auf dem bis vor kurzem nördlichsten der Welt im grönländischen Kangerlussaq überwiegt deutlich der graue Sand. Dafür kann man dort – 100 Kilometer jenseits des Polarkreises – im Sommer rund um die Uhr seinem Hobby nachgehen.
Inzwischen gibt es auf derselben Insel einen Golfplatz noch weitere 400 Kilometer Richtung Norden. Allerdings verfügt das Gelände auf dem Gletscher von Uummannaq über lediglich neun Löcher, auf die wiederum nur im Winter gespielt werden kann. Dann ist der Boden zwar fester, aber der Untergrund eisig. Weiße Bälle würde man nicht erkennen, daher wird mit roten gedroschen und eingelocht.
Wer glaubt, der Schwierigkeiten seien dies noch nicht genug, fahre zum Golfspielen in den US-Bundesstaat Indiana: „Ich habe geglaubt, schon jedem erdenklichen Hindernis begegnet zu sein“, sagte der nordirische Profi David Feherty über das Gelände von Crooked Stick nahe Indianapolis, „aber auf diesem Platz muss man sogar die Krümmung der Erde berücksichtigen.“



29. Juli 2008 at 10:57
Weiterführende Informationen zum heutigen Small-Talk-Themen-Newsletter:
Mehr über Mike Reid (englisch)
Mehr über David Feherty
Die Webseite von Crooked Stick
Einen schönen Dienstag wünscht Ihnen das Team von small-talk-themen.de
29. Juli 2008 at 12:41
Alles weitere zum Thema “Nördlichster Golfplatz” resp. “Golfen in Grönland” samt ausgedehntem Praxistest findet sich im dritten Teil meiner Grönlandberichte.