Er hat schon in einem Oscar-prämierten Film mitgewirkt, wenn auch nur in einer Nebenrolle: In Roman Polanskis grandiosem „Der Pianist“ verkörperte er einen deutschen Besatzungssoldaten in Polen. Dem breiten Publikum bekannt ist er als radelnder, grantelnder Fernsehkommissar Thiel aus dem Münsteraner „Tatort“. Höchste Zeit also, den Schauspieler Axel Prahl einmal zu interviewen. Das tat auch das Hochschulmagazin Unicum.
Leider wurden dabei dämliche Fragen gestellt à la „Welche drei Dinge sollte man erlebt haben, bevor man 30 ist?“ Richtig gut war die Antwort, mit der Prahl bewies, dass er nicht nur als Leinwandheld schlagfertig ist. Er sagte nur: „Tut mir Leid, ich verstehe die Frage nicht.“ Sie vermutlich auch nicht, falls Sie nicht doch zu den Ewiggestrigen gehören, die einem Jugendwahn anhängen, der längst überholt ist.
Es kommt nicht darauf an, wie alt man ist, lautet die Erkenntnis des 103-jährigen Johannes Heesters, sondern darauf, wie man alt ist. Irgendwann werden das die Berufsjugendlichen von Unicum vermutlich auch einsehen.










