Das klappt doch nie!
Heute vor 185 Jahren begann in der Schweiz das Zeitalter der großen Dampfschiffe. Das allererste, der Passagierdampfer mit dem frankonisierten Namen Guillaume Tell, wurde auf dem Genfer See zu Wasser gelassen.
Zuvor hatte man bereits in den Vereinigten Staaten Raddampfer entwickelt und gebaut. Am 11. Februar 1809 ließ sich der Ingenieur Robert Fulton sein Modell patentieren. Beim Probelauf auf dem New Yorker Hudson River kam eine staunende Menschenmenge zusammen. Fulton erklärte den Schaulustigen den Dampfantrieb, erntete mit seiner Mannschaft aber nur skeptisches Kopfschütteln. „Das Ding kriegt ihr nie zum Fahren“, war der meistgehörte Kommentar.
Fulton und seine Leute blieben unbeeindruckt. Bald sprühten die Funken, und der Dampf qualmte lustig vom Schornstein heraus. Das Schiff begann sich tatsächlich flussaufwärts zu bewegen, erst langsam, dann immer schneller.
Für kurze Zeit verstummten die Rufe aus dem Publikum, das sich nach wenigen Minuten aber umso vehementer zurückmeldete. Diesmal hieß es aus dem Mund der Skeptiker: „Das Ding kriegt ihr nie mehr zum Stehen.“ Später bewiesen die Dampfer sogar ihre Hochseetauglichkeit und ersetzten Ende des 19. Jahrhunderts die bis dahin üblichen Segelschiffe.
Autor von Small-Talk-Themen.de


