Dein Feind, der Wolf?
Die größten Feinde unseres Lieblingstieres sind angeblich Bären und Wölfe. Von Bruno und Konsorten hat der Elch allerdings wenig zu fürchten, ist doch der erste seit der Ausrottung wieder eingewanderte Petz vor zwei Jahren in Bayern erschossen worden. Bleiben die Wölfe. Davon gibt es ein Rudel in Sachsen und ein weiteres in Brandenburg. Von letzterem wandert ab und zu ein Exemplar nach Mecklenburg-Vorpommern und gelegentlich sogar ein Bindestrich-Bundesland weiter westlich ein.
Die Schleswig-Holsteiner mögen die Tiere, wie mir unlängst unser Leser Jörg Lorenzen unter Hinweis auf einen Zeitungsartikel versicherte: „Wölfe auf dem Vormarsch“, titelten die Kieler Nachrichten und ließen eine Expertin zu Wort kommen: „Man sollte sich Gedanken machen“, so Ute Kröger vom ostholsteinischen Wildpark Eekholt, „wie man bei einer Einwanderung mit den Tieren umgehen will.“
Bald sei es vielleicht so weit, denn nachdem 2007 ein Wolf überfahren wurde (siehe unseren Newsletter „Das Tier des Jahres 2003, für alle zugänglich“vom 11. Juni), hat ein Jäger dieses Frühjahr wieder ein Tier gesichtet. Frau Krögers Wildpark ließ unterdessen einen Wolfsstein anfertigen: Der soll alle Besucher an den letzten frei lebenden Wolf in Schleswig-Holstein erinnern, der 1820 erlegt wurde.
Betrachtet man’s recht, war in der Geschichte der Mensch des Wolfes größter Feind. Nicht nur des Menschen: Auch der letzte in Brandenburg gesichtete Elch starb keineswegs durch Wolfsklaue oder Wolfszahn. Er wurde von einer Autofahrerin erlegt – und anschließend den Gästen eines in der Nähe gelegenen Restaurants serviert.
Autor von Small-Talk-Themen.de



14. Juli 2008 at 11:08
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Der Wildpark Eekholt
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