Ein Denkmal für den Elch

Das Jahr des Elchs ist seit gerade mal einer Woche vorbei, und über Reiterdenkmäler haben wir bereits mehrfach berichtet (zuletzt in der Ausgabe vom 27. November 2007). Was bringt uns dazu, diese Themen – noch dazu in kombinierter Form – wieder aufzugreifen? Es ist eine Statue, die 28-mal so groß ist wie ein Mensch und immerhin noch 20-mal so hoch wie ein ausgewachsenes Exemplar unseres gehörnten Freundes.

Was nach der Schneeschmelze zwischen den nordschwedischen Gemeinden Arvidsjaur und Skelleftå emporwachsen wird, soll einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge bald Touristen in Scharen anlocken. Hinter der Idee der 47 mal 45 Meter großen Elchskulptur steckt der Unternehmer Thorbjörn Holmlund. Ein Reiter wird auf dem Rücken des Riesen nicht platziert, dafür ist im Innern Platz für drei Stockwerke inklusive eines Restaurants und eines Konzertsaals. Auf dem Schaufelgeweih soll eine Aussichtsplattform installiert werden.

Irgendwie erinnert das Monstrum an das Trojanische Pferd, das in der griechischen Antike dem beschenkten Volk den Untergang brachte: Auch der künstliche Elch ist innen hohl. Doch unterstellt der Betreiber seinen Besuchern alles andere als böse Absichten. Früher organisierte Thorbjörn Holmlund Elchsafaris und erlebte dabei, welche enorme Anziehungskraft Elche besitzen. Die Leser dieses Newsletters bestätigen ihn: In der Vergangenheit wurden Berichte über den Großhufer immer besonders goutiert.

Ralf Höller - http://www.small-talk-themen.de
Autor von Small-Talk-Themen.de

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