Schulden machen leicht gemacht
„Mit dem Dispokredit“, lautet die Eigenwerbung auf der Internetseite der Sparkasse, „können Sie immer und überall auf interessante Angebote reagieren. Auch wenn auf Ihrem Konto gerade Ebbe herrscht.“ Dass dieses Angebot an die Privatkunden, ihr Konto zu überziehen, nicht ganz uneigennützig ist, versteht sich von selbst. Bei der Rückzahlung verdienen natürlich die Banken: Der Zinssatz ist rund fünfmal so hoch wie der, den Geldinstitute etwa beim Tagesgeld gewähren. Da verleiht man gerne etwas …
Am 17. September 1978 führten die Sparkassen in der Bundesrepublik Deutschland den Dispokredit ein: Jedem Inhaber eines Lohn- oder Gehaltkontos wurde ein Überziehungskredit bis maximal 5.000 D-Mark gewährt. Drei Jahrzehnte später zählt der Verein Creditreform bundesweit 7,3 Millionen überschuldete Einwohner – ein Anstieg von 150.000 im Vergleich zum Vorjahr.
Besorgniserregend ist der wachsenden Schuldenberg bei den 20- bis 29-Jährigen: Von ihnen gilt inzwischen jeder Zwölfte als überschuldet. Laut Auskunft der Schufa hat die Verschuldung sozialökonomische Ursachen; in fast der Hälfte der Fälle spielt Arbeitslosigkeit eine Rolle. Oder eine gescheiterte Ehe: Die ist schuld an jeder vierten Privatinsolvenz. Das Konsumverhalten ist für 18 Prozent, eine verpatzte Existenzgründung für 16 Prozent und ein gescheiterter Hausbau für 8 Prozent häuslicher Pleiten verantwortlich.
Autor von Small-Talk-Themen.de



24. Oktober 2008 at 06:38
Es ist einfach zu einfach, schnell mal Schulden zu machen. Auch meiner Freundin erging es so. Auf einmal saß sie in der Schuldenfalle.